Kalkar

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Disambiguation notice Kalkar (Begriffserklärung) ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Kalkar (Begriffserklärung).

Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Regierungsbezirk Düsseldorf > Kreis Kleve > Kalkar


Lokalisierung von Kalkar im Kreis Kleve
Ansicht um 1775
Calcaria-Kalkar, Braun & Hogenberg

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kalkar im Amt Kalkar: Le Coq, Topographische Karte -Westfalen (1805)

Kirchengründung

In der 1230 gegründeten Stadt Kalkar bestand 1333 eine Nikolauskirche, die von Altkalkar betreut wurde. 1441 wurde die Pfarrstelle errichtet. Die dreischiffige Hallenkirche, 1409-1450 erbaut und 1484-1505 erweitert, birgt wertvolle Kunstschätze der Kalkarer Schule.

  • Die Antoniuskapelle in Hanselaer, deren romanischer Westturm um 1400 ein neues Langhaus erhielt, wurde 1441 mit Kalkar vereinigt. Eine an ihr 1709 errichtete Pfarre bestand nur bis 1808.
  • Das 1438 erbaute Cäcilienkloster, dem 1578 das 1455 gegründete Ursulinenkloster Vredendael inkorporiert wurde, das Dominikanerkloster von 1456 und das Doppelkloster Marienbloem des Brigittenordens von 1586 wurden 1802 säkularisiert.
    • Quelle: Börsting, H.: Geschichte des Bistums Münster (1951)

Dominicaner-Kloster

  • 1455 gegründet, aufgehoben 1802.

Windmühle

  • 1938 Windmühle Rötter, Kalkar

Verwaltungseinbindung

Kirchenverwaltung

Grabplatte Kalkar 1636: N. Vierboem u. Ehefrau Agnes Linskens mit Wappen und Hausmarke.

Zuständigkeiten/Infrastruktur

1931 Amt Kalkar, Kreis Kleve, Regierungsbezirk Düsseldorf, Sitz Kalkar, Bürgermeister Dr. Wucherpfennig, Fernsprecher 10

  • Gemeinde Stadt Kalkar: Mischgemeinde, Gemeindevorsteher Bürgermeister Dr. Wucherpfennig, Ortsklasse C
    • Einwohner: 2.318, Kath. 2.147, Ev. 105, Israelisch 66
    • Gesamtfläche: 222 ha
    • Zuständigkeit/Einrichtungen: Pfarramt (kath.), Pfarramt (ev.), Rabbinat, Volksschule, Rektoratsschule, Krankenhaus (pv.), Jugendheim, Ärzte 3, Tierärzte 2, Apotheke, Post u. Telegraf, Eisenbahnstation, Polizei (kom.) 1, Feuerwehr (frw.), Kreissparkassenebenstelle, Volksbk e. G. m. u. H., Elektrizitätsversorgung, Gaswerk, Sportplatz, Eisenbahn, Autoverbindung, Markt
    • Politik, Gemeindevertretung 12 Sitze: Z 9, DV 1, SPD 2.
      • Quelle: Handbuch der Aemter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931

Kommunale Neugliederung

  • 1935 Vereinigung der Ämter Appeldorn und Grieth mit dem Amt Kalkar (Kalkar Titularstadt 1930/35).
  • 1969 kommunale Neugliederung: 1969 Stadt Kalkar mit den Stadtteilen Altkalkar, Appeldorn, Bylerward, Emmericher Eyland, Grieth, Hanselaer, Hönnepel, Kalkar, Kehrum, Neulouisendorf, Niedermörmter, Wissel, Wisselward.

Politische Einteilung

Die Stadt Kalkar besteht heute aus den Ortsteilen:

Kalkar | Altkalkar | Appeldorn | Bylerward | Emmericher-Eyland | Grieth | Hanselaer | Hönnepel | Kehrum | Neulouisendorf | Niedermörmter | Wissel | Wisselward

Wappen

In Rot ein silberner Herzschild, begleitet von drei (2:1) goldenen Zinnentürmen.

Die Gemeinden Altkalkar, Appeldorn, Bylerward, Emmericher Eyland, Grieth, Hanselaer, Hönnepel, Stadt Kalkar, Neulouisendorf, Niedermörmter, Wissel und Wisselward sind gesetzlich (11. März 1969) zur Stadt Kalkar zusammengeschlossen worden. Bereits in den mittelalterlichen Stadtsiegeln Kalkars wird das Motiv Burg mit dem silbernen Herzschild des klevischen Landesherrn gezeigt. Die drei Zinnentürme treten um 1500 auf und sind in Anlehnung an des Klever Stadtwappen tingiert.

