Slowakei

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Hierarchie
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Lokalisierung der Slowakei



Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Slowakei gehörte vom 10. Jahrhundert bis 1867 zum Königreich Ungarn, ab 1867 bis 1919 dann zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Von 1919 bis 1938 war die Slowakei Teil der Tschechoslowakei (CSR). Von 1939 bis 1945 war die Slowakei ein autonomer Staat. Ab 1945 bis 1992 war die Slowakei wieder Teil der Tschechoslowakei (CSR bzw. CSSR bzw. CSFR) und ist seit 1993 ein eigenständiger, souveräner Staat, die Slowakische Republik.

Zu Historischen Vorgängerstaaten siehe:

Wappen

Landesfarben

Allgemeine Information

Deutschsprachige Bevölkerung in der Slowakei gab es vor allem in und um Preßburg (mag Poszony, sl Bratislava), im Hauerland, der Ober- und Unterzips seit dem 12 Jahrhundert. Daneben bestanden zahlreiche kleinere Sprachinseln. Vor dem 2. Weltkrieg lebten in der Slowakei ca.150.000 Deutschsprachige, die seit der Jahrhundertwende Karpatendeutsche genannt wurden. Sie wurden nach dem 2. Weltkrieg fast vollständig vertrieben (siehe hierzu auch Vertreibung aus der Tschechoslowakei 1945-1946 sowie allgemein Vertreibung).

  • Deutsche Haupt-Siedlungsgebiete (in Klammern Zentren der Siedlungen):
    • Hauerland (Deutsch-Proben und Kremnitz) in der Mittelslowakei, (Deutsch-Proben: Gsp. Nitra, sl: Nemecke Pravno, ung: Nemetprona) ( Kremnitz, sl: Kremnica). Gsp. Turocz und Bars.(Käsmark: Gsp.Spiš, sl:Kežmarok, ung: Késmárk; und Goellnitz, sl: Gelnica, ung: Goellnitzbanya)
    • Preßburger Stadt und Land, und Schüttinsel (Preßburg: Gsp. Preßburg, SW Sl, sl: Bratislava, ung: Pozsony)

Politische Einteilung

Siehe: Geschichte

Kirchliche Einteilung

Karpatendeutsche gehörten seit ihrer Einwanderung im 12 Jahrhundert der örtlichen Kirche an, ohne dass es gesonderte Organisationen gab. In der Praxis war eine Gemeinde slowakisch, ungarisch oder deutsch, aber rechtlich gesehen waren alle Teil der gleichen Territorialkirche. Das war so, als alle Christen in der Slowakei katholisch waren, und blieb so, als manche von Ihnen (zumeist Deutschsprachige) evangelisch wurden. Im 19. Jahrhundert verlangten zuerst die Ungarn, dass nur die Staatssprache verwendet würde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das slowakische vom Staat gefoerdert. Die katholische Kirche hatte keine ethnischen Pfarreien in der Slowakei. Alle Gläubigen blieben Teil der gleichen Kirchengemeinschaft. Dies wurde durch den Gebrauch des Lateins, eine Sprache die niemand seit langem mehr als Muttersprache hat, erleichtert.

