Kreis Borken

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Hierarchie Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Borken (>1975 mit Kreis Ahaus)

Lokalisierung des Kreises Borken innerhalb des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen
Aus Napoleons Zeiten: Carte-Civique oder Personalausweis des Anton Selting im Jahre 1813, l`arrondissement Rees, Departement Lippe, Canton Borken, Section du Canton: Ramsdorf

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Historische Vorläufer des Kreises Borken waren auch das Amt Ahaus (historisch) und das Amt Bocholt im Fürstbistum Münster.

Beschreibung des Wappens

Landkreis Borken bis 1975

Für den Landkreis Borken war vor dem 2. Weltkriege ein Wappen entworfen worden, das einen aufrechten goldenen Ginsterzweig in rotem Schilde zeigte. Der Zweig vom Ginster oder „Braem"-Strauch sollte daran erinnern, daß sich das Kreisgebiet weitgehend mit dem alten "Amt uppen Bram" deckt, während die Farben die Zugehörigkeit zum Fürstbistum Münster versinnbildlichen sollten. In den Nachkriegsjahren hat man sich dann für ein rein territorialgeschichtliches Wappen entschieden, das zum Ausdruck bringen soll, daß neben dem Fürstbistum Münster auch noch die Herrschaften Anholt, Gemen und Werth Anteil am Kreise haben.

Kreis Borken ab 1975

Das in Form eines quadrierten Schildes gestaltete Wappen des Landkreises zeigt in seinem ersten Felde mit einem roten Balken auf goldenem Grund das Wappen des Fürstbistums Münster, im zweiten mit drei silbernen, zwei zu eins gestellten Mauerankern auf rotem Grund das Wappen der Herrschaft Anholt, im dritten mit einem rechtsschauenden rotbewehrten und goldgekrönten schwarzen Löwen auf silbernem Grund das Wappen der Herrschaft Werth und im vierten Feld als Wappen der Herrschaft Gemen einen roten mit drei silbernen Pfählen belegten Balken auf goldenem Grund. Verliehen wurde das Landkreiswappen am 10. Mai 1955.

Das Wappen des Kreises Borken gründet sich auf Elemente des vorangegangenen Wappens und Farben des aufgenommenen Kreises Ahaus.

Allgemeine Information

Lokalisierung der Kommunen im Kreises Borken innerhalb des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen

Status 1822 / 1835

  • 1823 Landrath: Basse zu Pröbsting
  • 1823 Kreissekretair: Diening zu Borken

Politische Einteilung

Nach dem "Westfalenlexikon 1832 - 1835 umfaßte der Kreis Borken

Einwohner

In diesem Gebiet wurden 38.817 Einwohner verwaltet, nämlich 37.313 Katholiken 1.124 Evangelische und 380 Juden.

Gebäude

An Gebäuden waren 33 Kirchen etc., 76 zu Staats- und Kommunalzwecken, 5.942 Wohnhäuser, 113 Fabriken, Mühlen und Magazine, 2.608 Ställe, Scheunen und Schoppen vorhanden.

Viehbestand

An Vieh war gezählt worden: 2.120 Pferde, 158 Fohlen, 153 Stiere, 755 Ochsen, 10.347 Kühe, 5.118 Jungvieh, 13.971 Landschafe, 1.246 Böcke und Ziegen, 6.244 Schweine.

Verwaltung

Landrat
  • 1816 - 1848 Georg von Basse zu Pröbsting, * Unna 19.01.1781
  • 1848 - 1870 Ferdinand Freiherr von Hamelberg * Celle 1798
  • 1870 - 1904 Wilhelm Bucholtz * Münster 13.02.1830
  • 1904 - 1931 Stephan Reichsgraf von Spee * Hs. Lennep / Düsseldorf 08.05.1866
  • 1931 - 1945 Dr. Peter Cremerius * Sommerbergerhof/Fritzdorf (Bonn) 16.09.1893
Oberkreisdirektor
  • 1957 Herr Lengert
  • 1975 Herr Pingel
Kreisdeputierter
Kreissekretär
  • 1835 Prange zu Borken.
Fürsten und Herren
Ritterschaft


Wappen_NRW_Kreis_Recklinghausen.png

Provinz Westfalen: Landtagsfähige Rittergüter im Kreis Borken

Haus Barnsfeld | Haus Diepenbrock | Herrschaft Gemen | Haus Pröbsting | Haus Raesfeld | Haus Rhede | Haus Velen | Ab 1855 mit dazu: Haus Schüttenstein | Herrschaft Anholt | Herrschaft Ahaus-Bocholt | Herrschaft Werth |

Landtag

Der Borkener Landtag setzte sich aus Vertretern der Städte, den landtagsfähigen Rittergütern im Vest und Vertretern des Kreises zusammen, zumindest bis 1870.

