Ahaus
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Hierarchie Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Borken > Ahaus
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[bearbeiten] Einleitung
[bearbeiten] Name
Ahus 1139, Ahusen 1217, Aahus 1279.
[bearbeiten] Lage, Landschaft
[bearbeiten] Ursprung
[bearbeiten] Stadtgründung
[bearbeiten] Stadtrechte
Der bei der Burg entstandene Ort hat wohl schon unter Johann III. von Ahaus um 1300 Stadtrechte erhalten. Die Einwohner von Ammeln erhieten als Pfahlbürger das halbe Bürgerrecht. Nach Erweiterungen im 15. und 16. Jh. behielt die Stadt ihren Umfang bis ins 19. Jh.
[bearbeiten] Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch
- Ahaus (Privilegienbestätigung 1389), Bürgerbuch, betitelt:
Burgerboick. Anno domini millesimo quadringentesimo und vortan van
jähren tho jähren sinth dith deghenne, de borgers sinth und
borgerschen unser stadt und unses wigboldes thon Ahues. 76 Bll.,
Bl. 1-31 Pergament (Stadtarchiv Ahaus). Bürgeraufnahmen 1514-1811;
vorangestellt ist ein Bürgerverzeichnis, das jedoch nicht, wie in
der Titelbezeichnung des Originals angegeben, auf 1400 zu datieren
ist, sondern auf 1500 (vgl. A. Vagedes, Bürger und Bürgerrecht in
Ahaus. Phil. Diss. Münster 1910, S. 4-9). Dem Bürgerverzeichnis des
Jahres 1500 folgen: Bürgeraufnahmen der zu Ahaus Wohnhaften;
1514-1719 (Bll. 1-31), 1719-1774 (Bll. 35-56), 1775-1811 (Bll.
61-73): „Diejenigen, so im Kerspele Wullen wohnhaftich und binnen Ahuss borger
und borgerschen geworden sinth" 1542-1632 (Bll. 32-34);
„Diejenigen, so im Kerspel
Wessem wohnhaftich und binnen Ahuss borger und borgerschen
ge¬worden sinth" 1542-1624 (Bll. 57-60). Stadtbuch, Original und
Abschrift des 18. Jhs. (Stadtarchiv Ahaus), fol. 25: Von der
Bürgerschaft, fol. 28: Eid der Bürger.
- Literatur: A. Vagedes, Bürger und Bürgerrecht in Ahaus. Phil. Diss. Münster 1910. Abgesehen von zahlreichen Einzelerwähnungen aus den Bürgeraufnahmen des 16. bis 19. Jhs. bringt die Arbeit keine Bürgerbuchauszüge, sondern eine historisch-statistische Auswertung des Bürgerbuchinhalts.
[bearbeiten] Geschichte
[bearbeiten] Stadt als Siedlung
[bearbeiten] Brände
Am 13. 10. 1863 vernichtete ein Brand fast die ganze Stadt, die darauf nach neuesten städtebaulichen Erkenntnissen wieder aufgebaut wurde.
[bearbeiten] 2. Weltkrieg
Die Bombenangriffe im März 1945 forderten 272 Menschenleben und zerstörten die Stadt zu etwa 40%. Nach dem Wiederaufbau betrieb die Stadt eine aktive Grundstückspolitik, gekennzeichnet durch den Tausch landwirtschaftlich genutzter Flächen in der Nähe der Stadt gegen anderweitig erworbene, die es ihr ermöglichte, das für den Wohnungsbau und das Industrie- und Gewerbegebiet notwendige Gelände zu erschließen.
[bearbeiten] Gebäude
[bearbeiten] Herrschaft Ahaus
Mit der Burg und Herrschaft Ahaus belehnte der Kaiser wohl Anfang des 12. Jh. Bernhard von Diepenheim (Overijssel); Lifhard, sein Sohn, nannte sich 1139 erstmals nach Ahaus.