Zwar waren die meisten deutschsprachigen Städte Oberungarns im 16. Jahrhundert lutherisch geworden, aber nach dem Ende des 17. Jahrhunderts waren nur zwei lutherische Kirchen je Grafschaft erlaubt (diese Kirchen wurden "Artikularkirchen" genannt, nach den Artikeln des Friedensvertrages). Evangelische predigten in der Volkssprache. Solange die Dörfer isoliert waren, war die Sprache kein besonders strenger Grund zum hadern. Die meisten Evangelischen waren Teil der Ungarländischen Evangelisch-Lutheranischen Kirche Augsburger Bekenntnisses, (A.B.), wenige Mitglieder der Evangelischen Kirche Helvetischen Bekenntnisses (H.B., d.h. Kalvinisten) angegliedert. Das Toleranzpatent des Jahres 1781 erlaubte die freie Ausübung der protestantischen Religionen. Das Bedürfnis, die Seelsorge in der eigenen Sprache gesprochen zu erhalten, führte nun zu starken Konflikten innerhalb der Lutherischen Kirche. Aber der Ungarische Staat erlaubte nicht die Bildung einer selbständigen slowakischen evangelischen Kirche. Nach 1919 erlaubte der tschechische Staat ebenfalls nicht die Errichtung einer ungarischen und deutschen Kirchenorganisation. Erst 1939 konnte auf Grund der politischen Lage eine eigene Deutsche Evangelische Landeskirche A.B. in der Slowakei errichtet werden. Sie überlebte den Zusammenbruch nicht.

Bis 1782 wurden Lutheraner in den katholischen Kirchenbuechern vermerkt, meistens gesondert am Ende des Kirchenbuches, oder gar in einem getrennten Band. Nachdem Lutheraner allgemein toleriert wurden, haben evangelische Kirchengemeinden nach und nach eigene Kirchenbüecher geschaffen. Sprachlich blieb in den katholischen Kirchenbuechern das Latein die vorherrschende Sprache. In den evangelischen Pfarrämtern wurde Anfangs entweder deutsch, slowakisch oder ungarisch gesprochen, von 1884 bis Ende 1919 nur ungarisch. Es ist daher wichtig, die wichtigsten ungarischen Begriffe zu kennen, auch die Vornamen (z.B. Katharina wurde als Katalin vermerkt, Rudolf als Gerö, Samuel als Samu) Die Webseiten 'Radixindex' und 'Lexikon' helfen beim Übersetzen.

Zu Kirchenbüchern siehe:

Geschichte

Die Slowakei gehörte vom 10. Jahrhundert an zum historischen Königreich Ungarn, dann von 1867-1919 zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, als "Oberungarn" oder "Zentralungarn" oder "Felvidék." Dies war allerdings nur ein Landschaftsname, nicht eine administrative Gliederung. Oberungarn bestand aus den Grafschaften (in Latein, der Amtssprache bis 1844, comitatus genannt, auf deutsch Komitat oder Gespannschaft, auf ungarisch megye): Preßburg/Poszony, Neutra, Komorn, Barsch, Neusohl, Gömör, Kleinhont, Hont, Neograd, Abauj,Torna, Liptau, Turz, Orava, Trentschin, Zips, Scharosch und Zemplin, dazu im Gebiet der späteren Karpato-Ukraine die Komitate Ung, Bereg, Ugocsa und Maramarosch.

Diese Komitate kamen 1919 ganz oder teilweise zur Tschechoslowakei (CSR), einem Staat der 1919 neu gebildet wurde und den es vorher nicht gegeben hatte. In diesem Vielvölkerstaat bildeten 1921, die Slowaken 14,9 %, die Tschechen 50 %, die Deutsch-Ethnische Bevölkerung (Sudetendeutsche) 23,1 %, die Magyaren (Ungarn) 5,2 % sowie ein gemischter Rest 6,6 % der Bevölkerung. Die Grenzziehung zu Ungarn zerschnitt mehrere Komitate, so z.B. von Abauj, was natürlich das Finden von Archivalien erschwert, wenn die Komitatshauptstadt bei Ungarn verblieb. Es wurden die Provinzen Slowakei und Karpato-Ukraine gebildet.

In der Tschechoslowakei (CSR) hatte die Slowakei 49.021 qkm, mit 1930 3.3 Millionen Einwohnern, die Karpatho-Ukraine 12,600 qkm mit fast 1 Million Einwohnern. In der Slowakei wurden die Komitate 1923 zu 6 Kreisen, oder Župan, neu eingeteilt. Dazu gab es nach dem ersten Weltkrieg folgende Grenzänderungen: 1919 erhielt Polen 12 Dörfer in der NW Zips, 195 qkm mit 8.747 Einwohner, Hauptort Jablonka, und 13 Dörfer in der Arwa, (nicht weit vom polnischen Zakopane), mit 389 qkm und 16.133 Einwohnern, Hauptort Neu-Bela, darunter einige Deutschsprachige.

