Münster (Westfalen)

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Disambiguation notice Münster ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Münster.

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Münster (Westfalen)


Lokalisierung der Stadt Münster in Nordrhein-Westfalen
Stadtplan von Münster 1648


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Früherwähnung in Urkunden

  • Mimigernaford (819), Mimigernefor(d) (um 840, zuletzt 1090), Mimigardeford (834, zuletzt 1202), Monasterium (1076), Monestere (1106), Munstre (1173), Munstere (1195), Münster (1206). [1]

Landschaftslage

Münster liegt an der Münsterschen Aa, 14 km südlich ihrer Mündung in die Ems, in der Münsterschen Tieflandsbucht, umgeben von Streusiedlungen und Einzelhöfen übersäten Landschaft. Höhe 50-75 m ü.M., Innenstadt etwa 60 m. [2]

Ortsursprung

Münsters Kern, die Furt über die Aa, in historisch unbestimmbarer Zeit besiedelt und zum Hauptort des Dreingaus entwickelt. Nachweisbar einige größere Höfe (Brockhof, Jüdefelderhof). Auf dem „Horteherg" östl. der Aafurt germanisches Heiligtum. Nach 780 Errichtung einer Kirche mit Gemeinschaftshaus und Wirtschaftshof (monasterium) umwehrt mit Erdwall, Palisadenzaun (davon „horte“ = Flechtwerk), Wassergraben und Toren (280 x 240 m) durch Abtmissionar Bernrad und seinen Nachfolger, den, friesischem Adelsgeschleehte entstammenden Missionar Liudger, seit 804 Bischof der karolingischen Diözese über Münsterland und 5 friesische Gaue, um 840 als „honestum monasterium" bezeichnet.

Um 980 starker Ausbau dieser Bischofsburg unter Veränderung der Rechteckform in unregelmäßige Kreisform. Südgrenze 50 m nördl. der Rothenburg durch Grabungen festgestellt. Inzwischen und später wesentliche Erweiterung der Siedlung außerhalb der Bischofsburg. Das wirtschaftliche und bauliche Schwergewicht dieser Siedlung blieb 1000 Jahre auf dem höheren und deshalb dichter und stärker besiedelten rechten Ufer, wo bedeutende Teile im Halbkreis um die Burg herum mit gemeindlichen Rechten auch festungsmäßigen Schutz besaßen.[3]

Stadtgründung

  • Marktrecht; Befestigungsrecht für die große Neubefestigung der Volkssiedlung kurz nach 1150; Ausscheiden der Bürgerstadt aus dem Landrecht. Zum Unterschied von der bürgerlichen Siedlung die Klerikerburg noch 1169 und 1314 als „interior urbs" bezeichnet (später zumeist Immunität, Freiheit, Domhof, seit 1860 Domplatz). Münsterschen Stadtrecht von vor 1214 überliefert. 1802-35 Beseitigung der freien Ratswahl durch Preußen, das 1836 die neue Städteordnung einführte.
  • Der im 18. Jh. übliche Titel „Haupt- und Residenzstadt" 1803 durch Preußen geändert in „Haupt- und Immediatstadt" bis zur Erhebung zur „Provinzialhauptstadt" (1816).
  • Gerichtsstätten bis um 1535
    • für die obere größere Stadt unter dem Bogen des Rathauses,
    • für Überwasser neben dem Liebfrauenfriedhof ; später gemeinsam unterm Rathausbogen, seit 1615 daneben vor dem Stadtweinhause („Sentenzbogen").
  • Städtische Marktgerichtsbarkeit („Sendschwert").
  • Öffentliche Schau leichter Strafen:
    • Strafesel (nicht ehrenrührig), Pranger („Kaak" genannt), Rollhäuschen, Schandsteine; über den Stadtgräben die Wippe hauptsächlich für Felddiebstähle.
    • Zur Einsperrung von Bettlern und mutwilligen Jugendlichen „Dornkästen" („Thorenkästen") an den Kirchhöfen.
    • Für Überwasser der Schandpfahl neben der Kirche.
  • Bürger grundsätzlich auf der Tuckesburg hingerichtet, bei ehrlosen Verbrechen zur Verschärfung der Strafe am Kalkofen, dem Richtplatz für nichtbürgerliche Verbrecher, jedoch in besonders schweren Fällen zur weiteren Diffamierung auf der Galgheide, dem Richtplatz für das "landlaufende Gesindel", wo geköpft, gehängt, gerädert, gevierteilt oder verbrannt wurde. [4]

