Kreis Borken
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Hierarchie Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Borken (>1975 mit Kreis Ahaus)
[bearbeiten] Einleitung
Historische Vorläufer des Kreises Borken waren auch das Amt Ahaus (historisch) und das Amt Bocholt im Fürstbistum Münster.
[bearbeiten] Beschreibung des Wappens
Für den Landkreis Borken war vor dem 2. Weltkriege ein Wappen entworfen worden, das einen aufrechten goldenen Ginsterzweig in rotem Schilde zeigte. Der Zweig vom Ginster oder „Braem"-Strauch sollte daran erinnern, daß sich das Kreisgebiet weitgehend mit dem alten "Amt uppen Bram" deckt, während die Farben die Zugehörigkeit zum Fürstbistum Münster versinnbildlichen sollten. In den Nachkriegsjahren hat man sich dann für ein rein territorialgeschichtliches Wappen entschieden, das zum Ausdruck bringen soll, daß neben dem Fürstbistum Münster auch noch die Herrschaften Anholt, Gemen und Werth Anteil am Kreise haben.
Das in Form eines quadrierten Schildes gestaltete Wappen des Landkreises zeigt in seinem ersten Felde mit einem roten Balken auf goldenem Grund das Wappen des Fürstbistums Münster, im zweiten mit drei silbernen, zwei zu eins gestellten Mauerankern auf rotem Grund das Wappen der Herrschaft Anholt, im dritten mit einem rechtsschauenden rotbewehrten und goldgekrönten schwarzen Löwen auf silbernem Grund das Wappen der Herrschaft Werth und im vierten Feld als Wappen der Herrschaft Gemen einen roten mit drei silbernen Pfählen belegten Balken auf goldenem Grund. Verliehen wurde das Landkreiswappen am 10. Mai 1955.
Das Wappen des Kreises Borken gründet sich auf Elemente des vorangegangenen Wappens und Farben des aufgenommenen Kreises Ahaus.
[bearbeiten] Allgemeine Information
[bearbeiten] Status 1822 / 1835
[bearbeiten] Politische Einteilung
Nach dem "Westfalenlexikon 1832 - 1835 umfaßte der Kreis Borken
- 1. einen Teil des vormaligen Hochstifts Münster.
- 2. Die Herrschaft Anholt.
- 3. Die Herrschaft Gemen, beide die Ortschaften gleichen Namens enthaltend.
[bearbeiten] Einwohner
In diesem Gebiet wurden 38.817 Einwohner verwaltet, nämlich 37.313 Katholiken 1.124 Evangelische und 380 Juden.
[bearbeiten] Gebäude
An Gebäuden waren 33 Kirchen etc., 76 zu Staats- und Kommunalzwecken, 5.942 Wohnhäuser, 113 Fabriken, Mühlen und Magazine, 2.608 Ställe, Scheunen und Schoppen vorhanden.
[bearbeiten] Viehbestand
An Vieh war gezählt worden: 2.120 Pferde, 158 Fohlen, 153 Stiere, 755 Ochsen, 10.347 Kühe, 5.118 Jungvieh, 13.971 Landschafe, 1.246 Böcke und Ziegen, 6.244 Schweine.
[bearbeiten] Verwaltung
[bearbeiten] Landrat
- 1816 - 1848 Georg von Basse zu Pröbsting, * Unna 19.01.1781
- 1848 - 1870 Ferdinand Freiherr von Hamelberg * Celle 1798
- 1870 - 1904 Wilhelm Bucholtz * Münster 13.02.1830
- 1904 - 1931 Stephan Reichsgraf von Spee * Hs. Lennep / Düsseldorf 08.05.1866
- 1931 - 1945 Dr. Peter Cremerius * Sommerbergerhof/Fritzdorf (Bonn) 16.09.1893
[bearbeiten] Oberkreisdirektor
- 1957 Herr Lengert
- 1975 Herr Pingel
[bearbeiten] Kreisdeputierter
- 1835 Freiherr von Landsberg zu Velen.
[bearbeiten] Kreissekretär
- 1835 Prange zu Borken.
[bearbeiten] Fürsten und Herren
- 1835 Fürst von Salm-Salm.
[bearbeiten] Ritterschaft
- 1835 Die qualifizierten Besitzer der Güter 1. Haus Barnsfeld, 2. Haus Diepenbrock, 3. Herrschaft Gemen, 4. Haus Pröbsting, 5. Haus Raesfeld, 6. Haus Rhede, 7. Haus Velen.
