Bocholt (Kreis Borken)

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Bocholt (Kreis Borken): historisch – familienkundliche Entwicklung im lokalen und regionalen Zusammenhang, Land und Leute, Siedlung, Sprache, Kirche, Bibliografie, Archive, Quellen, Hinweise...

Disambiguation notice Bocholt ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Bocholt.

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Wappen der Stadt Bocholt
Bocholt (preuß. Kartenaufnahme von 1842)
Bocholt: historisches Rathaus

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Bocholt:Stadtansicht aus Nordwest, Zeichnung Ramée 1792

Den fränkischen Reichsannalen zufolge hat Karl der Große 779 bei „buocholt" die Sachsen geschlagen. 1142 als "villa" mit einem bischöflichen Haupthof genannte und 1201 mit Weichbildrecht („wicbilethe"), d. h. mit einem Rechtsbezirk innerhalb sog. Friedpfähle begabte Ansiedlung ,,Epenebocholt" (= Bocholt am Wasser) bekam 1222 vom Münsteraner Bischof Dietrich III. von Isenburg vergleichsweise früh das Stadtrecht mit eigener Gerichtsbarkeit und Verwaltung, mit Markt- und Befestigungsrecht.

Der Name

Buocholt 779, villa Bokholte 1142, Bocholte 1197, Epenebocholte 1201, Epenbocholte 1242, opidium Bukholte 1257, Boicholte 1279.

Der Name lässt sich von Buchenholz, Buchengehölz (Buchenbaum im Wappen) herleiten, genauer von dem Buchengehölz an der Epe oder Ape, das ist am Wasser (Furt).

Lage

Bocholt lag an einer von 2 Hellwegen gekreuzten Furt der Bocholter Aa. Es erhielt im Landesentwicklungsplan 1979 die Aufgaben eines Mittelzentrums mit 100000-150000 Einwohnern im Mittelbereich zugewiesen und hat zentralörtliche Bedeutung für das Westmünsterland.

Ursprung

Es lassen sich Anzeichen früher Besiedlung schon aus vorgeschichtlicher Zeit nachweisen. 779 schlug Karl der Große die Sachsen bei „Buocholt“ in die Flucht.

Stadt als Siedlung

Verwaltungszugehörigkeit

Bedrängnis und Unbill

  • 1427-1438 Fehde mit dem Herzog von Kleve, der Bocholt belagert
  • 1448 Soester Fehde: Bocholt wird bombardiert
  • Heerzüge und Plünderungen während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763)
  • Nach 1800 Einquartierungen, Aushebungen und hohen Abgaben durch Napoleons Kriegszüge

2. Weltkrieg

Ein Luftangriff der Alliierten am 22. März 1945 machte jegliche Industrieproduktion zunichte und zerstörte 84% der Stadtbebauung. Bocholt, das bei Kriegsende nur mehr 8000 Einwohner zählte, wurde am 30. März 1945 von britischen Truppen besetzt.

Stadtrecht

1201 verleiht der Bischof von Münster Herman der „ville Epenebocholte id iuris, quod vulgo wicbilede dictur“ und das „ius civile, quale est aliarum civitatum nostrarum, Monasterii, Coesfelde“. Er übertrug dieses städtische Gericht dem Ritter Sweder von Dingden. 1221 verleiht der Münsterische Bischof Dietrich III. seinem „opidium Bocholt, da es dem dauernden Angriffen der Feinde ausgesetzt ist, das Münstersche Stadtrecht. Seit 1309 war Bocholt landtagsfähige Stadt im Fürstbistum Münster.

Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch

  • Bocholt (1201, 1222), Bürger- und Gildegenossen-Aufnahmebuch der Stadt Bocholt, 1718-1805 (Stadtarchiv Bocholt). — Gelagbuch der Schöffen, 1480-1561, mit einzelnen Eintragungen über Bürgeraufnahmen und entrichtetes Bürgergeld (ebd.).
    • Ergänzende Quellen: Annotationsbuch des Baumseideamtes, 1604-1809, mit Angabe des Herkunftsortes der Meister (lückenhaft; ebd.), Stadtrechnungen 1407-1810, Ratsprotokolle 1499-1783 (beide sehr lückenhaft).
      • Veröffentlichung: Werner Fink, Die Bürger von Bocholt 1222-1400. In: „Geliebtes Land", Monatsschrift für Kultur- und Heimatpflege. Bocholt 1952. (Bürgerrechtslisten-Veröffentlichung aufgrund älterer Archivalien).