Stadtsiedlung

  • 1534. Febr.. Jan Mathijs kommt nach Münster und setzt sich an die Spitze der Täuferbewegung. Die Täufer zerstören in den nächsten Wochen und Monaten Bilder und Skulpturen in Kirchen und Klöstern, vernichten das Ratsarchiv und schaffen die Geldwirtschaft ab. Ihr Vorbild ist die Jerusalemer Urgemeinde.
  • 1535. 24. Juni. Die Belagerer Münsters ziehen in die Stadt ein.
  • 1535. 25. Juni. Ende des Täuferreiches. Rund 650 Verteidiger wuden getötet, die Frauen vertieben.
  • 1536. Januar. Auf einem Schaugerüst auf dem Prinzipalmarkt werden die verhafteten Führer der Täuferbewegung hingerichtet. Inen wurde "alles Fleisch mit glühenden Zangen von den Knochen abgerissen und dann Gurgel und Herz mit glühenden Eisen durchstoßen". Die Leichen werden in eisernen Körben am Turm der Lambertikirche aufgehängt.


Verwaltung

Lagerbuch Amt Wolbeck (historisch), Stadt Münster 1769

Lagerbuch des Fürstbistums Münster 1769, Hausstatistik in den Leyschaften nach Hofgrößen, Pferdezahlen in der Stadt Münster

  • Anmerkung zur Tabelle:
    • 1) = Freye Häuser
    • 2) = Schatzbare Häuser
    • 3) = Summe der Häuser
    • 4) = Darinnen befinden sich
    • 5) = Einfache Schatzung

Recapitulation der Stadt Münster, Amt Wolbeck

Notandum: Bey der Reduction (zu Vergleichszwecken) der Häuser in der Stadt Münster sind die schatzbaren und Bürgerhäuser von der ersten Klasse gleich den Vollerben, die von der zweyten Klasse gleich den halben Erben, die von der dritten Klasse gleich den ¼ Erben, und die von der vierten Klasse gleich den Köttern, die freyen Häuser hingegen gleich den Vollerben gerechnet.

Städte
Kirchspiele
Bauerschaften
u.freye Häuser
1)
Klöster
u. Adelige
1)
geistl.,
priv.
2)
Vollerben
2)
½ Erben
2)
¼ Erben
2)
Kötter
2)
Brinksitzer
3)
Effectiv
3)
reduc. in
Vollerben
4)
Vorspann-
pferde,
Stück
4)
Stallung
f. Pferde
Stück
5)
Rtlr
5)
fl.
5)
Pf.
1. Summe Leyschaft
Auf der
Thumfreyheit
26 28 . . . . . 64 64 10 150 . . .
2. Summa Aegidii
Leyschaft
16 16 170 3 96 124 . 425 243 18 782 . . .
3. Summa Joddefelder
Leyschaft
7 3 42 . 73 115 . 240 84 5/8 5 210 . . .
4. Summa St. Lamberty
Leyschaft
8 10 121 1 60 206 . 406 180 ¼ 5 504 . . .
5. Summa Lieben
Frauen
Leyschaft
11 40 78 19 66 178 . 392 177 ¼ 2 416 . . .
6. Summa Ludgeri
Leyschaft
14 15 132 3 122 74 . 360 202 ¼ 3 618 . . .
7. Summa Martini
Leyschaft
8 19 157 2 46 110 . 342 210 ¼ . 680 . . .
Recapitulation
der
Münsterschen
Leyschaften
Summa
Summarum
89 141 700 28 463 807 . 2.228 1.160 5/8 43 3.390 349 14 .

Bei der Schatzung 1769 zählt 1 Reichstaler 28 Schillinge und 1 Schilling 12 Pfennig.