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Provinz Westfalen: Landtagsfähige Rittergüter im Kreis Borken |
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Haus Barnsfeld | Haus Diepenbrock | Herrschaft Gemen | Haus Pröbsting | Haus Raesfeld | Haus Rhede | Haus Velen | Ab 1855 mit dazu: Haus Schüttenstein | Herrschaft Anholt | Herrschaft Ahaus-Bocholt | Herrschaft Werth | |
[bearbeiten] Landtag
Der Borkener Landtag setzte sich aus Vertretern der Städte, den landtagsfähigen Rittergütern im Vest und Vertretern des Kreises zusammen, zumindest bis 1870.
[bearbeiten] Städte
1. Bocholt (Kreis Borken) 1832/35: Bürgermeister Thonhausen. 2. Borken 1832/35: Bürgermeister Kaufmann C.A. Winters. 3. Anholt (Isselburg) 1832/35: Beigeordneter de Haas.
[bearbeiten] Landgemeinden
1. Werth (Isselburg) 1832/35: Beigeordneter Sterneberg.
2. Bocholt (Kreis Borken) 1832/35: Bürgermeister Verwalter Brinksmeyer.
3. Rhede_(Kreis_Borken) 1832/35: Bürgermeister Winkler.
4. Heiden (Kreis Borken) 1832/35: Bürgermeister Steinmann.
5. Borken (Kreis Borken) 1832/35: Beigeordneter Thier zu Raesfeld.
6. Ramsdorf (Velen) 1832/35: Kaufmann Pöpping zu Gemen.
[bearbeiten] Ehemalige Amtsverwaltungen
| Ehemaliges Amt im Kreis Ahaus (Regierungsbezirk Münster) | |
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Amt Ammeloe | Amt Gronau | Amt Epe | Amt Legden | Amt Nienborg | Amt Ottenstein | Amt Schöppingen | Amt Stadtlohn | Amt Vreden | Amt Wessum | Amt Wüllen | |
| Ehemaliges Amt im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) | |
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Amt Anholt | Amt Bocholt | Amt Borken | Amt Dingden | Amt Gemen | Amt Gescher | Amt Heiden | Amt Liedern | Amt Marbeck | Amt Raesfeld | Amt Ramsdorf | Amt Reken | Amt Rhede | Amt Velen | Amt Werth | Amt Weseke | Zusammenlegungen: Amt Gemen-Weseke | Amt Heiden-Reken | Amt Liedern-Werth (Kreis Borken) | Amt Marbeck-Raesfeld | Amt Velen-Ramsdorf | |
[bearbeiten] Steuerwesen
[bearbeiten] Grundlagen
Am 27.ten und 29ten July 1809 hieß es für das heutige Kreisgebiet: Das Landes = Wohl, und die Ordnung jeder regelmäßigen Staatsverfassung erfordern, daß zur Bestreitung öffentlicher Lasten eine allgemeine durchgreifende, auf billigen Grundsätzen gestützte, und die gemeinschaftliche Bürde möglichst gleich vertheilende Besteuerungs = Art eingeführt werde....Grundlage war ein Erlaß über das Steuerwesen_Salm-Salm-Kyrburg.