Stadtbefestigung

Eine um 1300 erweiterte, seit ca. 1400 aus einer steinernen Ringmauer bestehende Befestigung in der auch heute noch erkennbaren und durch sog. Wälle begrenzten ovalen Form umschloß die 4 Kluchten der Stadt, deren Schnittstelle der etwa in der Stadtmitte gelegene Marktplatz war. Im Rahmen der Ottensteiner Fehde (1406-1408) erfolgte der Ausbau der Befestigung.

Die Drangsale des Spanisch-Niederländischen Krieges führten zur Erbauung einer neuen Befestigungsanlage in der Zeit von 1583 bis 1587 im Bastionssystem mit Erd-Rondellen. Diese Festungsanlage wehrte indes im 30jährigen Krieg weder die 1623 zwangsweise eingelagerten Truppen des kaiserlichen Feldmarschalls Graf von Anholt noch die 1633 erfolgte Einnahme Bocholts durch den Landgrafen von Hessen-Kassel ab, der nach kurzer Vertreibung durch die münsterischen Truppen Bocholt 1635 erneut eroberte. Die bis 2 Jahre nach dem Westfälischen Frieden (1650) andauernde Besatzung Bocholts durch die Hessen brachte der Stadt eine weitere neue Festungsanlage mit Seitenwällen und breiten Gräben (1650 z. T. geschliffen).

Rathaus

1350 ist von einem neuen Rathaus (,,nova domus oppidi", etwa an der Stelle des heutigen historischen Rathauses) die Rede.

Die finanziell gewagte Erbauung des mit figurenreicher Fassade geschmückten heutigen historischen Rathauses am Markt (1618-1624), ist nun Wahrzeichen der Stadt.

Bürgermeister

  • 1452 (Okt.) Johan van der Hagen, Bürgermeister von Bocholt

Kluchten

Nach dem Organisationssystem der vom Neutor mit Neustraße (im Süden), Ostertor mit Osterstraße (im Osten), Viehtor mit Nordstraße (im Norden am Viehmarkt) und Ravardistraße (im Westen) abgetrennten 4 Kluchten (Neue Klucht, Ravardiklucht, Viehklucht und Osterklucbt) erfolgten Steuererhebungen, Einsatz der Bürger zu militärischen Aufgaben und die Vorwahlen zur Wahl der Zwöflinge.

Gilden

Die Gründung der ersten Gilde (der Fleischhauer) erfolgt 1386. Diese erwerben nach und nach großen Einfluß auf Ratswahlen.

Eingemeindungen

Die heutige Stadt Bocholt wurde bei der Gebietsneuordnung des Landes Nordrhein-Westfalen am 1.1. 1975 gebildet durch Vereinigung des bis dahin existierenden Stadtkreises Bocholt und den ehemaligen Gemeinden des Amtes Liedern-Werth: Barlo, Biemenhorst, Hemden, Holtwick, Liedern, Lowick, Mussum, Spork, Stenern, Suderwick sowie eines Gebietsabschnittes der Bauerschaft Lankern in der ehemaligen Gemeinde Dingden (heute Hamminkeln).

Bocholt: 1913 erbaute Walderholungsstätte

Stadtteile

Bevölkerung

Abschriften der Mormonen

Einwohner

Die Bevölkerungszahl sank zeitweilig durch Mord, Pest (1636/37), Hunger und Auswanderung etwa auf die Hälfte (ca. 1200 Einwohner) und war in dieser Zeit durch stetige Plünderung und Kriegszerstörung verarmt.

Von rd. 5000 Einwohnern im Jahre 1850 wuchs die Bevölkerungszahl auf rd. 24000 Einwohner im Jahre 1905 durch die begonnene Industrialisierung.

Einw 1981: 65448

Kunsthistorische Sehenswürdigkeiten

  • Die „Darstellungen aus dem Alltagsleben" des seit ca. 1475 in Bocholt tätigen Meisters im Kupferstich und Goldschmieds Israhel van Meckenem widerspiegelt.