Städte

1. Wappen, Bocholt (Kreis Borken) 1832/35: Bürgermeister Thonhausen.
2. Wappen, Borken 1832/35: Bürgermeister Kaufmann C.A. Winters.
3. Wappen, Anholt (Isselburg) 1832/35: Beigeordneter de Haas.

Landgemeinden

1. Wappen, Werth (Isselburg) 1832/35: Beigeordneter Sterneberg.

2. Wappen, Bocholt (Kreis Borken) 1832/35: Bürgermeister Verwalter Brinksmeyer.

3. Wappen, Rhede_(Kreis_Borken) 1832/35: Bürgermeister Winkler.

4. Wappen, Heiden (Kreis Borken) 1832/35: Bürgermeister Steinmann.

5. Wappen, Borken (Kreis Borken) 1832/35: Beigeordneter Thier zu Raesfeld.

6. Wappen, Ramsdorf (Velen) 1832/35: Kaufmann Pöpping zu Gemen.

Ehemalige Amtsverwaltungen


Ehemaliges Amt im Kreis Ahaus (Regierungsbezirk Münster)

Amt Ammeloe | Amt Gronau | Amt Epe | Amt Legden | Amt Nienborg | Amt Ottenstein | Amt Schöppingen | Amt Stadtlohn | Amt Vreden | Amt Wessum | Amt Wüllen |


Ehemaliges Amt im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster)

Amt Anholt | Amt Bocholt | Amt Borken | Amt Dingden | Amt Gemen | Amt Gescher | Amt Heiden | Amt Liedern | Amt Marbeck | Amt Raesfeld | Amt Ramsdorf | Amt Reken | Amt Rhede | Amt Velen | Amt Werth | Amt Weseke |

Zusammenlegungen: Amt Gemen-Weseke | Amt Heiden-Reken | Amt Liedern-Werth (Kreis Borken) | Amt Marbeck-Raesfeld | Amt Velen-Ramsdorf |


Steuerwesen

Grundlagen

Am 27.ten und 29ten July 1809 hieß es für das heutige Kreisgebiet: Das Landes = Wohl, und die Ordnung jeder regelmäßigen Staatsverfassung erfordern, daß zur Bestreitung öffentlicher Lasten eine allgemeine durchgreifende, auf billigen Grundsätzen gestützte, und die gemeinschaftliche Bürde möglichst gleich vertheilende Besteuerungs = Art eingeführt werde....Grundlage war ein Erlaß über das Steuerwesen_Salm-Salm-Kyrburg.

Kirchliche Einteilung

Sprache

  • Von der Mundart her deckt der Kreis Borken so ziemlich das Gebiet des westmünsterländischen Sanddialektes ab. Die sprachlich unscharfe und unbedeutende Südgrenze bildet die Lippe zum Vest Recklinghausen (auch ähnliche Familiennamenbildung) und die sprachlich scharfe Ostgrenze bildet ein früher sehr dünn besiedelter Moor-Heide Gürtel, wecher sich nördlich von Haltern Lavesum über Merfeld, Klye, Legden, Düstermühle, Heek auf Gronau zu erstreckt. Dazu entwickelte ich im Westmünsterland der Merkspruch:
    • "Up`n Sand scheet`t se met de Koggel nao den Voggel, dat de Stange bewwet, un up`n Klei scheit se met de Kuoggel noe den Vuoggel, da de Stange biewwet"
      • Kremer, Ludger: Mundart im Westmünsterland. 1983, Hrsg. Kreis Borken

Geschichte

Forschung: Geschichte und Genealogie

Landeskundliches Institut Westmünsterland, Gasthausstraße 15 (im Gebäude Hamalandmuseum), 48691 Vreden

Tel.: 02564/391820, Fax: 02564/391829, e-mail: westmuensterland-institut@t-online.de

Öffnungszeiten der Bibliothek: Mo. - Do. 9.00 - 16.00 Uhr, Fr. 9.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung. Leiter des Instituts: Dr. Timothy Sodmann

Kreis Borken/Landeskundliches Institut

Kreis Borken/Veröffentlichungen des Landeskundlichen Instituts

Genealogische und historische Gesellschaften

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

Weitere Bibliografie

  • Luger Kremer: Mundart im Westmünsterland. 1983, Hrsg. Kreis Borken

Periodika

Beiträge zur Heimatkunde des Kreises Borken.