Nach dem Münchner Abkommen von September 1938, wurde die Slowakei autonom. Im März 1939 stimmte der slowakische Landtag einstimmig für die Unabhängigkeit statt der Wiedervereinigung mit Ungarn. In diesem Zeitraum verlor die Slowakei:

  • an Polen in der NW Zips und Arwa weitere 7 Dörfer mit 21 qkm und 9.900 Einwohnern, darunter einige Deutschsprachige. Diese Dörfer, sowie die 1919 verlorenen, kamen am 21 Nov. 1939 wieder zur Slowakei.
  • an Ungarn fielen im November 1938 12.051 qkm mit 1.06 Millionen Einwohner der Slowakei und der Karpatho-Ukraine, im März 1939 der Rest der Karpatho-Ukraine und am 4. April 1939 rund 491 qkm der Ostslowakei.
  • Das Deutsche Reich erhielt 43 qkm mit 16,000 Einwohner, (Engerau, sowie das Städtchen Theben/Devin.

Das slowakische Staatsgebiet verkleinerte sich damit auf 38,055 qkm mit 2.6 Millionen Einwohnern.

Nach Ende des 2. Weltkriegs wurde die Slowakei von den allierten Siegermächten ohne Volksabstimmung erneut der wiederauferstandenen Tschechoslowakei (CSR) zugeschlagen, samt den 1938-39 an Polen, Ungarn und dem Deutschen Reich abgetretenen Gebiete, aber ohne die 1919 an Polen verlorenen Dörfer. Die Karpato-Ukraine wurde Teil der Sowjet-Union, und gehört seit 1991 zur Republik Ukraine. Die Tschechoslowakei (CSFR) zerfiel 1993 in zwei Staaten: die Tschechische Republik und die Slowakische Republik, mit 49.014 qkm und 5.3 Millionen Einwohnern. Davon sind rund 6.000 Karpatendeutsche.

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

  • Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V. (AGoFF)
    Schriftführer: Mario Seifert, Hessestraße 16,14469 Potsdam,Tel. 0331-295835
    naehere Informationen ueber die AGoFF: http://agoff.genealogy.net
    Forschungsbereich Karpatendeutsche aus der Slowakei: Forschungsaufträge werden nicht übernommen, sondern nur Auskuenfte (an AGoFF-Mitglieder kostenlos, an Nichtmitglieder je nach Aufwand) erteilt. Bitte Rueckporto nicht vergessen!
  • Slowakische Genealogische-Heraldische Gesellschaft (SGHS)
    nám. J. C. Hronského 1, SK-036 01 Martin, Tel.: +421–43–4131267.
    Die 1991 gegründete Gesellschaft kümmert sich auch um nicht-slawische Völker innerhalb der Slowakei. Sie gibt die Zeitschrift "Genealogicko-heraldický hlas" (Genealogisch-Heraldische Stimme) heraus. Webseite

Historische Gesellschaften

  • Karpatendeutsches Kulturwerk, Heimatmuseum und Archiv. c/o Stadtbibliothek, Postfach 6260, D-76124 Karlsruhe.
  • Ausstellung: Karpatendeutsches Regionalmuseum, Bibliothek & Archiv. Schloss Karlsburg, Pfinztalstrasse, D-76227 Karlsruhe-Durlach. Kulturwerk

Andere Institute und Gesellschaften

Diese Vereine arbeiten mit Freiwilligen. Bitte bei jeder Anfrage Rückporto beilegen und wenn die Frage zeitraubend ist, eine dem Aufwand entsprechende Spende geben.

