Werth (Isselburg)
aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Münster > Kreis Borken > Isselburg >Werth (Isselburg)
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Werth, Ortsteil von Isselburg
[bearbeiten] Wappen
Am 17. Juli 1948 wurde festgelegt, daß das herkömmliche geführte Wappen der Stadt Werth in silbernem Schilde heraldisch, d. h. vom Schildhalter aus gesehen, rechts einen roten Maueranker, heraldisch links einen rotbewehrten doppeltgeschwänzten schwarzen Löwen zu zeigen hat. Damit wurde eine jüngere Ueberlieferung, die dem Löwen den Maueranker in die Pranke gab, zugunsten der älteren, zuerst auf einem Schöffensiegel von 1442 belegten Form wieder aufgegeben. Aehnlich wie in Anholt nimmt das Wappen auf die spätmittelalterlichen Stadtherren Bezug. Der Löwe, der für die Herrschaft Werth in das dritte Feld des Landkreiswappens bis 1975 aufgenommen wurde, ist das Wappentier der Herren von der Leek und wurde dann auch durch das der von Culemborg, die als deren Erben von der Mitte des 14. bis zur Mittes des 16. Jahrhunderts Stadt und Herrlichkeit Werth in Besitz hatten, ergänzt. Aus dem Culemborgschen Stammwappen, drei Mauerankern, wurde einer im Stadtwappen dem Leckschen Löwen beigestellt.
[bearbeiten] Ersterwähnung
Ersterwähnung als Wert im 12. Jahrhundert. Das Kloster Überwasser in Münster hatte in Werth im 12. Jahrhundert Besitz. „Gerhardus de Werthe“ erscheint 1260 in Urkunden.
[bearbeiten] Stadtgründung
Im Jahre 1422 kam Johann von Culemborg nach Werth und erhob 1426 den Ort zur Stadt.
[bearbeiten] Stadtrecht
Werth erhiet durch Johann von Culemborg im Jahre 1426 das ,,Culemborgsche Stadtrecht".
[bearbeiten] Bürgerechtsquelle-Bürgerbuch
- Werth, Kreis Borken (Freiheit 1426), „Der Stadt und Herligkaitt Werde Bürger- und Statutenbuch" 1613 ff. — Bürgerverzeichnisse bis 1805 (vgl. Inventare der nichtstaatl. Archive, Kreis Borken. Münster 1901, S. 155).
[bearbeiten] Geschichte
Infolge des Lünneviller Friedens und der Reichs-Deputationsverhandlungen in Regensburg wurde aus dem größten Teil des vormals hochstift-münsterschen Herrschaften Ahaus - Amt Bocholt (historisch) und Werth das neue Landesgebiet Herrschaften Ahaus–Bocholt und Werth gebildet, welches am 30.10.1802 von den Fürsten von Salm-Salm und von Salm-Kyrburg in gemeinschaftlichen Besitz genommen. Dazu gehörte auch die Stadt Werth.
[bearbeiten] Herrschaften Ahaus–Bocholt und Werth im Kaiserreich Frankreich
Am 13.12.1810 erfolgte die Vereinigung der Herrschaften Ahaus–Bocholt und Werth mit Frankreich, die Zuordnung zum holländischen Departement Yssel-Mündungen (Arrondissement Rees) erfolgte am 26.12.1810 und am 27.04.1811 die Zuordnung zum Lippe-Departememt. Die französische Herrschaft endete im November 1813.
[bearbeiten] Herrschaften Ahaus–Bocholt und Werth im Königreich Preußen
Die königlich preussische Besitznahme erfolgte am 21. Juni 1815. Am 03.12.1814 erfolgte die Einführung der preussischen Justizverfassung.
1815 - 1946 preußische Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Borken.
[bearbeiten] Alleinbesitz von Salm–Salm
Im Jahre 1825 verkaufte die Linie von Salm–Kyrburg das ihr zustehende Drittel an den Herrschaften Ahaus – Bocholt und Werth an die Linie von Salm–Salm, welche damit alleinige Besitzerin wurde.
[bearbeiten] Amt Werth 1840
1840 wird im Zuge der neuen preussischen Landgemeindeordnung das Amt Werth gebildet, das seit 1893 mit dem Amt Liedern durch Personalunion verbunden war.
[bearbeiten] Amt Liedern-Werth 1937
1937 wird dann das neue Amt Liedern-Werth mit elf Gemeinden gebildet.
[bearbeiten] Eingemeindung 1975
Im Rahmen der kommunalen Neuordnung im Lande Nordrhein-Westfalen gehört die ehemalige Stadt Werth seit dem 01 Januar 1975 der neuen Stadt Isselburg an.
[bearbeiten] Archiv
- Fstl. Salm-Salmsche Archiv in Anholt (INA Beibd. 1 1902/04, Ebd. Kreis Borken 1901)
[bearbeiten] Zufallsfunde
Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.
| Städte und Gemeinden im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) | |
|
Ahaus | Bocholt | Borken | Gescher | Gronau | Heek | Heiden | Isselburg | Legden | Raesfeld | Reken | Rhede | Schöppingen | Stadtlohn | Südlohn | Velen | Vreden | Bis 1975: Dingden | |
