Malta

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Disambiguation notice Malta ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Malta (Begriffserklärung).

Hierarchie

Regional > Europa > Malta

links Fort St. Elmo, Wellenbrecher mit Leuchtturm, Hafeneinfahrt, rechts: Fort St. Angelo, am Fuß der Halbinsel liegt die St. Lorenzkirche

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Geografische Position

  • 1895 Position bei (N 34° 50' bis N 36° 00' | O 14° 20' bis O 14° 35')

Besiedlung

  • 5200 v. Chr. Erste Besiedlung
  • 4000 - 2500 Epoche der Tempelbauer
  • 2000 - 1000 v. Chr. Epoche der Bronzezeit

Landesherren

Zeitzeichen 1895

  • Malta, Insel in Great Britain (Grossbritannien), am Mittelmeer, im Süden von Sizilien
    • Flächengröße: 322,6 qkm
    • Einwohner: 163.850, mit Garnison 174.621 Einwohner
      • 152.553 Einwohner um 1895 ein Gemisch von Ur-Bewohnern, Italienern, Arabern etc. von dunkler Gesichtsfarbe, kräftigem Körperbau, fleissig, genügsam, rascher Auffassung, aber mangelhafter Bildung; sie sprechen das Maltesische, einen Dialekt des Arabischen mit Italienisch vermischt, vorzügliche Seeleute.
    • Im Süden u. Südwesten steil aus dem Meere aufsteigend, bildet die Insel ein bis 250 m hohes Plateau, das gegen Nordosten sich bis zum Meere langsam senkt. Die Nordost-Küste ist vielfach eingebuchtet u. bietet vorzügliche Häfen, die Süd u. Südwest-Küste ist steil
    • 5 kleine Bäche
    • Klima sehr warm, vom Mai bis August bei fast stets wolkenlosem Himmel drückend heiss, einen eigentlichen Winter kennt man nicht; mittlere Temperatur im Winter +11,2° R (min. +9,4° R), im Sommer 20° R (max. 32,4° R).
    • Ungemein üppige Vegetation, namentl. in Rosen.
    • Produktion: Getreide, namentlich Weizen, Baumwolle, Obst, Südfrüchte, Gemüse, Wein, Sesam, Zuckerrohr, wenig Rinder u. Pferde, sehr schöne u. starke Esel u. Maulesel, gezähmte afrikanische Gazellen, Ziegen, Schafe, Schweine, Bienen; Alabaster, Porzellanerde, Spuren von Quecksilber, Gold u. Silber; bedeutende Salzwerke
    • Sprache 1895 in den Städten Italienisch, zum Theil auch Englisch, amtliche Sprache ist das Englische.
    • Industrie:Stoffe (Baumwolle, Seide), Tischlerwaren, Spitzen, Filigranarbeiten (Gold), Schmucksachen, Leder, Seife, Zigarren. Im Zentrum vom Mittelmeer mitten auf der Strait of Gibraltar nach den Häfen der Levánte hat Malta bedeut. Handel u. Schiffahrt. Wert der Ein- u. Ausfuhr 1895 je über 75 Mill. £.
      • Eingeführt werden: Getreide, Wein, Rinder u. Indust.-Prod.;
      • ausgeführt: Getreide (weniger als die Einfuhr beträgt), Baumwolle, Südfrüchte.
    • Die Verwaltung führt ein Gouvernor, dem ein Rath von 18 Mitgliedern (10 von der britischen Krone ernannt, 8 von der Bevölkerung gewählt) zur Seite steht.
    • An Bildungsanstalten besteht eine Universität, 2 Lyceen etc.
    • Religion: Die einheimische Bevölkerung ist kath. Die Inselgruppe bildet mit der Insel Ródhos eine Diöcese mit Erzbischofsitz.
    • Garnison: 6.000 Briten u. 500 Mann Miliz aus Eingeborenen.
    • Hauptstadt ist La Valetta.