  • Karpatendeutsche Landsmannschaft in Deutschland.
    Haus der Heimat, Schlossstrasse 92/II, D-70176 Stuttgart. Vorsitzender: Oskar Marczy. Verkauft Heimatbücher und erteilt Auskunft. Webseite: KDL E-mail: KDL
    Das Karpatenjahrbuch enthält viele historische Aufsätze. Fuer das Monatsblatt Karpatenpost, 1950-1970, gibt es ein Personen-Register, was die Verwandtensuche erleichtern sollte.
  • Karpatendeutsche Landsmannschaft in Österreich.
    Quellenstrasse 95/2, A-1100 Wien. Obmann: Dr. Joseph Derx. Gleiche Aufgaben wie die KDL in Stuttgart, aber mit größerem Schwerpunkt auf Preßburg und Umgebung. Gibt 6 mal pro Jahr das Heimatblatt heraus. Webseite unter KDLOe
  • Karpatendeutscher Verein in der Slowakei.
    Lichardova 20, SK-04000 Košice, Slowakische Republik. Obmann: Bartholomäus Eiben. Webseiten unter KDVgeocities und Karpatendeutscher Verein. E-mail: Oswald. Der Verein kann kostengünstige Übersetzer und Forscher für örtliche Archive vermitteln.
  • Karpatenblatt: Organ des Karpatendeutschen Verein in der Slowakei.
    Hviezdoslavova 2/418, P.O. Box 47, 058-01 Poprad, Slowakische Republik. Chefredakteur: Vladimir Majovsky. Monatsblatt, mit vielen Informationen. DM 25 pro Jahr. E-mail: karpatenblatt

Abkürzungen/Abbreviations

Karpatendeutsche Genealogie: Slowakei/Slovensko
Sprache/language
sl - slowakisch/slovakian
ung - ungarisch/hungarian
mag - Magyar (ungarisch/hungarian)
Gsp. - Gespanschaft (sl župa, mag megye, de Komitat)
N, O, W, S, M - Nord/North, Ost/East, West, Süd/South, Mittel/Middle
Sl - Slowakei/Slovakia
KDL - Karpatendeutsche Landsmannschaft

Genealogische and historische Quellen

Genealogische Quellen

Kirchenbücher

Die vorhandenen katholischen, evangelischen und jüdischen Matriken wurden in 8 slowakische Hauptarchive abgeliefert. Die Matriken meist erst nach 1700; nur in wenigen Fällen sind Matriken vor 1700 oder gar vor 1650 erhalten.

Während im Westen und am Donaurand eher die römisch-katholische Kirche überwiegt, findet man im Mittelteil der Slowakei mehr evangelische, und im Osten der Slowakei mehr orthodoxe Kirchen.

Da die Slowakei vor 1921 zu Ungarn gehörte, beginnt hier das Standesamt schon 1895. Matriken nach dieser Zeit sind also in der Regel in den Gemeindeämtern zu suchen. Die Matriken vor 1895 wurden in den letzten Jahren mikroverfilmt und können ohne Voranmeldung in den zuständigen Archiven eingesehen werden. Es ist auch möglich, sich Filme aus dem Archivbereich von Kaschau nach Preßburg zu bestellen, um sie in Preßburg einsehen zu können. Schriftliche Anfragen können an das zuständige Archiv, oder an das Hauptstaatsarchiv in Preßburg gesandt werden. Diese Forschungen sind allerdings kostenpflichtig und können mitunter einige Monate dauern.

