Osnabrück

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Disambiguation notice Osnabrück ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Osnabrück (Begriffserklärung).


Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Niedersachsen > Kreisfreie Stadt Osnabrück

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wappen

Bild:Wappen_Niedersachsen_Kreis_Osnabrueck.png Beschreibung:

Das Wappen der Stadt Osnabrück zeigt in Silber ein sechsspeichiges stehendes schwarzes Rad. Die Stadtflagge ist weiß mit schwarzen Randstreifen, belegt mit dem Rad. Das Rad als Münzzeichen des Hochstifts Osnabrück ist schon seit dem 13. Jahrhundert in den Siegeln nachzuweisen, allerdings wurde es im Laufe der Geschichte in unterschiedlichen Formen abgebildet. Anfangs hatte es acht Speichen. War es anfangs noch rot, so ist es seit 1496 in schwarzer Farbe überliefert. Später wird es aber erneut auch rot dargestellt. Das Rad des Bistums ist heute rot, das der Stadt schwarz, jeweils auf Silbergrund. Das Rad wird als Teil des „Wagens Gottes“ (currus Dei) gedeutet, ein Zeichen der Kirche und des Evangeliums im Laufe der Zeit. Im 13. Jahrhundert war neben dem Rad auch der Heilige Petrus als Patron des Domes im Wappen abgebildet. Später wurde jedoch nur noch das Rad gezeigt.

Allgemeine Information

Politische Einteilung

Maße und Gewichte

Osnabrücker Maß

  • 1840 Geltungsgebiet im Regierungsbezirk Münster: Die Grafschaften Tecklenburg und Oberlingen oder der Kreis Tecklenburg mit Ausschluß von Schale und der Stadt Bevergern und der Gemeinden Riesenbeck, Dreierwalde und Hopsten; vom Kreis Warendorf: die Gemeinde Lienen.
    • Benennung: Stadt Osnabrücker Malt gleich 12 Scheffel, 1 Scheffel gleich 4 Viertel, 1 Viertel gleich 4 Becher.
      • Die Untersuchung wurde bewerkstelligt an dem auf dem Rathaus zu Osnabrück aufbewahrten kupfernen Urmaße des Scheffels. Messungsart: Streichmaß
        • Die Untersuchung hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1.614,403 oder abgerundet 1.614 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 28,87 Liter.
  • Haferscheffel: Messungsart: Mit der Hand abgeschlagen.
    • Entspricht 1,06004 des Roggenscheffels
      • Die Untersuchung des Hafermaßes hat für die Größe des Ortsmaßes ergeben in preußischen Kubikzoll 1.741,18 oder abgerundet 1.741,18 Kubikzoll. Ein Kubikzoll zu 17,89 ml gerechnet entspricht der Scheffel heute 31,15 Liter.
    • Siehe auch: Fürstbistum Münster/Maße und Einheiten

Adelshäuser

Zeitzeichen 1895

  • Osnabrück, Stadt, Stadtkreis in Deutschland, Königreich Preussen, Provinz Hannover, Regierungsbezirk Osnabrück, Amtsgericht Osnabrück, Standesamt Osnabrück, in einem Thal an der Haase
    • ev. Kspl Osnabrück, kath. Kspl Osnabrück
    • 3.113,1 ha, (1895) 1 Wohnplatz, 3.499 Gebäude
    • 45137 Einwohner (29042 Ev., 15525 Kath., 160 andr. Christ., 408 Jud., 2 Unbest.)
    • Postbezirk, Telegrafenstation, Eisenbahnstation Linie Löhne <> Rheine, Oldenburg <> Osnabrück, Bremen <> Wanne-Eickel
    • Eisenbahn-Schuppen, Eisenbahn-Werkstatt, Güter-Bahnhof.
    • Gefängnis, Gerichts-Gebäude, 4 Krankenhäuser, Lazarett
    • Gymnasium (Karolinum; ev. u. kath.) mit Bibliotheken, St.-Bibliothek, Seminar (Schullehrer; ev. u. kath.), Realgymnasium, Schule, Handels-Schule, höhere Schule f. Mädchen (Töchterschule), Schule (Hebammen), Anstalt (Taubstumme, auch Irrenanstalt u. Strafarbeitsanstalt)
    • Wirtschaft: Spinnerei (Flachs), Weberei (Wolle, Leinen), Gerberei (Leder), Fabr. (Papier, Tapeten, Cichorien, Maschinen, bes. zahlreich: Takak u. Farbe), Bleicherei (Wachs), Siederei (Zucker), Giesserei (Eisen), Mühle, Packhaus, Gartenhaus, Lagerhaus, 2 Ställe, Bergbau (Kohle, eine Grube), Handlung (Schinken).
    • Bei der Stadt das vormalige Kloster Gertrudenberg mit der Grotte.