Wappen

Bild:Wappen_NRW_Kreisfreie_Stadt_Münster.png

Allgemeine Information

Politische Einteilung


Wappen_NRW_Kreisfreie_Stadt_Münster.png Die Ortsteile der kreisfreien Stadt Münster (Westfalen)

Albachten | Amelsbüren | Angelmodde | Berg Fidel | Coerde | Gelmer | Gievenbeck | Gremmendorf | Häger | Handorf | Hiltrup | Kinderhaus | Mecklenbeck | Nienberge | Roxel | Sprakel | Wolbeck


Maße und Gewichte

Stadt Münstersches Maß

  1. des Scheffels, des Spinds, des Bechers, des halben Bechers, der Kanne
  2. und einem im Provinzialarchiv aufbewahrten kupfernen Domkapitularischen Multermaß. Messungsart: Streichmaß.
  • Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1.392,92 oder abgerundet 1.333 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 23,85 Liter.
    • Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 75,868 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht die Kanne als Flüssigkeitsmaß heute 1,357 Liter.
    • Siehe auch: Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten

Postwesen in Münster

Bis in das späte Mittelalter hinein übermittelten Boten Briefe direkt zum jeweiligen Empfänger. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts wurde in Münster eine ständige Postverbindung eingerichtet. Zur Vorbereitung der Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück wurde 1643 ein Posthaus der Thurn und Taxischen Reichspost in Münster eröffnet. 1669 wurde außerdem die fürstbischöfliche Landespost als Wagenpost für Pakete eingerichtet, so dass drei verschiedene Posten gleichzeitig in Münster abgingen.

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Katholische Kirchengemeiden

St. Lamberti
St. Paulus-Dom

Stifter, Klöster, Orden

  1. Deutsch Orden: St. Georg binnen Münster
    1. Kommandeur
      • S.T. der Hochwohlgebohrner Herr von Mengersen, des hohen Deutsch Ordens Ritter Land-Commendeur der Balley Westphalen, Commendeur zu Mülheim (Ruhr) , Münster (Westfalen), Osnabrück und Duisburg (1776)
    2. Pastor daselbst
      • Herr Franz Joseph Cochois (1776)
    3. Verwalter
      • Herr Franz Adam Aulike (1776)
    4. Archiv
      • Staatsarchiv Münster, Stifter und Klöster, Bestand Mühlheim (Warstein), Deutschordenskommende, 1657 mit der Georgskommende in Münster uniert, 1809 aufgehoben. Übersicht: 270 Urkunden (1266-1681), 25 Kartons Akten, Findbuch A 334 I und II.
      • Staatsarchiv Münster, Stifter und Klöster, Bestand Münster Georgskommende, eine Deutschordenskommende, 1657 mit der Georgskommende in Münster uniert, 1809 aufgehoben. Übersicht: 256 Urkunden (1245-1789), 49 Kartons Akten, Findbuch A 147.
      • Staatsarchiv Münster, Bestand Deutschmeister zu Mergentheim - Ballei Westfalen, 1809 aufgehoben. Übersicht: 33 Kartons, darin Kommenden zu Müster, Brackel, Mahlenburg, Mühlheim (Warstein), Welheim und Ootmarsum. Findbuch A 35
  2. Johanniterorden: St. Johann Ordensritter binnen Münster
    1. Kommandeur
      • Der Hochwohlgebohrner Herr Ludwig Carl von Schauwenburg, St. Johannis Ordens Ritter, Großprior von Dacien, Commendeur zu Münster und Steinfurt, auch Hochfürstl. Nünsterischer geheimer Rath (1776)
    2. Archiv
      • Staatsarchiv Münster, Altes Reich , Bestand Johanniter-Großprioriat Heitersheim und Johanniter-Kommenden, Ostfriesland, Münster-Steinfurt, 1810 aufgehoben, Kommende Hassel (Gelsenkirchen-Buer), 1802 aufgehoben, Kommende Borken (Kreis Borken), 1806 aufgehoben, darin u.a. Lagerbücher 1655-1793. Übersicht: 36 Urkunden (1451-1687), 12 Kartons Akten, Findbuch / Kartei A 34 I und II.
  3. Klarissenkloster Münster
    1. Archiv
      • Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (bis 2008 Staatsarchiv Münster), Klarissenkloster Münster – Urkunden und Akten (Findbuch A 159 Kl) [1]

Evangelische Kirchengemeinden

Reformation in Münster

1612 wurde mit Ferdinand, Herzog von Bayern, ein radikaler Vertreter des Katholizismus Bischof in Münster Er betrieb mit allem Nachdruck die Gegenreformation in seinem Lande. In drohenden Verfügungen ordnete er an, das alle Nicht-Katholiken ausgewiesen werden sollten. Die Pfarrer mußten jährlich Listen darüber einsenden, wer bereits wieder katholisch geworden war. Nach einer Verordnung Ferdinands sollte es nur noch katholische Beamte geben. Wer nicht katholisch werden wollte, wurde seines Amtes enthoben.

