Burgsteinfurt
aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Hierarchie
Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Steinfurt > Steinfurt > Burgsteinfurt
[bearbeiten] Einleitung
Burgsteinfurt ist seit 1975 ein Ortsteil der Stadt Steinfurt; war früher Kreisstadt eines Altkreises Steinfurt, sehr viel kleiner als der heutige Kreis Steinfurt.
[bearbeiten] Wappen
Das Wappen von Burgsteinfurt wurde dem Stadtsiegel aus dem Jahre
1635 entnommen. Ein roter Torbau, auf goldenem Grund. Die
Darstellungen der Türme symbolisieren die beiden Türme der Hohen
Schule und dem Turm des Rathauses, aus dem Jahr 1561.
[bearbeiten] Allgemeine Information
[bearbeiten] Rechte
Burgsteinfurt erhält 1347 volles Stadtrecht.
[bearbeiten] Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch
- Burgsteinfurt (vor 1299), Bürgerbuch, Außentitel: „Burger
Beaidung und Gewin"; Blatt-Titel: Dit ys des Stades Boeck van
Stenvorde; hiir vint me ynne bescreven de gene, de borgere und
borgerschen sint in der stad to Stenvorde." 1347-1370 (Stadtarchiv
Burgsteinfurt Va2).
- Bürgerbuch 1391-1716, Titel wie Bürgerbuch 1347-1370 (Stadtarchiv Burgsteinfurt, Va 1). Nicht veröffentlicht; Zettelverzeichnis beim Stadtarchiv Burgsteinfurt.
- Veröffentlichung: Karl Döhmann, Bürgeraufnahmen 1347-1370. In: Programm des Gymnasiums Arnoldinum zu Burgsteinfurt. Burgsteinfurt 1902.
- Ergänzende Quellen: Ratsprotokolle 1610-1753, 1769-1817; Stadtrechnungen 1539 bis Ende des 18. Jhs. mit vielen Lücken (s. Inventare, Kreis Steinfurt. Münster 1907, S. 310 u. 311).
[bearbeiten] Ortsgliederung
Burgsteinfurt besteht aus Burgsteinfurt-Ort und den drei
Bauernschaften
- Hollich
- Sellen
- Veltrup
[bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1925 sind für die Stadt Burgsteinfurt 1.593 Adressen im Adreßbuch registriert, im Amt Steinfurt 345.
- 1910 leben 5.708 Einwohner in Burgsteinfurt
- Im Jahre 1951 leben in Burgsteinfurt 11.798 Einwohner, einschließlich der Bauernschaften.
- Am 31. Dezember 2004 sind es 14.963 Einwohner.
- Im Jahre 2005 steigt die Einwohnerzahl auf 15.069.
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Schloss Burgsteinfurt (Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert)
- Die Bagno Konzertgalerie (der älteste freistehende Konzertsaal in Europa)
- Hohe Schule (erste reformierte Hochschule in Westfalen, heute u. a. Sitz der Volkshochschule)
- Altes Rathaus
- Marktplatz
- Schlossmühle
[bearbeiten] Maße und Gewichte
[bearbeiten] Burg Steinfurter Maß
- 1840 Geltungsgebiet: Stadt und Landgemeinde Steinfurt, Gemeinden Wettringen und Borghorst.
- Benennung: Burg Steinfurter Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel
gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher.
- Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an dem auf dem Eichamte
zu Steinfurt aufbewahrten kupfernen Urmaß des Scheffel.
- Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1.442,252 oder abgerundet 1.442 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 25,80 Liter.
- Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an dem auf dem Eichamte
zu Steinfurt aufbewahrten kupfernen Urmaß des Scheffel.
- Siehe auch: Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten
- Benennung: Burg Steinfurter Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel
gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher.
[bearbeiten] Zeitzeichen 1895
- Burgsteinfurt,
Stadtgemeinde, Kreisstadt in Deutschland, Königreich Preussen, Provinz
Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Steinfurt,
Amtsgericht Burgsteinfurt, Standesamt Burgsteinfurt,
- ev. Kspl Burgsteinfurt, kath. Kspl Burgsteinfurt
- 446,2 ha, (1895) 2 Wohnplätze, 644 Gebäude
- 5.015 Einwohner (3013 Ev., 1760 Kath., 15 andr. Christ., 227 Jud.)
- Postbezirk, Telegrafenstation, Eisenbahnstation Linie Gronau <> Münster.
- Amtsgerichts-Gebäude, Gefängnis, 2 Krankenhäuser
- Wirtschaft: Fabr. (Tabak), Blaufärbereien u. Druckereien, Giesserei (Eisen), Weberei (Leinen; Dampfbetrieb), 4 Waagen
- bei dem fürstl. Bentheim'schen Schloss Museum mit bedeut.