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Katholische Kirchen

Kommende Osnabrück

  • 1723-1736 Schuldverschreibung des Domkapitels zugunsten des Obristen Jobst Idel von Vincke zu Ostenwalde, Komtur zu Osnabrück 1723, desgleichen zugunsten der Witwe des Georg Friedrich Cordemanns, Amtmann im Kurfürstentum Hannover 1725 für den Domherrn Otto von Nehem zur Finanzierung seiner Verhandlungen in Wien.
    • Quelle: Staatsarchiv Münster, Bestand Domkapitel Minden - Akten
    • Präzision: Die Johanniter Kommende bestand in Lage, ca. 20 km nördlich von Osnabrück. Seit 1677 besaß der Komtur von Lage auch eine Residenz in Osnabrück, den Lager Hof (heute Hasestr. 35). http://www.kkg-lagerieste.de/html/body_kommende.html

Geschichte

  • 1489. Lenethun-Aufstand: Der Schneidermeister Lenethun wurde nach kurzer Gefangenschaft im Bucksturm im Jahr 1489 als Anführer eines sozialen Aufstands gegen Rat und Geistlichkeit auf dem Rathausplatz in Osnabrück enthauptet. Der Aufstand richtete sich unter anderem gegen die Prunksucht der Geistlichen und die Einzäunung von Ländereien vor den Toren der Stadt, die bisher auch der Allgemeinheit (Allmende) offen gestanden hatten (Stadt-, Landführungen Osnabrück).
  • 1525.29. Mai. Aufstand in Osnabrück.
  • 1532.11. Juni. Osnabrück. Bischofswahl; gewählt wird Graf Franz v. Waldeck (1491-1553).
  • 1543. Bischof Franz von Waldeck (1532-1553) führt eine luther. Kirchenordnung im Bistum Osnabrück ein.
  • 1583. "So wie in den vorigen [Jahren] einige Male die Pest in Osnabrück unter den Menschen aufräumte, so räumte dort [in Osnabrück] in diesem Jahre die Gerechtigkeit unter den Hexen auf, indem 123 zum Feuer verurteilt wurden, so daß der Henker alle diejenigen verbrannte, welche nicht vorher bei der Tortur starben" (Maurus Rost: Annalen des Klosters Iburg, HS Pfarrarch. Iburg).
  • 1584. Bistum Osnabrück; "Es war in diesem Jahr eine sehr große Teuerung des Getreides" (HS Pfarrarchiv Iburg, Chronik des Klosterabtes Maurus Rost).
  • 1623. 9. Apr.. Osnabrück. Wilhelm Henseler aus Blankenberg/Sieg, Lic. jur., wird Vizekanzler des Bistums Osnabrück.
  • 1624.24. Dez.. Osnabrück. Wilhelm Henseler aus Blankenberg, Herzogtum Berg, wird Kanzler des Bistums Osnabrück.
  • 1626.17. Sept..Osnabrück. + Cathar. v. Zweiffel genannt Lückerath verwitw. von Weyer und Henseler, bei ihrem Sohn, dem Onabrücker Kanzler Wilhelm Henseler. (StA d. Landes Niedersachsen, Osnabrück).
  • 1628.20. Dez.: Osnabrück. An diesem Tag schrieb der Fürst u. Bischof von Osnabrück Franz Willh. v. Wartenberg, daß er die Jesuiten für die Schule in Osnabrück berufen habe.
  • 1630. Osnabrück. Gründung der Universität.
  • 1644. Beginn von Friedensverhandlungen mit Schweden in Osnabrück.
  • 1932.30. März. Schreiben der Industrie- u. Handelskammer von Osnabrück: "Die Möglichkeit künftiger Luftangriffe macht es erforderlich, sich eingehend mit den zu ergreifenden Schutzmaßnahmen zu befassen. Zu diesem Zweck ist die Organisation des zivilen Luftschutzes in Deutschland bereits in Angriff genommen. Die Arbeiten stehen unter Leitung der Reichsregierung .
  • 1942. 6. Okt.. Schwerer Luftangriff auf die Wohnviertel Osnabrücks.
  • 1944.13. Sept.. Alt-Osnabrück geht unter im Feuerorkan, den 181.000 Brand- und 2.171 Sprengbomben entfachen (Jörg Friedrich: Der Brand, S. 205).
  • 1945. 5. Apr.. Die Alliierten besetzen Osnabrück.