Das hatte auch Auswirkungen im damals reformatorisch geprägten Münster. Es kam zu Auswanderungen aus Kreisen der Bürgerschaft, Ziel waren ausländische hanseatische Niederlassungen. Der Bischof schickte seinen Generalvikar Johannes Hartmann ins Emsland, der die Rekatholisierung geschickt vorantrieb. Es wurden katholische Schulen eingerichtet. Die meisten evangelischen Geistlichen mußten auswandern oder wurden enteignet und vertrieben. Einige traten zum Katholizismus über, so auch in Münster.

Geschichte

  • 1264.30. Sept. Nach mehr als 40-jähriger Bauzeit weiht Bischof Gerhard von der Mark den in gotischen Stil errichteten dritten St.-Paulus-Dom in Münster (Die freie Enzyklopädie).
  • 1866.21. Okt. Der letzte der Verträge zwischen Preußen und 22 Staaten oder Freien Städten nördlich der Mainlinie über die Gründung des Deutschen Bundes wird unterzeichnet. Münster im Königreich Preußen ist nun eine Stadt im Norddeutschen Bund.
  • 1871.18. Jan.. König Wilhelm von Preußen wird im Spiegelsaal zu Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert; 65 Jahre nach der Zerschlagung des alten Reiches wird das II. Deutschen Kaiserreich gegründet. Insgesamt gehen vier Königreiche, sechs Großherzogtümer, fünf Herzogtümer, sieben Fürstentümer, drei freie und Hansestädte sowie das Reichsland Elsaß-Lothringen in das Reich ein. Münster ist nun eine Stadt im Deutschen Reich.
  • 1915.20. Dez.. In Münster wird der Westfälische Heimatbund gegründet; Geschäftsführer: Karl Wagenfeld.
  • 1924. Juli. In Münster wird die "Westdeutsche Funkstunde" gegründet und beginnt mit Versuchssendungen.
  • 1924.10. Okt. offizielle Eröffnung der "Westdeutschen Funkstunde".
  • 1933.16.-17. Sept.. Westfalentag in Münster. Veranstaltung der Heimatverbände. Motto: "Heimat und Reich".
  • 1935.27. Okt.. Der Oberpräsident in Münster genehmigt das Wappen der Gemeinde Valbert (W. Hostert: in: Der Reidemeister, Nr. 76, v. 12. Aug. 1980).
  • 1940.15./16. Mai. Über Münster werden sechs Fliegerbomben abgeworfen.
  • 1943.11./12. Juni. Luftangriff auf die Wohnviertel von Münster
  • 1945.29. März. Britische Einheiten erobern in einem massiven Vorstoß Coesfeld und Stadtlohn und erreichen die Räume Münster und Paderborn.
  • 1945.30. März. Der britische Rundfunk berichtet von der Stadt Münster, die völlig eingeebnet worden sei, weil sie die Kapitulation verweigert habe (Jörg Friedrich: Der Brand, S. 160).
  • 1945. 3. Apr.. Münster wird von Briten besetzt.
  • 1945. 5. Juni. Die Regierungen Großbritanniens, der USA, der UdSSR und Frankreichs übernehmen die Regierungsgewalt in Deutschland; Aufteilung in Besatzungszonen; Münster ist nunmehr Stadt in der britischen Besatzungszone.
  • 1946.21. Juni. Die Briten (unter Premierminister Clement Attlee) beschließen d. Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
  • 1946.23. Aug. Die britische Militärregierung verfügt die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in ihrer Zone und setzt mit der Verordnung Nr. 46 die Errichtung der Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein in Kraft. Münster ist nunmehr eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, britische Besatzungszone.
  • 1949.23. Mai. Mit der Verkündigung des Grundgesetzes wird die Gründung der Bundesrepublik Deutschland vollzogen. Sie umfasst die us-amerikanische, die britische und die französische Besatzungszone. Münster ist nunmehr eine Stadt in der BRD, Bundesland Nordrhein-Westfalen, britische Besatzungszone.