Bei den deutschen evangelischen Kirchenbüchern wurden viele 1945 evakuiert, und sind in den Wochen des Kriegsendes verloren gegangen. Ein Waggon voller Kirchenbücher wurde zufällig von zwei karpatendeutschen Pfarrern gefunden, Pfr. Nika und Pfr. Eduard Drgala, und so gerettet. Die meisten dieser Bücher werden in evangelischen Kirchenarchiven in der BRD aufbewahrt, so z.B. die von Bösing, Kirchdrauf, Ratzersdorf, und St Georgen im Landesarchiv in Württemberg. Einige Zipser Pfarrarchive (Eisdorf, Bierbrunn, Deutschendorf/Poprad und Niederschwaben) kamen ins Staatliche Militaerarchiv nach Moskau (Russland), ul. Wyborgskaya, im Fonds 1295, Kirchliche Organisationen. Der Katalog ist unter Moskau Sonderarchiv zu lesen. Andere mögen noch unerkannt in Archiven in Österreich oder Deutschland sein. Andere Kirchenbücher sind im Archiv in Leutschau und wurden in den 1990er Jahren von den Mormonen verfilmt.

Nach der Wende haben sich die Überlebenden mancher Gemeinden entschieden, die Kirchenbücher an ihre slowakischen Nachfolger in Haus, Hof und Kirchen zu schenken, in der Hoffnung dass heute diese Menschen bereit sind, die deutsche Geschichte ihrer Heimatorte anzuerkennen. Andere Überlebende, etwas misstrauischer angesichts der in der Slowakei allgemeinen Leugnung der Vertreibung, lehnten eine solche Übergabe ab. Für den Forscher ist es wichtig zu wissen, dass diese Kirchenbücher zerstreut sind. Am besten ist es, beim Hilfskommittee über den jetzigen Standort der evangelischen Kirchenbücher nachfragen.

Ratzersdorf/Pressburg. Die Kirchenbücher der deutschen Evangelischen Gemeinde Ratzersdorf, 1785-1945, sind von Norbert Gschweng auf CD-Rom übertragen worden.

Für folgende Gemeinden sind Ortsfamilienbücher erstellt worden, die online unter http://www.ortsfamilienbucher.de einsehbar sind:
Bösing (slowakisch: Pezinok, ungarisch Bazin)
Grünau (slowakisch: Grinava, seit 1947 Myslenice, ungarisch: Grinád)
Limbach (slowakisch: Hlinik, seit 1957 wieder Limbach, ungarisch: Limpak)
Ratzersdorf (ungarisch: Recse, slovakisch Racistorf)
St. Georgen (slowakisch: Sväty Jur, seit 1960 Jur pri Bratislave, ungarisch: Szentgyörgy)

Personenstandsregister

Wurden 1895 eingeführt, und laufen paralell zu den Kirchenbüchern. Allerdings sind die staatlichen Matrikeln dem Schutz der Privatsphäre verpflichtet, während die Kirchenbücher, vor allem auf den Filmen der Mormonen, frei bis zum Ende der deutschen Gemeinden (1945) eingesehen werden können. Die Matrikel sind allerdings unumgänglich wenn es sich um Vorfahren handelt, die aus der Kirche ausgetreten waren, oder die eine Mischehe eingingen, ohne sich der Religion der Braut/Bräutigams anzuschliessen. Dann ist die Ehe, sowie die Geburt der Kinder, nur im staatlichen Matrikel verzeichnet.

Bibliographie

Historische Literatur

Folgende Bücher behandeln u.a. auch die Geschichte der Slowakei:

  • Adalbert Hudak, Isidor Lasslob: Der Leidensweg der Karpatendeutschen, 1944-46, eine Dokumentation. Stuttgart: Arbeitsgemeinschaft der Karpatendeutschen 1983. Durch KDL beziehen.
  • Paul Brosz, Das letzte Jahrhundert der Karpatendeutschen in der Slowakei. Karpatendeutsche Landsmannschaft, Stuttgart. 1992. DM 25.
  • Alfred M. de Zayas: Die Anglo-Amerikaner und die Vertreibung der Deutschen.Vorgeschichte, Verlauf, Folgen München 1977, ISBN 3406069940. Der amerikanische Historiker und Voelkerrechtler untersuchte die Mitverantwortung der Westalliierten für die Vertreibung von Deutschen aus den deutschen Ostgebieten sowie der Tschechoslowakei.
  • Alfred M. de Zayas: Zeugnisse der Vertreibung. Krefeld, 1983, Schriftenreihe edition d; Bd. 6, ISBN 3-88289-206-4
  • Friedrich Gottas: Die Deutschen in Südosteuropa. 1980.
  • Friedrich Gottas: Das Nationalitätenproblem in Ungarn, 1857-1918. 1983. Prof. Gottas, (geb. 1940), ist Karpatendeutscher und lehrt an der Universität Salzburg.
  • Hochberger, Ernst: Das große Buch der Slowakei. Stuttgart: Hochberger, Sinn 1997. Ein 582-Seiten Handbuch mit ueber 3,000 Stichwörtern ueber die Slowakei und die Karpatendeutschen. ISBN is 3-921888-08-5.
  • Joerg K. Hoensch: Geschichte der Tschechoslowakei. 3. Auflage 1992, Verlag W. Kohlhammer, ISBN 3-17-011725-4. Prof. Hoensch (1935-2001), war Karpatendeutscher, und lehrte osteuropäische Geschichte an der Universitaet des Saarlandes in Saarbrücken.
  • Egbert K. Jahn: Die Deutschen in der Slowakei in den Jahren 1918-1929. Ein Beitrag zur Nationalitätenproblematik. Collegium Carolinum, Bd. 24 (1971).
  • Joerg Meier. Untersuchungen zur deutschsprachigen Presse in der Slowakei. Leutschau/Lovoča: Verlag Modry Peter, 1993. 619 Seiten. ISBN 80-85515-12-1. Ausgezeichnete Dissertation (Ruhr-Uni Bochum 1993), über den Zipser Anzeiger/Zipser Bote.
  • Rudolf Melzer: Erlebte Geschichte:Rückschau auf ein Menschenalter Karpatendeutschtum. Karpatendeutsche Landsmannschaft in Oesterreich, Wien, Bd 1, 1989, 187 Seiten 22 DM, Bd 2 , 1996, 686 Seiten. ISBN 3-85374-266-1. Der Verfasser, ein geborener Hauerländer, dokumentiert mit vielen Einzelheiten die Geschichte der Karpatendeutschen von 1918 bis zur Gegenwart.
  • Karl-Peter Schwarz: Tschechen und Slowaken: Der lange Weg zur friedlicher Trennung. Europa Verlag Wien, 1993, 240 Seiten, ISBN 3-203-51197-5. Karl-Peter Schwarz, Journalist, seit 1990 Prag-Korrespondent für "Die Presse" (Wien) und "Die Welt" (Bonn), beschreibt die Geschichte der beiden Völker durch die Jahrhunderte, vom Nationalitätenstreit in der Habsburger Monarchie zur ersten Republik (1918-1938), deren Untergang durch Hitler und der nationalistischen Politik der Beneš-Regierung, das Protektorat Böhmen und Mähren, der Tiso-Staat, die Wiederauflage des "Tschechoslowakismus" 1945, Föderalisierung nach dem Prager Frühling bis zum Scheitern 1993.
  • Josef Špetko: Die Slowakei, Heimat der Völker. Wien, 1991. 400 Seiten. Der Autor, ein slowakischer Gelehrter, lebt seit 1967 in München als freier Journalist.
  • Jonas Berg: Geschichte Eine kurze Geschichte der Slowakei und seiner deutschen Städte, von Jonas Berg und einer Gruppe von Studenten aus Europa geschrieben. Kurz und präzis.
  • Einfuehrung auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Preßburg.
  • Slowakei stellt sich vor

Weitere Literatur

  • Isidor Lasslob u.a.: Karpatendeutsche Trachten und Tänze. DM 48. Bezug: durch KDL.
  • Eduard Alexy. Karpatendeutsches Hirtenspiel. DM 2.50. Bezug durch KDL.
  • Karl Schwarz. Karpatendeutsches Liederbuch. 1964. DM 10. Bezug durch KDL.
  • Alfred Grosz. Sagen aus der Hohen Tatra. 1971. Durch KDL. "1998 vergriffen."
  • Karl Fuerst. Das Oberufener Paradeisspiel. 1979.
  • Oskar Marczy, Ladislaus Müller u.a.: Sitten und Gebräuche der Karpatendeutschen. 2001. 171 Seiten. Bezug durch KDL.