Periodische erschienene und erscheinende Veröffentlichungen zu den Themen Heimat- und Familienkunde, welche das Westmünsterland den Altkreis Ahaus und den Kreis Borken tangieren:

Archive und Bibliotheken

Heimat- und Volkskunde

Die Geschäftsstelle der Heimatpflege in der Verwaltung des Kreises Borken unterstützt das Heimatpflegegremium des Kreises Borken, die Arbeitsgemeinschaften der Heimatpflege und ist Ansprechpartner der Heimatvereine im Kreis. Sie gibt in Zusammenarbeit mit der Redaktion den Heimatbrief heraus und organisiert den Kreisheimattag, den grenzüberschreitenden Heimattag oder andere Aktionen/Events der Heimatpflege.

Kreishaus in Borken, Etage 3D, Burloer Str. 93, 46325 Borken, per Post: Kreis Borken, Fachbereich Schule, Kultur, Sport, 46322 Borken

Öffnungszeiten: montags bis mittwochs: 8.00 - 12.30 Uhr, 14.30 - 16.00 Uhr, donnerstags: 8.00 - 18.00 Uhr, freitags: 8.00 - 12.30 Uhr

Arbeiskreis Genealogie

Der Arbeitskreis Genealogie stellt auf einer Homepage ein Informationsangebot zu verschiedenen Fragen der Genealogie und Familienforschung im Kreis Borken zur Verfügung.

Ziel ist es, eine Vielzahl von Informationen aus dem Kreis Borken zu geben, die bei der Forschung behilflich sein können.

Internetseite: http://www.genealogie-kreis-borken.de


Internetlinks

Offizielle Internetseiten

http://www.kreis-borken.de

Genealogische Internetseiten

Historische Internetseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.



Informationen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

Kreis Borken/Genealogisches Ortsverzeichnis

Wappen_NRW_Kreis_Borken.png Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster)

Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden |

Bis 1975: Dingden |

Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Münster (Bundesland Nordrhein-Westfalen)
Kreise: Borken | Coesfeld | Recklinghausen | Steinfurt | Warendorf
Kreisfreie Städte: Bottrop | Gelsenkirchen | Münster
bis 1975 außerdem die Kreise: Ahaus | Beckum | Lüdinghausen | Münster | Tecklenburg


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung adm_135554
Name
  • Borken (deu)
Typ
Einwohner
externe Kennung
  • NUTS2003:DEA34
  • NUTS1999:DEA34
Karte

Ist kein roter Punkt eingezeichnet, so ist für den Ort noch keine geographische Position eingetragen.

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Münster ( Regierungsbezirk )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Heiden Gemeinde HEIDENJO31LU
Legden Gemeinde LEGDENJO32NA
Morsse Ort MORSSE_W4290
Vreden Stadt VREDENJO32JA (1975 -)
Wielshook Ort WIEOOK_W4291
Willinghook Ort WILOOK_W4291
Krummen Strang Ort KRUANG_W4291
Schöppingen Gemeinde SCHGENJO32OC (1975 -)
Gronau (Westf.) Stadt GRONAUJO32ME (1975 -)
Nagsack Ort NAGACK_W4291
Up De Weiden Ort UPDDEN_W4291
Knüwerdarp Ort KNUARP_W4285
Südlohn Gemeinde SUDOHNJO31KW
Tungerloh-Capellen Ort TUNLEN_W4423
Stadtlohn Stadt STAOHNJO32LA (1975 -)
Sunderhook Ort SUNOOK_W4436
Buschershook Ort BUSOOK_W4291
Heek Gemeinde HEEEEKJO32NC
Büinkheide Ort BUIIDE_W4291
Ahaus Stadt AHAAUSJO32MC (1975 -)
Raesfeld Gemeinde RAEELDJO31KS
Hölle Ort HOLLLE_W4291
Reken Gemeinde REKKE1JO31MT
Rhede Stadt RHEEDEJO31IU
Velen Gemeinde VELLENJO31LV
Hengeler-Wendfeld Ort HENELD_W4424
Ammeln-Kapelle Ort AMMLLE_W4422
Kastell Ort KASELL_W4291
Kortenhornshook Ort KOROOK_W4290
Tangerdingerhook Ort TANOOK_W4290
Früchte Ort FRUHTE_W4421
BDF-Verwaltung, Siedlung der BDF-Verwaltung Ort BDFUNG_W4291
Weiherhook Ort WEIOOK_W4291
Storkerhook Ort STOOOK_W4436
Besslinghook Ort BESOOK_W4421
Gescher Stadt GESHERJO31MW
Zitadelle Ort ZITLLE_W4291
Bocholt Stadt BOCOLTJO31HU
Isselburg Stadt ISSURGJO31FU
Brömmlinghook Ort BROOOK_W4291
Ünderhook Ort UNDOOK_W4290
Ünderhook Ort UNDOOK_W4291
Krosewick Ort KROICK_W4426
Estern-Büren Ort ESTREN_W4424
Borken Stadt BORKENJO31KU
Breels Ort BREELS_W4294
Persönliche Werkzeuge