Tilsiter Frieden

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Einleitung

Die Verhandlungen zum Tilsiter Frieden vom 09.07.1807 wurde im Rahmen eines Treffens von Kaiser Alexander I. von Russland und Napoleon auf einem Floß mitten auf der Memel am 25. Juni 1807 eingeleitet. Vorausgegangen war dem Treffen eine russische Friedensofferte nach dem französischen Sieg bei Friedland am 14.6.1807 und der Abschluss eines Waffenstillstandes am 22. Juni. Die hier vereinbarte Demarkationslinie bildete die Memel. Der Zar versprach Napoleon die Aufrechterhaltung der Kontinentalsperre gegen England auch in seinem Reich durchzuführen.

Preußen musste nun sämtliche Gebiete westlich der Elbe aufgeben, welche dem Königreich Westfalen und dem Großherzogtum Berg zugeschlagen wurden. Aus den nach der Zweiten und Dritten Polnischen Teilung gebildeten neuen preußischen Provinzen „Südpreußen" (1793) und „Neuwestpreußen" (1795) und Teilen der nach der Ersten Polnischen Teilung gebildeten Provinz „Westpreußen" (1772) entstand das Herzogtum Warschau, das in Personalunion dem neuen König von Sachsen übertragen wurde. Danzig, die frühere Provinzhauptstadt Westpreußens, bildete nun einen eigenen Stadtstaat unter einem französischen Militärgouverneur: Frankreichs starker Vorposten an der Ostsee.

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