Historische Persönlichkeiten

Wohlfahrtspflege

  • 1348 bestand in Bocholt schon ein Armenhaus, das Hospital zum Hl. Geist (auch: Gasthaus), dem 1443 die sog. Gasthauskirche (Anfang des 19. Jh. abgebrochen) angegliedert wurde; seit dem beginnenden 15. Jh. befand sich vor dem Neutor im Süden außerdem das Siechenhaus für die Aussätzigen.
  • 1875 Neubau des St.-Agnes-Hospitals
  • 1908 Anlage des heutigen Friedhofs an der Blücherstraße;
  • 1910-1914 Einrichtung von Kanalisation, Wasser-, Elektrizitäts-, Ferngasversorgung und der städtischen Müllabfuhr;

Schule

  • Um 1360 ist erstmals von einer Schule in Bocholt die Rede.
  • 1861 Umwandlung der seit 1825 bestehenden Lateinschule in eine höhere Bürgerschule (Progymnasium);
  • 1866 Errichtung der kath. höheren Töchterschule, die 1899/1900 ein neues Schulgebäude erhielt (Marien-Lyceum);
  • 1867 Vollendung des Baus für das Progymnasium an der Rebenstraße;
  • 1882 Ausbau des Progymnasiums zum Realgymnasium;
  • 1885 Errichtung zweier (Volks-)Schulsysteme, die 1898 in 2 Systeme und 2 Halbsysteme umgewandelt wurden;
  • 1900-1903 Umwandlung des Progymnasiums in ein Vollgymnasium;

Justiz

Freigrafschaft Bocholt

1257 verpfändet Sueder von Ringenberg (=Dingden) dem Bischof und dem Stift Münster das Freigericht und die Grafschaft zu Bocholt, die er bisher vom Bischof zu Lehen trug.

Gericht

  • 1815 Errichtung eines preußisches Land- und Stadtgerichtes
  • 1879 Umwandlung des bisherigen Gerichts in das Amtsgericht Bocholt
  • 1911 Errichtung des heutigen Amtsgerichtsgebäudes.

Fiscus

Ab dem 14. Jhdt. wurden der Stadt mit den Fehden und Kriegen des Fürstbistums Münster immer wieder enorme personelle und finanzielle Lasten aufgebürdetneben Belagerungen der Stadt und Ausbau der Befestigung auch von 1450-1457 durch die Münsterische Stiftsfehde.

Münzwesen

Im Jahre 1616 erfogt Bocholts erste Münzprägung. Landesherrlichen Hilfen waren die Münzprivilegien von 1689/90 und 1761/62.

Maße und Gewichte

Wirtschaft, Handel und Gewerbe

In der Mitte des 16. Jh. von den Niederlanden und vom Klevischen her herkommend erfolgte die Einführung der Baumseidenverarbeitung (Mischverarbeitung von Baumwolle und Flachs) und wurde für Handel und Gewerbe richtungbestimmend. Die neue Webart brachte der knapp 2000 Seelen zählenden Bevölkerung finanziell Aufschwung; der Absatzhandel führte zu einer Assoziierung der Stadt mit der deutschen Hanse, die jedoch bald (um 1600) wieder aufgegeben wurde.

Hochfürstlich Münsterisches Oberpostamt

  • 1709 – 1715 Beschwerde des Postmeisters Andreas Fischer zu Bocholt wegen Beeinträchtigung seines Geschäfts durch Privatboten
  • 1789 – 1793 Kautionsleistungen der Postmeisterin Dircking zu Bocholt
  • 1796 Postmeister Frau Hofrätin Dirking, ad.int.

Mühlen

Imdustrialisierung

Die hauptsächlich noch von Ackerbau, Viehzucht und Baumseidenverarbeitung lebende Landstadt erfuhr mit Einführung der ersten Dampfmaschinen erst 1850/52 den Anstoß zu einer mächtigen Industrialisierung im Textilbereich und einer wirtschaftlichen Blüte.

