Rheinprovinz
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[bearbeiten] Flagge
"Die Farben der Flagge der Rheinprovinz, Grün und Weiß, haben ihre historischen Wurzeln im Wappenschild des Rheinlandes: Weiße diagonale Wellenlinie (der Fluss Rhein) auf grünem Grund. Die heraldisch richtige Anordnung (oben Weiß und unten Grün) wurde wahrscheinlich verworfen, um Verwechlungen mit dem Königreich Sachsen auszuschließen." [I1]
[bearbeiten] Politische Einteilung - Chronologisch dargestellt
[bearbeiten] November 1814 - Wiener Kongress
Preußen erhält unter anderem die Rheinlande.
[bearbeiten] 30. April 1815
Der Preußische Staat wird in 10 Provinzen und 5 Militärabteilungen eingeteilt. Rheinland und Westfalen sollen zusammen die Militärabteilung "Niederrhein-Westfalen" bilden, das Rheinland bestehend aus den Provinzen ("Rheinprovinzen"):
- Kleve-Berg
- Regierungsbezirk Düsseldorf
- Regierungsbezirk Kleve
- Großherzogtum Niederrhein
- Regierungsbezirk Koblenz
- Regierungsbezirk Köln
Die Regierungsbezirke sind weiter in Kreise unterteilt, an deren Spitze zunächst landrätliche Kommissarien, später Landräte, stehen.
[bearbeiten] 9. November 1815
Ein neuer Erlass befiehlt Änderungen des Organisationsplans. Die Einteilung der "Rheinprovinzen ist nun wie folgt vorgesehen:
- Nördliche Provinz "Kleve-Berg"
- Regierungsbezirk Aachen
- Regierungsbezirk Düsseldorf
- Regierungsbezirk Kleve
- Regierungsbezirk Köln
- Großherzogtum Niederrhein
- Regierungsbezirk Koblenz
- Regierungsbezirk Trier
[bearbeiten] 20. November 1815
Der zweite Pariser Frieden bringt weiteren Gebietszuwachs für Preußen. Eine erneute Umorganisation wird erforderlich.
- Nördliche Provinz "Jülich-Kleve-Berg"
- Regierungsbezirk Düsseldorf
- Regierungsbezirk Kleve
- Regierungsbezirk Köln
- Großherzogtum Niederrhein
- Regierungsbezirk Aachen
- Regierungsbezirk Koblenz
- Regierungsbezirk Trier
Provinzialhauptstadt ist Köln.
[bearbeiten] 26. Mai 1821
Auflösung der Regierung in Kleve.
[bearbeiten] 1. Januar 1822
Vereinigung der Regierungsbezirke Kleve und Düsseldorf zum Regierungsbezirk Düsseldorf.
[bearbeiten] 27. Juni 1822
Nach dem Tod des Oberpräsidenten von Jülich-Kleve-Berg (Graf Solms-Laubach + 24.02.1822) werden durch königlichen Erlass die beiden Rheinprovinzen zu einer verschmolzen. Bis 1830 spricht man von den Rheinprovinzen, danach nur noch von der "Rheinprovinz". Sitz des rheinischen Oberpräsidiums wird Koblenz. Die Rheinprovinz(en) setzt sich seit dem 27. Juni 1822 also aus fünf Regierungsbezirken zusammen:
- Regierungsbezirk Aachen
- Regierungsbezirk Düsseldorf
- Regierungsbezirk Köln
- Regierungsbezirk Koblenz
- Regierungsbezirk Trier
Daran hat sich auch nach 1871, also der Reichsgründung, nach 1919, der Gründung der Weimarer Republik, und auch nach 1933, der Machtergreifung der Nationalsozialisten, nichts geändert.
Mit der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 1946 endet die Geschichte der Rheinprovinz. Die Regierungsbezirke blieben jedoch weiterhin bestehen. Die Regierungsbezirke Koblenz und Trier wurden Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz, die Regierungsbezirke Aachen, Düsseldorf und Köln wurden zu Bestandteilen des Landes Nordrhein-Westfalen.
[bearbeiten] Oberpräsidenten 1822 - 1918
- 1822 - 1831 Karl Heinrich Ludwig Freiherr von Ingersleben
- 1831 - 1834 Philipp von Pestel
- 1834 - 1842 Ernst Albert Karl Wilhelm Ludwig Freiherr von Bodelschwingh
- 1842 - 1845 Justus Wilhelm Eduard von Schaper
- 1845 - 1848 Franz August Eichmann
- Sep 1848 - Nov 1848 Eduard von Moeller (provisorisch)
- 1848 - 1850 Franz August Eichmann
- 1850 - 1851 Rudolf Ludwig Cäsar von Auerswald
- 1851 - 1858 Hans Hugo von Kleist-Retzow
- 1858 - 1871 Adolph von Pommer-Esche
- 1872 - 1889 Moritz Heinrich Albrecht von Bardeleben
- 1889 - 1890 Hans Hermann Freiherr von Berlepsch
- 1890 - 1905 Berthold Johann Marcellus Edmund Nasse
- 1905 - 1910 Clemens August Freiherr von Schorlemer-Lieser
- 1910 - 1918 Georg Freiherr von Rheinbaben
- 1918 - 1922 Rudolf Felix Joseph von Groote
[bearbeiten] Genealogische und historische Quellen
[bearbeiten] Genealogische Quellen
[bearbeiten] Historische Quellen
- Rheinprovinz/Gemeindelexikon 1888 (Edition in der DigiBib)
- Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen/XIII - Rheinprovinz (1930) (in der DigiBib)
[bearbeiten] Bibliografie
- Jörg Engelbrecht: Landesgeschichte Nordrhein-Westfalen, Stuttgart 1994.
- Walter Gerschler: Das preußische Oberpräsidium der Provinz Jülich-Kleve-Berg in Köln (1816 - 1822), Köln und Berlin 1967.
- Joseph Hansen (Hrsg.): Die Rheinprovinz 1815 - 1915, Hundert Jahre preußischer Herrschaft am Rhein, Erster Band, Bonn 1917.
- Joseph Hansen (Hrsg.): Die Rheinprovinz 1815 - 1915, Hundert Jahre preußischer Herrschaft am Rhein, Zweiter Band, Bonn 1917.
- Ernst Landsberg (Hrsg.), Preußen / Immediat-Justiz-Commission: Die Gutachten der Rheinischen Immediat-Justiz-Kommission und der Kampf um die rheinische Rechts- und Gerichtsverfassung 1814 - 1819, Düsseldorf 2000, ISBN: 3-7700-7612-5
[bearbeiten] Weblinks
- [I1] Flaggen und Beschreibung: http://www.flaggenlexikon.de/ (22.07.2005)
- Die Rheinprovinz bei der Wikipedia.
- Die Die Rheinprovinz.(16.12.2006)
[bearbeiten] Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis
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Preußen (1822 - 1946-08-23) (Herzogtum Königreich Freistaat) - Quelle |
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| Archive zum Objekt |
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