[bearbeiten] Kirchliche Einteilung
[bearbeiten] Sprache
- Von der Mundart her deckt der Kreis Borken so ziemlich das Gebiet des westmünsterländischen Sanddialektes ab. Die sprachlich unscharfe und unbedeutende Südgrenze bildet die Lippe zum Vest Recklinghausen (auch ähnliche Familiennamenbildung) und die sprachlich scharfe Ostgrenze bildet ein früher sehr dünn besiedelter Moor-Heide Gürtel, wecher sich nördlich von Haltern Lavesum über Merfeld, Klye, Legden, Düstermühle, Heek auf Gronau zu erstreckt. Dazu entwickelte ich im Westmünsterland der Merkspruch:
- "Up`n Sand scheet`t se met de Koggel nao den Voggel, dat de Stange bewwet, un up`n Klei scheit se met de Kuoggel noe den Vuoggel, da de Stange biewwet"
- Kremer, Ludger: Mundart im Westmünsterland. 1983, Hrsg. Kreis Borken
- "Up`n Sand scheet`t se met de Koggel nao den Voggel, dat de Stange bewwet, un up`n Klei scheit se met de Kuoggel noe den Vuoggel, da de Stange biewwet"
[bearbeiten] Geschichte
[bearbeiten] Forschung: Geschichte und Genealogie
Landeskundliches Institut Westmünsterland, Gasthausstraße 15 (im Gebäude Hamalandmuseum), 48691 Vreden
Tel.: 02564/391820, Fax: 02564/391829, e-mail: westmuensterland-institut@t-online.de
Öffnungszeiten der Bibliothek: Mo. - Do. 9.00 - 16.00 Uhr, Fr. 9.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung. Leiter des Instituts: Dr. Timothy Sodmann
• Kreis Borken/Landeskundliches Institut
• Kreis Borken/Veröffentlichungen des Landeskundlichen Instituts
[bearbeiten] Genealogische und historische Gesellschaften
[bearbeiten] Bibliografie
[bearbeiten] Genealogische Bibliografie
[bearbeiten] Historische Bibliografie
[bearbeiten] Weitere Bibliografie
- Luger Kremer: Mundart im Westmünsterland. 1983, Hrsg. Kreis Borken
[bearbeiten] Periodika
Periodische erschienene und erscheinende Veröffentlichungen zu den Themen Heimat- und Familienkunde, welche das Westmünsterland den Altkreis Ahaus und den Kreis Borken tangieren:
- Aus alter Zeit (Kreis Ahaus), Jahrgänge 1903 bis 1912
- Beiträge zur Heimatkunde des Kreises Borken, Jahrgänge 1906-1914
- Westmünsterland (Zeitschrift) , Jahrgänge 1914-1922
- Ahauser Kreiskalender, Jahrgänge 1923-1927
- Heimatkalender des Kreises Borken, Jahrgänge 1924-1927
- Heimatkalender der Kreise Borken und Bocholt, Jahrgänge 1929, 1930,1932, 1937
- Heimatkalender Landkreis Borken, Jahrgänge 1951-1955 (1956, -57 nicht erschienen)
- Unsere_Heimat_(Landkreis_Borken), Jahrgänge 1958-1972 (1973, -74 nicht erschienen)
[bearbeiten] Archive und Bibliotheken
[bearbeiten] Heimat- und Volkskunde
Die Geschäftsstelle der Heimatpflege in der Verwaltung des Kreises Borken unterstützt das Heimatpflegegremium des Kreises Borken, die Arbeitsgemeinschaften der Heimatpflege und ist Ansprechpartner der Heimatvereine im Kreis. Sie gibt in Zusammenarbeit mit der Redaktion den Heimatbrief heraus und organisiert den Kreisheimattag, den grenzüberschreitenden Heimattag oder andere Aktionen/Events der Heimatpflege.
Kreishaus in Borken, Etage 3D, Burloer Str. 93, 46325 Borken, per Post: Kreis Borken, Fachbereich Schule, Kultur, Sport, 46322 Borken
Öffnungszeiten: montags bis mittwochs: 8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr, donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr, freitags: 8.00 - 12.30 Uhr
[bearbeiten] Arbeiskreis Genealogie
Der Arbeitskreis Genealogie stellt auf einer Homepage ein Informationsangebot zu verschiedenen Fragen der Genealogie und Familienforschung im Kreis Borken zur Verfügung.
Ziel ist es, eine Vielzahl von Informationen aus dem Kreis Borken zu geben, die bei der Forschung behilflich sein können.
Internetseite: http://www.genealogie-kreis-borken.de
[bearbeiten] Internetlinks
[bearbeiten] Offizielle Internetseiten
[bearbeiten] Genealogische Internetseiten
- Inhaltsangabe mit Seitenverlinkung zu Adel, Genealogien und der mittelalterlichen Geschichte in der Grafschaft Zutphen, im Achterhoek und der Liemers.
- Geschichte im Oberquartier von Gelderland.
[bearbeiten] Historische Internetseiten
[bearbeiten] Informationen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
• Kreis Borken/Genealogisches Ortsverzeichnis
| | Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) |
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Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden | Bis 1975: Dingden | |
| Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Münster (Bundesland Nordrhein-Westfalen) | |
| Kreise: Borken | Coesfeld | Recklinghausen | Steinfurt | Warendorf | |
| Kreisfreie Städte: Bottrop | Gelsenkirchen | Münster | |
| bis 1975 außerdem die Kreise: Ahaus | Beckum | Lüdinghausen | Münster | Tecklenburg |