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

Historische Gesellschaften

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Grabsteine

Adressbücher

Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch

  • Osnabrück (1171), Bürgerbuch der Altstadt Osnabrück 1454-1591, Papier, 333 Seiten, (Niedersächs. Staatsarchiv Osnabrück, Dep. 3 b IV Fach 17/20 Nr. 8). — Bürgerbuch mit Register 1606-1886, Papier, 732 S. (ebd. Nr. 8 a I). Namensregister 1606-1819 (ab 1820, kein Register vorhanden) ebd. Nr. 8 a II). — Bürgerbuch der Neustadt Osnabrück 1377-1717, 347 Seiten (zumeist Pergament (ebd. Nr. 17). — Bürgerbuch mit Register der vereidigten Bürger 1719-1807 (ebd. Nr. 17 a). Die Edition der Osnabrücker Bürgerbücher war 1959 in Bearbeitung (Mitt. des Staatsarchivs Osnabrück).
    • Ergänzende Quellen: Stadtrechnungen ab 1441 (Staatsarchiv Osnabrück, Dep. Stadt Osnabrück).

Historische Bibliografie

  • Quanter, Wilhelm: Aus dem 15. Jahrhundert - Zeitbild aus Osnabrücks Geschichte, Bielefeld, Gülker, 1879, Online
  • Funk (Ober-Baurath) und C. Wintzer: Die Georgs-Marien-Hütte bei Osnabrück, Hannover, Schmorl & von Seefeld, 1872, Online

Periodika

  • Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück (Historischer Verein) in 2007 aufgelegt Band 112 im Selbstverlag des Vereins


Archive

Karten


Internetlinks

Offizielle Internetseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung OSNUCKJO42AG
Name
  • Osnabrück (deu)
Typ
  • Stadt
Postleitzahl
  • W4500 (- 1993-06-30)
  • 49074 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • geonames:2856883
Karte
   

TK25: 3714

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Domgemeinde (St. Petrus) ( Dompfarrei )

Osnabrück intra muros, Osnabrück (1807 - 1814) ( Kanton )

Osnabrück ( Kirchengemeinde )

Osnabrück ( Kreisfreie Stadt )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Osnabrück Kirche object_178065
Dom Osnabrück (St. Petrus) Kirche DOMRUSJO42AG



Wappen des Bundeslandes Niedersachsen Landkreise, kreisfreie Städte und Regionen im Bundesland Niedersachsen (Bundesrepublik Deutschland)

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