Ortslexika und Karten

Ortslexika

  • Chalupecky, Dr. Ivan. Führer durch die Archive der Slowakischen Republik.
    Stuttgart: KDL 1998. Ein 59 Seiten Büchlein, dass jeder Ahnenforscher haben muss. Dr. Chalupecky ist Archivar und Historiker in der Slowakei. DM 10 beim KDL. ISBN 80-88704-15-4.
  • Lasslob, Isidor. Deutsche Ortsnamen in der Slowakei mit den wichtigsten Gebirgs- und Flussnamen. Stuttgart 1974. Karpatendeutsche Landsmannschaft. Nennt alle Ortsnamen in Deutsch, Slowakisch und Ungarisch.
  • Mayerhofer, H.: Österreichisch-ungarisches Ortslexikon
    Enthaelt die Pfarrorte, Kultusgemeinden und Filialen aller Konfessionen Oesterreich-Ungarns, mit Angabe des Landes und des Gerichtsbezirks. Wien 1896.
  • Majtan M.: Názvy Obcí na Slovensku za ostatnych dvesto rokkov (=Bennenungen der Gemeinden in der Slowakei in den letzten 200 Jahren) Vydavatelstvo slovenskej akademie vied (=hrsg. von der Slowakischen Akademie der Wissenschaften), Bratislava 1974. Neuauflage 1998, Veda Verlag, Bratislava.
  • Pfohl, Prof. Ernst. Ortslexikon Sudetenland.
    Oro-, hydro- und topographisches, statistisches und wirtschaftskundliches Nachschlagewerk, ueber jeden Ort der Tschechoslowakei von 1918-1938, einschliesslich von Karpato-Ruthenien. Enthaelt die Namen in verschiedenen Sprachen, Lage, Einwohnerzahl, Denkwürdigkeiten, Bedeutung, Post- und Eisenbahnstation, Industrie & Handel, nach amtlichen Daten, aber keine Angabe der Pfarrorte! Nachdruck der 3. Aufl. 1931, 680 S, Helmut Preussler Verlag, Nuernberg; 1987; ISBN 3-925362-47-9, DM 59.50

Karten

  • Historische Landkarten, siehe Angaben in Österreich-Seiten, wie z.B. Österreich-Ungarn

Archive und Bibliotheken

Archive

Staatliche Archive

Anträge für Forschungen (einschl. der Anfertigung von Abschriften der Archivdokumente) sind an das Zentralarchiv in Bratislava zu richten. Es wird empfohlen, ein Preislimit in EUR/US$ anzugeben.

  • Archivni sprava MV SR (staatliches Zentralarchiv Pressburg). Krizkova ulice 7, SK-81104 Bratislava
    Tel = 00421 2 524 96 046, 52 49 60 51, 52 49 60 53, Fax = 00421 7 394 530, Öffnungszeiten: MO - DO: 8.30 - 15.00

Lokale Archive

  • Statny oblastny archiv v Bytci, kastiel. SK-014 35 Bytca
  • Statny Oblastny archiv v Kosiciach, ul. J. Bacika c., SK-041 56 Kosice
  • Statny Archiv v Levoci, Namestie Majstra Pavla 7, SK-05445 Levoca
  • Statny Oblastny archiv v Nitre, Novozamocka ul.c.388, SK-94908 Nitra-Ivanka
  • Statny Oblastny archiv v Presove, Hlavna ul.c. 137, SK-08001 Presov