Sammlungen.
- Quelle: Hic Leones
[bearbeiten] Politische Einteilung
[bearbeiten] Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit
[bearbeiten] Evangelische Kirchen
- Ev. Kirchengemeinde Burgsteinfurt
- Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
- 6.328 Burgsteinfurter Einwohner sind evangelisch (Jahr
2005)
- 6.328 Burgsteinfurter Einwohner sind evangelisch (Jahr
2005)
[bearbeiten] Katholische Kirchen
Bistum Münster, Kreisdekanat Steinfurt, Dekanat Steinfurt
- Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes Nepomuk
- 5.795 Burgsteinfurter Einwohner sind katholisch (Jahr
2005)
- 5.795 Burgsteinfurter Einwohner sind katholisch (Jahr
2005)
[bearbeiten] Andere Glaubensgemeinschaften
- Türkische Islamische Union e.V.
- Neuapostolische Kirche
- Freie Christengemeinde
- 2.946 Burgsteinfurter Einwohner sind andersgläubig (Jahr
2005)
- 2.946 Burgsteinfurter Einwohner sind andersgläubig (Jahr
2005)
[bearbeiten] Geschichte
Der Erbauer der Wasserburg ist der Edle Rudolf II. von
Stenvorde. Er wird im Jahr 1155 erstmalig in einer Urkunde erwähnt.
Seine Vorfahren und er selbst bewohnen den alten sächsischen
Haupthof Stenvorde an der Steinfurter Aa. 1164 wird dieser
Hof durch kriegerische Ereignisse zerstört.
Nach Erlöschen des Geschlechts der Edlen von Steinfurt im
Jahr 1421, verfällt die Burg, da die Erben, die Grafen von
Bentheim, eigene Schlösser bewohnen. Der Sohn der Gräfin Walburg
von Brederode, Arnold, setzt diese Burg 1558 wieder
Instand.
Im Dreißigjährigen Krieg erleiden die Gebäude erhebliche
Beschädigungen. Erst ab 1706 wird das Schloss wieder
hergerichtet.
1558 gründet Graf Arnold zu Bentheim und Steinfurt das
Gymnasium Arnoldinum. Diese Schule stand als Universität einst,
auch in Holland, in hohem Ansehen.
1591-1593 lässt Arnold die Hohe Schule bauen.
Burgsteinfurt war bis 1974 Kreisstadt des Kreises Steinfurt
(Kfz-Kennzeichen BF).
[bearbeiten] Dreißigjähriger Krieg
Das Gebiet der Stadt wird wiederholt von den kriegsführenden
Parteien heimgesucht. Um 1623 findet in der Nähe von Burgsteinfurt
ein Gefecht zwischen Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel und
der Vorhut von Johann t'Serclaes von Tillys' Heerscharen
statt.
1634 wird die Stadt und das Schloss von Truppen des
Fürstbischofs von Münster besetzt, später folgen die Hessen. Um
1647 wird die Stadt von den Kaiserlichen eingenommen.
Burgsteinfurts Bürger leiden in dieser Zeit schwer durch Pest
und Hungersnot. Viele von ihnen fliehen nach Holland. Am Ende des
Krieges sind rund 320 Häuser verwüstet. Nach Angaben sollen nur 50
zum Teil verarmte Menschen in der Stadt übrig geblieben sein.
Nach Frieden 1648 gibt es nur ein kurzes Durchatmen, denn 1660
ließ der damalige Bischof Christoph Bernhard Graf von Galen die
Stadt widerrechtlich besetzen. Rund 60 Jahre unterhält die Stadt
nun eine Garnison, unter deren Abgaben sie leiden muss. 1720 zieht
die Garnison ab.
[bearbeiten] Zweiter Weltkrieg
Das Burgsteinfurter Gebiet wird von 1939 bis 1945 zahlreich von
Bomben getroffen.