Adelshäuser

Garnison

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische und historische Quellen

Quellenabschriften der Mormonen

Bürgerrechtsquelle-Bürgerbuch

  • Münster (erste Privilegerteilung unbekannt, Befestigung kurz nach 1150) Bürgeraufnahmen in der Stadt sind für die 2. Hälfte des 13. Jhs. bezeugt (vgl. Gottfried Schulte, Die Verfassungsgeschichte Münsters im Mittelalter. In: Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Münster, Bd. I, S. 62). Das Original des ältesten Bürgerbuches der Stadt Münster (1350-1532), zuletzt 1677 in einem Erbmännerprozeß erwähnt (vgl. Hövel, Das Bürgerbuch der Stadt Münster 1538-1660. Münster 1936, S. 2), ist verschollen; doch haben sich in dem von Statthalter und Räten des Stifts Münster gegen die münsterschen Erbmänner vor dem Reichskammergericht zu Speyer 1597 ff. geführten Prozeß (Staatsarchiv Münster, Reichskammergericht Nr. 1653) rund 650 wörtliche Auszüge unter genauer Angabe des Jahres und der Blattzahl des Bürgerbuch-Originals erhalten, die eine teilweise Rekonstruktion gestatten. Veröffentlichung von Staatsarchivrat Dr. Aders soll Pfingsten 1960 erschienen sein. Extractus ex libro civium civitatis Monasteriensis (Staatsarchiv Münster, Stadt Münster, Akten Nr. 362), Mitte des 14. bis Ende des 16. Jhs. — Bürgerlisten (Sammelband) 1538-1613 (Stadtarchiv Münster, A IV 1, la 3-6). — Bürgerbuch 1607-1633 (Stadtarchiv Münster A IV 2).
    • Veröffentlichung, unter Auswertung der beiden letztgenannten Quellen sowie der Ratsprotokolle 1564-1658 (lückenhaft) und der Kämmereirechnungen („Boringe van dem Borgergelt") 1601-1660 (lückenhaft): Ernst Hövel, Das Bürgerbuch der Stadt Münster 1538-1660. Münster 1936 (Bd. VIII der „Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Münster"). Ab 1660 geführte Bürgeraufnahmematrikeln sind verloren. Ratsprotokolle und Stadtrechnungen 1660-1815 verzeichnen keine Bürgeraufnahmen bzw. Bürgergeldzahlungen. Schatzungsregister liegen für die Zeit von 1640 bis 1804 fast vollständig vor.


Genealogische Quellen

Kirchenbücher

  • Evangelische Kirche, Militärgemeinde / Garnisongemeinde Münster:

Zivilstandsregister

Adressbücher

siehe auch:

Universitätsmatrikel u.ä.

Personenkartei

Im Stadtarchiv Münster existiert die Theißingsche Personenkartei mit ca. 40.000 Familien aus Münster.

Militär- und Kriegsquellen

Historische Quellen

Verschiedenes

Fußnoten

  1. Literatur: F. Cramer, Mimigernaforde — Mimigardeford, in: Westfäl. Z. des Ver. für Gesch. und Altertumskunde 71 (1913). H. Schneider, Ortsnamen der Prov. Westfalen bis 1300 (1936).
  2. Literatur: F. Becker, Die Städte der M.schen Bucht (Diss. 1924
  3. Literatur: J. Bauermann, Denkmalinventarisation und Stadtgesch., in: BII. für dt. Landesgesch., 83. Jg. (1936). H. Börsting und Al. Schröer, Handb. des Bt. M. (1946). Cl. Löffler, Der heilige Liudger, in: Westfäl. Lebensbilder, hg. von der Hist. Kommission des Provinzialinstituts für westfäl. Landes- und Volkskunde, I (1930). W. Stüver, Die Verehrung des heiligen Liudger, in: Westfalia Sacra I (1948).
  4. Literatur: E. Hövel, Die Galgheide, In: M.ischer Anz. (1930), Nr. 1262 /1264.