Sonstige Archive

  • Kriegsarchiv Wien > Kriegsarchiv, (Militärstandesunterlagen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie)
  • WAST (Wehrmachtsauskunftsstelle), Berlin, Deutschland
  • Staatliches Militaer Archiv, ul. Wyborgskaya, Moskau, 125212.
    Im Fonds 1295, Religiöse Organizationen, ist u.A. Archivmaterial aus den evangelischen Pfarreien von Eisdorf, Bierbrunn, Deutschendorf und Niederschwaben. Moskau Sonderarchiv
  • Martin Opitz Bibliothek, Berliner Platz 5, D-44623 Herne
  • Institut für Auslandsbeziehungen, Charlottenplatz 17, D-70123 Stuttgart

Bibliotheken

Verschiedenes

Heimat- und Volkskunde

  • Karpatendeutsches Kulturwerk, Heimatmuseum und Archiv
    c/o Stadtbibliothek, Postfach 6260, D-76124 Karlsruhe. Austellung: Karpatendeutsches Regionalmuseum, Bibliothek & Archiv. Schloss Karlsburg, Pfinztalstrasse, D-76227 Karlsruhe-Durlach. Webseite: Kulturwerk
  • Heimatmuseum der Stadtgemeinde Hainburg--Karpatendeutsche Heimatstube
    Wienertor, A-2140 Hainburg/Donau. Tel: 02165/62111. Geöffnet Mai bis Oktober. Im Web unter Hainburg, im Register K klicken.
  • Slowakisches National-Museum - Karpatendeutsche Abteilung
    Muzeum kultury karpatskych Nemcov. Dr. Ondrej Poess, Director. Žizkova 14; SK-81436 Bratislava; Slowakische Republik. Ausgezeichnete Heimatsammlung, in einem schönen Gebäude gleich unterhalb der Burg, neben dem Archaeoloischen Museum. Tel: (421) 7-5315570, FAX 7-5315557. Webseite (auf Slowakisch): Muzea sowie Museum. E-Mail: mailto:muzeumkkn@ba.telecom.sk

Regionale Landschaften

Historische Landschaften

  • Preßburger Land und Schüttinsel (sl: Žitný ostrov)
    • Ratzersdorf von Norbert Gschweng
  • Hauerland
    • Oberstuben von Joachim Geburtig Münnichwies
  • Zips (sl: Spis^) Die Zips Universität Bielefeld
    Siehe hier auch: Zipser-Deutsche
    • Oberzips KDV Beschreibung der Oberzips
    • Eisdorf von Thomas Reimer
    • Metzenseifen
    • Metzenseifen-USA auf Englisch


Berufsgenealogen

(Ohne jegliche Gewähr) Übersetzungen und Forschungen können auch kostengünstig durch die KDL in Stuttgart und KDV in der Slowakei gemacht werden, siehe oben.

  • Verbatoria, eine slowakische Firma.
  • Familytree, eine ungarische Firma.
  • RadixIndex, eine ungarische Firma.
  • Konekta, von Vladimir Bohinc. Adresse: Dukelska 11, 91-501 Nove Mesto nad Vahom, Slowakei. Er spricht deutsch.
  • Juraj ČISÁRIK, Ing. Adresse: Narodna trieda 70, 040 01 Kosice http://www.cisarik.com/0_author.html


Internetlinks

Offizielle Internetseiten

Genealogische Internetseiten

  • Verzeichnis genealogischer/historischer Vereine bei FEEFHS. (Federation of East European Family History Societies). German Genealogy Cross-Index und Slovak Republic Genealogy Cross-Index; Austro-Hungarian Genealogy Cross-Index
  • Eastern Slovakia, Slovak and Carpatho-Rusyn Genealogy Research. http://www.iarelative.com/slovakia.htm ) und
  • The Slovak Heritage and Cultural Society of British Columbia, Canada. http://www.slovakheritage.org/



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