Verkehr

  • 1847/48 erste ausgebaute Landstraßen nach Dinxperlo und Wesel;
  • 1878 erste Eisenbahnverbindung Bocholt-Wesel,
  • 1880 Eisenbahn Bocholt-Winterswijk/NL,
  • 1901 Eisenbahn Bocholt-Empel,
  • 1902 Eisenbahn Bocholt-Borken;
  • 1910 Errichtung der Kleinbahn Bocholt-Aalten-Lichtenvoorde (1916 stillgelegt);

Wirtschaftskrisen

Der 1. Weltkrieg und die Inflationszeit brachten trotz neuer eisenverarbeitender Industrien hohe Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Rückgang. Der seit August 1923 selbständige Stadtkreis Bocholt fand erst allmählich zu einer verhaltenen Konjunktur seiner Industrie zurück, welche die Wirtschaftskrise von 1928-1933 unterbrachen und der 2. Weltkrieg durch Rohstoffmangel und Einziehung der Männer zur Wehrmacht erneut erheblich eindämmte.

Abpfarrungen von der Urpfarre St. Georg, Bocholt

Kirchenwesen

Kirchengründung

Die Georgskirche, die der Fürstbischof Ludolf um 1230 der Domdechanei einverleibte, errichtete Liudger auf einem bischöflichen Haupthofe.

  • Von der Urpfarre wurden abgetrennt: vor 1200 Rhede sowie Dingden und Brünen, 1260-1281 Suderwick, 1764 Werth, 1823 Barlo, 1900 Bocholt-Liebfrauen, 1901 Bocholt - St. Joseph.
  • Eine Landgabe von 1310 führte zum Bau der Liebfrauenkirche. Sie erhielt kein Kirchspiel, wurde vielmehr Klosterkirche der Minoriten. Diese errichteten 1626 eine Residenz, 1631 ein Kloster, bei dem sie 1785 eine Lateinschule eröffneten. Das Kloster wurde 1811 aufgehoben, die Kirche 1893 Rektorat- und 1900 Pfarrkirche.
    • 1939 wurde Hl. Kreuz. 1941 St. Ewaldi abgepfarrt.
  • Die 1415-1486 neu erbaute Kirche zum hl. Georg, der dritte Steinbau an dieser Stelle, verwandelte der 2. Weltkrieg in eine Ruine, sie befindet 1951 jedoch im Wiederaufbau. Auch die Liebfrauenkirche aus den Jahren 1785-1792 blieb vom Kriege nicht verschont.
  • In Schüttenstein bestand seit 1635 eine Missionskapelle der Bocholter Minoriten, sie wurde 1649 durch eine Dreifaltigkeitskapelle ersetzt. 1787 erbaute man sie neu und versah sie 1901 mit Turm und Sakristei. 1763 wurde an ihr ein Pfarrektorat gestiftet.
  • Die 1919 errichtete Notkirche zum hl. Liudger in Spork ist seit 1929 Rektoratkirche. Sie wurde 1932-1933 durch einen Neubau ersetzt.
  • Die Bauerschaft Mussum erbaute 1949-1950 die Kirche Maria-Trost. Ebenso erhielten die Bauerschaften Hemden und Liedern Notkapellen.
  • In der Stadt bestand 1307 das Weiße oder Große Kloster der Tertiarinnen. Es wurde 1557 in ein Kanonissenstift umgewandelt, 1812 aufgehoben.
  • Das Schwarze oder Kleine Kloster der Beginen, 1309 bezeugt, wurde 1802 abgebrochen.
  • Das Augustinerinnenkloster Marienberg, das 1455 eine Kapelle erhielt, wurde 1803 aufgelöst.
  • Die 1489 neugebaute, im 2. Weltkrieg sehr beschädigte Kapelle zur hl. Agnes ist seit 1902 Gymnasialkirche.
  • Das Kloster der Klarissen wurde 1898, das der Kapuziner 1911 errichtet.
    • Quelle: Börsting, H.: Geschichte des Bistums Münster (1951)

Reformation

Daneben hielten die Lehren der Wiedertäufer und der protestantische Glauben Eingang in Bocholt. Als die protestantische Bevölkerung erstarkte, kam es zu erheblichen Auseinandersetzungen mit Archidiakon und Bischof in Münster, die im Jahre 1600 in einem westfälischen Städtebund gegen Eingriffe des Bischofs in die freie Ratswahl gipfelten, dem auch Bocholt beitrat. Eine Abflachung des Streites um die Religion scheint sich erst um 1625 mit der Vertreibung von ca. 150 Bocholter Bürgern in die Niederlande ergeben zu haben, zu denen auch der über die Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannte Zeichner und Glasmaler Jan van Lintelo(o) zählte.