Bibliografie

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Periodika

  • Anzeige-Blatt, Münster, 1827 - 1828, Online
  • Allgemeines Anzeige-Blatt, Münster, 1828 - 1831, Online
  • Auf Roter Erde. Heimatblätter für Münster und das Münsterland. Beilage der Westfälischen Nachrichten, Soester Str. 13, 48155 Münster. 07/2007.
  • Bezirksregierung Münster: Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster, Münster, 1816 - 1900 Online
  • Münsterisches gemeinnützliches Wochenblatt, Münster, Aschendorff, 1785 - 1804 Online
  • Münsterisches Intelligenzblatt. Münster, Aschendorff, 1763 - 1849 Online


Bilder, alte Fotos

Karten

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Historische Webseiten

Heimatforschung in Westfalen

Weitere Internetseiten

 Commons-Kategorie: Münster (Westfalen) – Bilder, Videos und Audiodateien

Zufallsfunde

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung MUNTERJO31TX
Name
  • Münster (deu)
Typ
  • Stadt
Einwohner
Postleitzahl
  • W4400 (- 1993-06-30)
  • 48143 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • opengeodb:21196
  • NUTS2003:DEA33
  • geonames:2867543
  • NUTS1999:DEA33
  • wikidata:Q2742
Webseite
Amtlicher Gemeindeschlüssel
  • 05515000
Karte
   