[bearbeiten] Bevölkerung
- Quellen
- Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Ahaus,
Pfarrkirche ad B. Mariam V. s.t. Assumpt. Pfarre, darin:
- Status animarum 1749 - Hs. 149 f. 668
- Bistumsarchiv Münster, Generalvikariat, Bestand Ahaus,
Pfarrkirche ad B. Mariam V. s.t. Assumpt. Pfarre, darin:
- Quelleneditionen und Bearbeitungen
- Status animarum 1749, Alfons Nubbenholt, Heinrichstraße 26, 48683 Ahaus
[bearbeiten] Genealogische Quellen
Evangelische Kirche Ahaus:
Taufregister 1847-1875, Batchnummer C995191
Heiratsregister 1847-1880, Batchnummer M995191
Katholische Kirche Ahaus:
Heiratsregister 1867-1875, Batchnummer M995203
Zivilstandregister Ahaus:
Geburtsregister 1812, Batchnummer C995211
Heiratsregister 1812, Batchnummer M995211
[bearbeiten] Herkunft
[bearbeiten] Einwohner
Einw 1981: 28161
[bearbeiten] Allgemeine Information
[bearbeiten] Politische Einteilung
[bearbeiten] Kriege / Katastrophen
Von 1633 bis 1649 war die Stadt von den Hessen besetzt. Im Siebenjährigen Krieg ließen die Preußen 1762 die Befestigungen schleifen.
[bearbeiten] Rathaus
Das 1955 wiederaufgebaute Rathaus wurde 1980 erheblich erweitert.
[bearbeiten] Eingemeindungen
Nach Auflösung des Amtes Wüllen kamen zum 1. 7. 1969 die Gemeinden Wüllen und Ammeln zur Stadt Ahaus, und mit Wirkung zum 1.1. 1975 erfolgte unter Auflösung des Amtes Wessum der Zusammenschluß mit den Gemeinden Ottenstein und Wessum auf freiwilliger Grundlage sowie mit Alstätte.
[bearbeiten] Ortsteile
[bearbeiten] Gerichtsbezirk
1840 war der Land- und Stadtgerichtsbezirk Ahaus zuständig für die Orte:
Ahaus, Alstätte (Ahaus), Asbeck (Legden), Heek, Holtwick (Coesfeld), Legden, Nienborg, Ottenstein (Ahaus) und Wessum (Ahaus),
[bearbeiten] Verwaltungssitz
- 1406 bis 1803 Sitz des Amtsdrosten des neu gegründeten Amtes Ahaus, welches bis an die Lippe reichte.
- Burg und das 1689 -1695 neuerbaute Schloß war zeitweilige Residenz und Jagdsitz der Bischöfe von Münster.
- Residenz des Fürsten zu Salm-Kyrburg als Mitinhaber des von 1803 bis 1810 bestehenden Fürstentums Salm. Das Schloß wurde 1829 an H. Oldenkott verkauft, der in Ahaus eine Tabakfabrik einrichtete.
- Ahaus wurde bei Errichtung des Kreises Ahaus Verwaltungssitz des Kreises.
[bearbeiten] Fiskus
Sitz des Finanzamts
[bearbeiten] Geldwesen
1856 wurde hier die 1. Kreissparkasse des Regierungsbezirks Münster gegründet.
[bearbeiten] Maße und Gewichte
[bearbeiten] Ahauser Maß
- 1840 Geltungsgebiet: Stadt und Landgemeinde Ahaus.
- Benennung: Stadt Ahauser Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel
gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher.
- Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an zwei wohlerhaltenen,
1807 geeichten Exemplaren, das vorzüglichere im Besitz von Addrand
von der Becke zu Ahaus Untersuchungsart: Streichmaß
- Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1.470,942 oder abgerundet 1471 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 26,32 Liter.
- Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an zwei wohlerhaltenen,
1807 geeichten Exemplaren, das vorzüglichere im Besitz von Addrand
von der Becke zu Ahaus Untersuchungsart: Streichmaß
- Siehe auch: Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten
- Benennung: Stadt Ahauser Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel
gleich 4 Spind, 1 Spind gleich 3 Becher.
[bearbeiten] Gesundheit
und 1858 ein Krankenhaus eröffnet.
[bearbeiten] Verkehr
1875 erfolgte der Anschluß an die Bahnlinie Dortmund-Enschede.