[bearbeiten] Alte Schreibweisen / Namenkunde
Stenvorde, Burgsteinfurt
"Burg an der steinernden Furt"
[bearbeiten] Genealogische und historische Quellen
[bearbeiten] Genealogische Quellen
Katholische Kirche Burgsteinfurt:
Taufregister 1681-1875, Batchnummer C970281
Taufregister 1687-1809, Batchnummer C970282
Heiratsregister 1701-1805, Batchnummer M970282
Evangelische Kirche Burgsteinfurt:
Taufregister 1652-1684, Batchnummer C970261
Taufregister 1686-1748, Batchnummer J970262
Taufregister 1686-1748, Batchnummer K970262
Taufregister 1749-1814, Batchnummer C970263
Taufregister 1770-1851, Batchnummer C970268
Taufregister 1808-1819, Batchnummer C970264
Taufregister 1810-1814, Batchnummer C970269
Taufregister 1814-1874, Batchnummer J970272
Taufregister 1814-1874, Batchnummer K970272
Taufregister 1815-1875, Batchnummer J970265
Taufregister 1815-1875, Batchnummer K970265
Heiratsregister 1652-1688, Batchnummer M970261
Heiratsregister 1720-1747, Batchnummer M970262
Heiratsregister 1749-1814, Batchnummer M970263
Heiratsregister 1793-1806, Batchnummer M970268
Heiratsregister 1808-1819, Batchnummer M970264
Heiratsregister 1810-1813, Batchnummer M970269
Heiratsregister …..- 1814, Batchnummer M970271
Heiratsregister 1815-1849, Batchnummer M970266
Heiratsregister 1815-1874, Batchnummer M970272
Heiratsregister 1850-1885, Batchnummer M970267
[bearbeiten] Historische Quellen
[bearbeiten] Historisches Adreßbuch
In der Adressbuchdatenbank ( http://adressbuecher.genealogy.net ) ist das Adressbuch für einen Teil der heutigen Stadt Steinfurt, des alten Kreises Steinfurt, Burgsteinfurt von 1925, abfragbar.
[bearbeiten] Höfe des Münsterlandes
Die Höfe
des Münsterlandes und ihre grundherrlichen
Verhältnisse
Band 52 der westfälischen Beiträge zur Familienforschung.
Ein Online-Angebot der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und
Familienforschung. Auch als Buch erhältlich.
[bearbeiten] Steuerlisten
Steuerlisten im
Fürstbistum Münster
Band 15 der westfälischen Beiträge zur Familienforschung.
Ein Online-Angebot der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und
Familienforschung. Als Buch nicht mehr erhältlich.
[bearbeiten] Bibliografie
[bearbeiten] Genealogische Bibliografie
[bearbeiten] Historische Bibliografie
[bearbeiten] Literatur
- Thomas Hoeren: Historischer Stadtführer Steinfurt
Druck: Tecklenborg Verlag, 2005, 1. Auflage, ISBN 3934427812 - Willi Riegert: Heimat unter Bomben, Der Luftkrieg im Raum
Steinfurt, Münster und Osnabrück 1939-1945
Druck: Laumann Druck GmbH&Co.KG, 2003, ISBN 3-89960-235-8 - Günther Hilgemann Burgsteinfurt - Eine Reise durch die
Geschichte - 650 Jahre Stadtrechte 1347-1997
Druck: Geigerdruck GmbH, 1997, ISBN 3895702781 - Hans-Jürgen Warnecke: Westfälischer Städteatlas
Stadtmappe Burgsteinfurt
Hrsg.: Heinz Stoob und Wilfried Ehbrecht, Dortmund-Altenbeken, 2002, Band: VII, 2. Teilband ISBN 3-89115-151-9 - Hildegard Strickling: Das Bagno in Steinfurt – Ein Gang
durch den historischen Park zu seiner Blütezeit
Druck: Tecklenborg Verlag, ISBN 3-934427-44-8
[bearbeiten] Archive und Bibliotheken
[bearbeiten] Archive
Stadtarchiv der Stadt Steinfurt
An der Hohen Schule 13
48565 Steinfurt
Telefon: 0 25 51 / 91 97 42
Telefax: 0 25 51 / 91 97 43
Weitere Informationen und aktuelle Öffnungszeiten siehe hier
[bearbeiten] Bibliotheken
Stadtbücherei Steinfurt
Markt 19
48565 Steinfurt
Telefon: 0 25 51 / 78 02
Telefax: 0 25 51 / 8 60 96
Weitere Informationen und aktuelle Öffnungszeiten siehe hier
[bearbeiten] Weblinks
[bearbeiten] Offizielle Webseiten
[bearbeiten] Weitere Webseiten
[bearbeiten] Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
[bearbeiten] Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote
Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschließlich an den entsprechenden Forscher zu richten.
[bearbeiten] Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
| Name |
|
| Typ |
|
| Postleitzahl |
|
| Karte |
|
| Zugehörigkeit | ![]() |
| Übergeordnete Objekte |
Steinfurt (Stadt) |
| Untergeordnete Objekte | Nichts zum Anzeigen gefunden |
| Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt (Regierungsbezirk Münster) | |
|
Altenberge (Kreis Steinfurt) | Emsdetten | Greven | Hopsten | Hörstel | Horstmar | Ibbenbüren | Ladbergen | Laer (Kreis Steinfurt) | Lengerich | Lienen | Lotte | Metelen | Mettingen | Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) | Nordwalde | Ochtrup | Recke | Rheine | Saerbeck | Steinfurt | Tecklenburg | Westerkappeln | Wettringen |