TK25: 4011

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Münster ( Kreisfreie Stadt )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Herweg Ort HERWEGJO31UX
Homann Ort HOMANNJO31UX
Uppenberg Ort UPPERGJO31TX (1903 -)
Schmitz-Kühlken Ort SCHKENJO31TW
Münster Altstadt Ort ALTADTJO31TW
Ringemann Ort RINANNJO32UA
Notarp Ort NOTARPJO31UW
Sudmühle Ort SUDHLEJO31UX (1975 -)
Handorf Ort Ortsteil HANOR1JO31UX (1975 -)
Pieper Ort PIEPERJO32UA
Rusche Ort RUSCHEJO32UA
Möllers Ortsteil MOLERSJO32UA
Terner Ort TERNERJO31UX
St. Joseph (Münster/Westf.) Kirche STJSTFJO31TW
Thöben Ort THOBENJO31UW
Haus Dyckburg Ort HAUURGJO31UX (1975 -)
Hiltrup Ort Ortsteil HILRU1JO31TV (1975 -)
Mensing Ort MENINGJO31UX
Vornholt Ort VOROLTJO31UX
Gievenbeck Ort GIEECKJO31SX (1903 -)
Haus Kaldenhof Ort HAUHOFJO31UW (1903 -)
Holling Ort HOLINGJO31TX
Schlautmann Ort SCHANNJO31UW
Wemhoff Ort WEMOFFJO31UX
Wienburg Ort WIEURGJO31TX (1903 -)
Wietkamp Ort WIEAMPJO31UX
Kintrup, Große Kintrup Ort KINRUPJO31UX
Rohkamp Ort ROHAMPJO31TX
Vennschott Ort VENOTTJO31SU
Bussmann Ort BUSANNJO32UA
Högemann Ort HOGANNJO32UA
Dorfbauerschaft Nienberge Ort DORRGEJO32SA (1975 -)
Asselmann Ort ASSANNJO31TX
Uhlenbrock Ort UHLOCKJO32SA (1975 -)
Bleister Ort BLETERJO31UX
Wittkamp Ort WITAMPJO32UA
Dorbaum Ort DORAUMJO32UA (1975 -)
Sandrup Ort SANRUPJO32TA (1903 -)
Hovestadt Ort HOVADTJO31UX
Schulze Buschhoff Ort SCHOFFJO31UX
Haus Bröderich Ort HAUICHJO31TX
Westenberg Ort WESERGJO31UW
Sentrup Ort SENRUP_W4400 (1903 -)
Schröder Ort SCHDERJO31UW
Flugplatz, Gem Handorf Ort FLUATZ_W4401
Holtschulte Ort HOLLTEJO31UX
Holtkamp Ort HOLAMPJO31SU
Holtmann Ort HOLANNJO31UW
Konermann Ort KONANNJO31UW
Sprakel Ort SPRKELJO32TA (1903 -)
Schulze-Wilbrenning Ort SCHINGJO31SV
Ueberwasser Ort Ortsteil object_1141168 (1903 -)
Stapelskotten Ort STATENJO31UW (1903 -)
Haarmann Ort HAAANNJO31TX
Mecklenbeck Ort MECECKJO31SW (1903 -)
Forsthaus Wolbeck Ort FORECKJO31UV
Wattendrup Ort WATRUPJO32UA
Brinkmann Ort BRIANNJO31TX
Sudhoff Ort SUDOFF_W4401 (1975 -)
Große Holling, Holling Ort HOLINGJO31UX
Elberich Ort ELBICHJO31TW
Rottkotten Hinnemann Ort ROTANNJO32SB
Oberort Ort OBEORT_W4401 (1975 -)
Bach Ort BACACHJO31TV (1975 -)
Berl Ort BERER1_W4401
Laer Ort LAEAERJO31UW (1975 -)
Leve Ort LEVEVEJO32UA
West Ort WESESTJO31LF
Geist Ort Ortsteil GEIISTJO31TW (1903 -)
Hafen Ort HAFFENJO31TW
Korte Ortsteil KORRTEJO32UA
Häger Ort HAGGERJO32SA
Feldmann Ort FELANNJO31SV
Nante Ort NANNTEJO32UA
Roxel Ort Ortsteil ROXXE1JO31SW (1975 -)
Runde Ort RUNNDEJO31SV
Sebon Ort SEBBONJO31UW
Tacke Ort TACCKEJO31SU
Werse Ort WERRSEJO31UX (1975 -)
Gremmendorf Ort GREORFJO31UW
Taphorn Ort TAPORNJO32UA
Hülsmann Ort HULANNJO31SU
Hornheide Ort HORIDE_W4401
Haus Vehoff Wohnplatz HAUOFFJO31UW
Gunnemann Ort GUNANNJO31UW
Kasewinkel Ort KASKELJO31UW (1975 -)
Heilig Kreuz (Münster/Westf.) Kirche HEISTFJO31TX
Angelmodde Ort Ortsteil ANGDD1JO31UW (1975 -)
Wolbeck (Kirchspiel) Ortsteil WOLIE1JO31UW (1975 -)
Kampert Ort KAMERTJO31UW
St. Mauritz Ort Ortsteil STMITZJO31TW (1975 -)
Amelsbüren Ort Ortsteil AMLRENJO31TV (1975 -)
Berg Fidel Ort BERDELJO31TW
Rumphorst Ort RUMRSTJO31TX
Altenroxel Ort ALTXEL_W4401 (1975 -)
Haus Lütkenbeck Ort HAUECKJO31UW (1903 -)
Schulze-Leusing Ort SCHINGJO31UX
Spielbrink Ort SPIINKJO31UX
Mariendorf Ort MARORFJO31UX
Wolbeck (Wigbold) Ortsteil WOLOL1JO31UW (1975 -)
Lövelingloh Ort LOVLOH_W4401 (1975 -)
Kuhlmann Ort KUHANNJO31SV
Beckmann Ort BECANNJO31UW
Bessing Ort BESINGJO31SU
Niederort Ort NIEORT_W4401 (1975 -)
Gerdemann Ort GERANNJO32UA
Haus Kleve Ort HAUEVEJO31UW
Flugplatz, Gem Telgte Ort FLUAT1_W4401
Wilbrenning Ort WILINGJO31SV (1975 -)
Kinderhaus Ort KINAUSJO31TX
Haus Havichhorst Ort HAURSTJO32UA
Albachten Ort Ortsteil ALBTE1JO31SW (1975 -)
Gittrup Ort GITRUPJO32TA
Nienberge Ort Ortsteil NIERG1JO31SX (1975 -)
Nientiedt Ort NIEEDTJO31UX
Bruning Ort BRUINGJO31UX
Lehmkuhl Ort LEHUHLJO31UW
Geißmann Ort GEIANNJO31UW
Aaseestadt Ort AASADT_W4400
Kinnebrock Ort KINOCKJO31UW
Schulze Gassel Ort SCHSELJO31SX
Brockhausen Ort BROSENJO31UW
Averkamp Ort AVEAMPJO31UW
Bracht Ort BRACHTJO31UW
Coerde Ort COERDEJO31TX
Davert Ort DAVERT_W4401
Eggert Ort EGGERTJO32UA
Eilert Ort EILERTJO31UW
Gelmer Ort GELMERJO32UA (1975 -)



Kreise und kreisfreie Städte im Regierungsbezirk Münster (Bundesland Nordrhein-Westfalen)
Kreise: Borken | Coesfeld | Recklinghausen | Steinfurt | Warendorf
Kreisfreie Städte: Bottrop | Gelsenkirchen | Münster
bis 1975 außerdem die Kreise: Ahaus | Beckum | Lüdinghausen | Münster | Tecklenburg
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