Neufassung laut städtischer Hauptausschusssitzung vom Juli 1974

Quelle: Nagel, Rolf: Rheinisches Wappenbuch, Die Wappen der Gemeinden, Städte und Kreise im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland, Köln 1986. ISBN 3-7927-0816-7

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Katholische Kirchen

St. Nicolai
St. Nicolaikirche
Jan-Joest-Str. 6
47546 Kalkar
Telefon 02824 2380

E-Mail: heiliggeist-kalkaratbistum-muenster.de



Geschichte

  • 1598.24. Dez.[Donnerstag]. Calkar von den Spaniern beschossen und eingenommen.
  • 1623. 1. Juni. Thorn-Altstadt, + Arndt Stamm aus Calkar im Clevischen (Die Tochter seines Bruder Heinrich und der Mariken ter Stegen, Elisabeth Stamm ist mit Jacob Seelstrang/Sehlstrang in Thorn verheiratet) (Wentscher: Deutsche Zuwanderung nach Thorn).
  • 1721. 2. Febr.. * Kalkar, Friedrich Wilhelm v. Seydlitz-Kurzbach, preuß. General der Kavallerie (+ Ohlau 8.11.1773).
  • 1945.27. Febr.. Britische Truppen erreichen den Rhein nördlich von Kalkar. Schwere Kämpfe.
  • 1945. 6. März 1945 Soldaten der 102. Cavalry Group besetzen Kalkar sowie Antweiler, Wachendorf, Kirspenich und Arloff.[8]

Bevölkerungsverzeichnisse

Kirchenbücher digitalisiert

  • Einige Kirchenbücher zu den Kirchengemeinden Kalkars sind als Digitalisate in der Reihe Edition Brühl erhältlich.

Altkalkar / St. Pankratius rk. und Kalkar / St. Nicolai rk. und ev.-ref. als Edition Brühl Vol. 81
Appeldorn, Hanselaer, Niedermörmter (1674-1803), als Edition Brühl Vol. 154
Hönnepel/St. Regenfledis (1654-1798), Edition Brühl Vol. 155
(Die externen Links zeigen eine ausführliche Inhaltsbeschreibung)

Daten der Mormonen

Literatur

  • Scholten, Robert: Das ehemalige Dominicaner-Kloster in Calcar nach archivarischen Quellen, Cleve. 1904
  • Maissiat, M.: Kalkar. - [Nachdr.] (Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde / 12,) 1971
  • Dorpowsky, ... von: Calcar (Preußische Kartenaufnahme. 1843
  • Roth-Wölfle, Lotte: Jan Stephan von Kalkar als Illustrator der Anatomie des Andreas Vesal. 1980
  • Kock, Werner: Siegel und Typare im Historischen Archiv Kalkar. 1980
  • Flink, Klaus: Das Stadtrecht von Kalkar. 1993
  • Brandt, Christian Ferdinand: Die St. Nicolai-Pfarrkirche zu Calcar 1868 in Photographien 1989
  • Rotthauwe, Helmut: Kostbarkeit Kalkar. 1980
  • Hilger, Hans Peter: Kalkar. - 1. Aufl. (Die Denkmäler des Rheinlandes ; [4]) Kreis Kleve ; 2) 1964
  • Kistenich, Johannes: Geschichte der Bruderschaften und Gilden in der Stadt Kalkar (Heresbach-Stiftung: Schriften der Heresbach-Stiftung Kalkar ; 14) 2005
  • Gorissen, Friedrich: Kalkar (Niederrheinischer Städteatlas : 1, Klevische Städte ; 2) 1953
  • Kock, Werner: Einhundertfünfzig Jahre Neulouisendorf 1982
  • Sanders, H.: 600 Jahre St. Antonius-Schützen in der Liebfrauenbruderschaft 1390/1920 Hönnepel e.V. 1990
  • Drath, Heinrich: Chronik der St. Nicolai-Pfarrkirche zu Kalkar [ca. 1970]
  • Hilger, Hans Peter: Kalkar am Niederrhein. - Neubearb. (Rheinische Kunststätten ; 39) 1973
  • Stapper, Josef: Kalkar [1937]
  • Schrader, H.: Kalkar 1918

Bibliografie-Suche

Zeitung

  • Unser Kirchenblatt / Dekanat Calcar [Altcalcar, Calcar, Appeldorn, Grieth, Hönnepel, Qualburg, Hasselt, Huisberden, Till, Wissel] /

Adressbücher

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

Karten


Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten


Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Grabsteine

Historische Webseiten

Weitere Internetseiten

 Commons-Kategorie: Kalkar – Bilder, Videos und Audiodateien

Zufallsfunde

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Forscherkontakte in FOKO

Die Datenbank FOKO sammelt und ermöglicht Forscherkontakte. Dort eingetragene Forscher mit genealogischen Interessen in Kalkar findet man über die Suche

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung KALKARJO31DR
Name
  • Kalkar (deu)
Typ
  • Flecken (1832)
  • Landgemeinde (1885)
  • Stadt (1938 - 1969)
  • Stadtteil (1969 -)
Einwohner
Postleitzahl
  • W4192 (- 1993-06-30)
  • 47546 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • opengeodb:19035
  • geonames:2893837
Amtlicher Gemeindeschlüssel
  • 05154024
Karte
   

TK25: 4203

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Kalkar, Calcar (1798 -) ( Mairie Bürgermeisterei Amt Stadt )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Drei Könige Ortsteil KONIGEJO31DT
Jansenkath Ortsteil JANATHJO31DQ
St. Nikolai (Kalkar) Kirche STNKARJO31DR
Lindekath Ortsteil LINATHJO31DQ
Schumacherskath Ortsteil SCHAT2JO31DQ



Wappen des Kreises Kleve Städte und Gemeinden im Kreis Kleve (Regierungsbezirk Düsseldorf)

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