Verwaltungszugehörigkeit

Kirche, rk.

  • Bis 9. Jh. Diözese Utrecht
  • Ab 9. Jhdt. Diözese Münster

Kirche, ev.

  • Evangelische Kirche von Westfalen.

Pfarreien r.k.

Die Parrochia Bocholt wird von 1168 bis 1300 erwähnt., Joh. quodam sacerdos de Bocholt 1240, Hildebrandus plebanus 1256. Von hier gingen eine Vielzahl späterer Abpfarrungen aus (z. B. Rhede, Dingden, Brünen - alle vor 1230 -, Werth, Suderwick, Barlo).

Bocholt erlebte weiterhin zu Beginn des 14. Jh. 2 Klostergründungen mit dem Großen oder Weißen Kloster der Franziskanertertiarinnen (1. Nennung 1307) und dem Schwarzen Kloster oder ,,luttyke Beckinnenhues" („kleines Beginenhaus", 1. Nennung 1309).

Kirchen

St. Georg Kirche rk. zu Bocholt

Im 11. oder 12. Jh. wurde aus Stein und um 1200 zunächst im spätromanischen Stil die Pfarrkirche neuerbaut, welche mit dem St.-Georg-Patrozinium versehen war. Zwischen 1415-1486) Neubau der Hauptkirche St. Georg.

Schwesternhaus

Mitte des 15. Jh. Gründung des Schwesternhauses am Schonenberg, dessen erste Kapelle (1455 geweiht) von der heutigen St.-Agnes-Kirche abgelöst wurde.

Minoriten

Die Errichtung einer 2. Kirche in der Stadt erfolgte im 14. Jhdt. Sie hieß „Neue Kirche“ und war Vorgängerbau der späteren Liebfrauenkirche. Allerdings erhielt sie damals keine eigenen Pfarreirechte.

Seit 1626 erste Ansiedlung von Minoriten in Bocholt, welche nun seit 1627 die „Neue Kirche“ ohne Pfarrechte nutzten und 1631 ihr eigenes Haus an der Kirche bezogen. Ihre später neu errichtete Klosterkirche, die sog. Paterskirche, wurde erst 1792 errichtet.

Archidiakonat Bocholt

1230 bestätigt Papst Gregor IX. die durch den Bischof zu Münster erfolgte Einverleibung der Kirche zu Bocholt in die Domdechanei zu Münster (Archidiakonat des Domdechanten). Amtsinhaber zu dieser Zeit der Domkapitular Johan Werence aus dem westfälischen Familienverband Bitter-Werence.

Evangelische Kirche

Die durch Napoleon neuzugestandene Religionsfreiheit ermöglichte die Errichtung einer ev. Gemeinde (um 1806).

Juden

Eine jüdische Synagoge bestand seit 1798 für damals 11 Familien.

Säkularisation

Die reichsweite Säkularisierung und Napoleons Herrschaft hatten 1803 -1813 zur Aufhebung der 4 bestehenden Klöster geführt.

Ortsteile

Kirchliche Einteilung

Geschichte

Genealogische und historische Gesellschaften

  • Verein für Heimatpflege Bocholt e. V., Kontakt: Vorsitzende(r) Wolfgang Feldhege, Degener Straße 7, 46397 Bocholt, Telefon: 02871 38382, Fax: 02871 342570
    • Sonstiges: Auskunft: Georg Ketteler, 02871 - 953337 (Kulturamt)
  • Kreisheimatpfleger Kreis Borken, Kontakt: Wolfgang Feldhege, Degener Straße 7, 46397 Bocholt
  • Dorfgemeinschaft Mussum e. V., Kontakt: Vorsitzende(r) Heinrich Schmeink, Am Laaker Bach 5, 46395 Bocholt – Mussum, Telefon: 02871 6617, Fax: 02871 181284
  • Heimatverein Barlo e. V., Kontakt: Vorsitzende(r) Heinrich Möllers, Binnenheide 13, 46397 Bocholt – Barlo, Telefon: 02871 38654
  • Heimatverein Spork, Kontakt: Vorsitzende(r) Josef Geuting-Wesselbaas, Dinxperloer Straße 353, 46399 Bocholt, Telefon: 02871 43599
  • Heimatverein Suderwick, Kontakt: Vorsitzende(r) Johannes Hoven, Osterhofweg 2, 46399 Bocholt – Suderwick, Telefon: 02874 2272, e-Mail: info@heimatvereinsuderwick.de . Internet: www.heimatvereinsuderwick.de
    • Projekt(e), Arbeitsschwerpunkte: Verschönerung des Ortsbildes; Naturschutzarbeit (Baumpflanzaktionen, Anlage u. Pflege von Biotopen, Gewässerpatenschaften);
    • Brauchtumspflege; Pflege u. Förderung des Gemeinschaftslebens im Ortsteil; Ortsgeschichte; grenzüberschreitende Kontakte zur niederländischen Nachbargemeinde Dinxperlo;
    • Radwandergruppe; Wandergruppe; Einrichtung u. Betreuung von Wanderwegen;
    • Bau eines (alten) Backhauses; Rekonstruktion eines "Strohbarges"; Trecksackgruppe
      • Gegründet 1952, weil Suderwick-West von 1949 - 1963 unter niederländischer Auftragsverwaltung stand. Zahl der Mitglieder: 130