[bearbeiten] Industriealisierung
Neben der bestehen¬den Holzschuhfabrik, in der seit 1899 etwa 300 Ar¬beiter täglich 1000 Paar Galoschen (Lederschuhe mit Holzsohlen) herstellten, wurde 1881 eine Zündholzfabrik und 1883 eine Jutespinnerei, die vor dem 2. Welt¬krieg 1100 Arbeiter beschäftigte, gegründet.
[bearbeiten] Statusänderung
1975 verlor Ahaus die seit 1816 bestehende Funktion als Kreisstadt und gehört von da an zum Kreis Borken. Durch die kommunalen Neugliederungen wuchs die Stadt von 600 ha mit etwa 11.000 Einw (1968) auf 15 000 ha mit etwa 28.000 Einw (1975) zur zweitgrößten Flächengemeinde des Kreises Borken.
[bearbeiten] Niederlande
Die seit 1975 mit der niederländischen Gemeinde Haaksbergen gepflegten Beziehungen führten 1980 zu einer offiziellen Partnerschaft.
[bearbeiten] Kirchliche Einteilung
Nach Börsting war kirchlicher Mittelpunkt in Ahaus die Burgkapelle, eine Eigenkirche der etwa im 9. Jahrhundert errichteten Burganlage. Eine später erbaute Kirche erhielt zwischen 1313 bis 1346 Pfarrechte und die Mutterpfarre Wüllen trat ihr die Bauerschaft Weihkessel ab. Um 1600 kam zum Pfarrgebiet auch noch die Bauerschaft Ammeln dazu.
[bearbeiten] Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1865 erbaut und 1896 erweitert, allerdings entstammt der Tum dem 15. Jahrhundert an.
[bearbeiten] Annakapelle Ammeln
Die Annakapelle in Ammeln wurde Mitte des 18. Jhdts. errichtet und um 1900 neu gebaut.
[bearbeiten] Reformation
Von der Mitte des 16. Jh. bis zur Aufnahme von Truppen der Liga 1623 waren die Einwohner der Stadt Ahaus z. T. Anhänger der Reformation.
[bearbeiten] Kunsthistorische Sehenswürdigkeiten
[bearbeiten] Historische Persönlichkeiten
[bearbeiten] Genealogische und historische Gesellschaften
[bearbeiten] Genealogische und historische Quellen
[bearbeiten] Kirchenbücher
[bearbeiten] Schatzungslisten / Steuerlisten
Reichs- und Landesschatzungen
Quellen der Heimat- und Familienforschung: Willkommschatzung bei Einführung eines neuen Bischofs, Türkensteuer, Hausschatzungsregister teilweise mit Berufen, Namen der Hausgenossen, Zustand der Stätten .........
- Steuerlisten im Fürstbistum Münster
- Steuerlisten im Fürstbistum Münster/Gesamtes Oberstift
- Steuerlisten im Fürstbistum Münster/Amt Ahaus (historisch) und Amt auf dem Braem insgesamt
[bearbeiten] Andere genealogische Quellen
[bearbeiten] Archive und Bibliotheken
[bearbeiten] Archive
Stadtarchiv Ahaus
Generalvikariat im BAM
- Das Pfarrarchiv .
Lokales Pfarrarchiv:
- Das Pfarrarchiv der Kirche liegt .
Die Kirchenbücher von ).
Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe in Detmold:
[bearbeiten] Internetlinks
[bearbeiten] Offizielle Internetseiten
[bearbeiten] Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
[bearbeiten] Bibliografie
- Bau und Kunstdenkmäler Westfalens, Kreis Ahaus.
- Vagedes, A.: Bürger und Bürgerrecht in Ahaus, Diss. 1911
[bearbeiten] Periodika
- Wüllener Heimatblätter (26/2007. Hrsg.: Heimatverein Wüllen e.V., Brigitte Winkelhaus, Sabstätte 10, 48683 Ahaus-Wüllen.
[bearbeiten] Informationen aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
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| Zugehörigkeit | ![]() |
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| Übergeordnete Objekte |
Borken (1975 -) (Landkreis) Ahaus (- 1975) (Landkreis) |
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| Untergeordnete Objekte |
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| Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) | |
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