Genealogische und historische Quellen

Quellenveröffentlichungen

Kirchenbücher

Andere genealogische Quellen

Druckereien/Zeitungen

Josef und Amandus Temming gründeten 1871 das Bocholter Volksblatt: In "Verbundenheit mit der bodenständigen Bevölkerung"

Adressbücher

Bibliografie

Bibliografie-Suche

Periodika

Unser Bocholt

Beiträge zur Heimatkunde

im Kreis Borken

Von 1906 bis 1914 erschienen die „ Beiträge zur Heimatkunde des Kreises Borken“ , welche vom "Altertumsverein für Ramsdorf und Umgebung" herausgeben wurden. Diese Beiträge wurden vom Kreis Borken in Form eines Sammelbandes als unveränderter reprografischer Nachdruck 1988 neu erstellt.

Hier das dazu angefertigte Orts- und Verfasserregister mit Verweis auf die Seitenzahl des Registereintrags im Sammelband von 1988:

Hier zum chronologischem Inhaltsverzeichnis, nach Jahrgängen geordnet:

Vestische Zeitschrift seit 1891

Seit 1891 besteht diese Reihe als heimat- und personengeschichtliche Quelle ersten Ranges. Ihr Schwerpunkt bildet zwar das Vest und der Kreis Recklinghausen, aber auch das Umfeld rund herum findet sich in den Veröffentlichungen wieder. Unter der Kategorie „Vestische Zeitschrift“ befindet sich ein Gesamtverzeichnis der bereits erstellten Einträge.

Aus dem 3. Orts-, Personen und Sachregister betreff diesen Ort, für die Bände 41-65 von 1934 bis 1963.

Archive und Bibliotheken

Archive

Generalvikariat im BAM

  • Das Pfarrarchiv .

Lokales Pfarrarchiv Bocholt (Kreis Borken)

  • Das Pfarrarchiv der Kirche liegt .

Die Kirchenbücher von ).

Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe in Detmold:

  • Bocholt (Kreis Borken)

Bibliotheken

Bibliothek der Deutschen Heimatzeitschriften

1996 bereits über 750 Zeitschriften, u.a. mit historischen Ausgaben, im Rathaus der Stadt Bocholt.

Regionale Verlage und Buchhändler

Literatur

Bau und Kunstdenkmäler, Stadt Bocholt


Internetlinks

Offizielle Internetseiten

Genealogische Webseiten

Historische Webseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.


Wappen_NRW_Kreis_Borken.png Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster)

Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden |

Bis 1975: Dingden |


Forscherkontakte in FOKO

Die Datenbank FOKO sammelt und ermöglicht Forscherkontakte. Dort eingetragene Forscher mit genealogischen Interessen in Bocholt (Kreis Borken) findet man über die Suche

(Zur Erläuterung des Unterschiedes zwischen den angebotenen Suchmöglichkeiten bitte hier weiterlesen).

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

Im GOV (Genealogisches Ortsverzeichnis) befinden sich zu Bocholt (Kreis Borken) weitere Informationen, z.B. die geografische Position, Links zu Karten, alte und aktuelle Postleitzahlen und anderes mehr: Bocholt (Kreis Borken) in GOV

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