Unabhängigkeit

  • 1964 Malta wird unabhängig
    • Zum Staatsgebiet zählen auch die Inseln Comino und Gozo
  • 1974 Deklaration der Republik
    • 1979 die britischen Truppen verlassen die Insel
  • 2004 Malta tritt der Europäischen Union bei
    • 2008 Der EURO wird als Währung eingeführt

Wappen, Flagge

Das Wappen Maltas wurde am 19. Oktober 1988 eingeführt, nachdem 1987 die Nationale Partei an die Macht gekommen war. Es lehnt sich an das Wappen von 1964 an und löste damit das 1975 eingeführte, sehr moderne Wappen mit dem Malteser Boot unter der Mittelmeersonne ab.

? Beschreibung:

Wappen: Das Wappen zeigt einen rot-weiß geteilten Schild mit einer Mauerkrone, als Zeichen der Souveränität. Im oberen linken (heraldisch rechten) Eck ist das Georgskreuz abgebildet, eine militärische Auszeichnung, die der gesamten Bevölkerung Maltas für ihren Mut und ihre Tapferkeit während der italienischen und deutschen Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg vom britischen König Georg VI. am 15. April 1942 verliehen wurde. Den Schild umgeben je ein Oliven- und ein Palmzweig, als Zeichen des Friedens. Die Zweige werden von einem Schriftband mit der Aufschrift Repubblika Ta' Malta, maltesisch für Republik Malta, zusammengehalten.

Allgemeine Information

Politische Einteilung

Kirchliche Einteilung

Malteserritter

St. Lorenzkirche

Vittoriosa, direkt rechts am Fuß der Halbinsel zum Fort St. Angelo der Malteserritter gelegen, war vor der Großen Belagerung von 1565 als Birgu bekannt, ist eine der ältesten Gemeinden in Malta. St. Lorenz diente ursprünglich, vor der Gründung Vallettas und des St. Johannesdoms, als Konvent des St. Johannesordens . Die heutige Kirche wurde zwischen 1681 und 1697 gebaut und von einem der wichtigsten Barockarchitekten Maltas, Lorenzo Gafa, entworfen. Sie ist ein Paradebeispiel für römischen Barock. Der Bereich vor der Kirche wurde während der Belagerung als Friedhof genutzt. Später wurden an dieser Stelle die St. Josefkapelle und die Kruzifixkapelle errichtet. Hut und Schwert des Großmeisters Jean de la Vallette, Gründer von Valletta, sind in der St. Josefkapelle ausgestellt. Ein kleines Museum befindet sich neben der Gemeindekirche

St. Johannes Nebendom

Für den europäischen Familienforscher ist wohl der St. Johannesdom das interessanteste Objekt auf Malta überhaupt. Der Boden der auf Fels gebauten Kirche ist durchgehend bedeckt mit 375 Grabplatten aus Einlegearbeiten mit verschiedenfarbigen Marmormosaiken, unter denen Ordensritter beigesetzt sind. Der Dom war ein Schrein für die Ritter, und viele Söhne adliger Familien Europas aus dem 16. bis 18. Jahrhundert liegen hier begraben. Dieser Dom wird als erstes vollständiges Beispiel des Hochbarocks überhaupt beschrieben und stellt einen Auszug der Rollen seiner Ursprungspatrone, den Rittern von St. Johannes dar.

In der Krypta befindet sich zudem das Grab des Gründers von Valletta, Großmeister Jean Parisot de la Vallette.

Der Dom ist ein Beleg für das Talent des Malteser Militärarchitekten Mattia Preti mit seinen schwierigen in Stein gemeißelten Wandbildern, den bemalten Gewölbedecken sowie den Seitenaltären mit Szenen aus dem Leben des St. Johannes. Der Dom beherbergt auch einen der bedeutendsten Kunstschätze Europas – Caravaggios Enthauptung von Johannes dem Täufer.

Interessant auch die Aufteilung der Seitenschiffe des Doms in Kapellen, welche jeweils einer Landsmannschaft (Zunge) des Ordens der Johanniter zugeordnet sind. So findet man im linken Seitenschiff von hinten nach vorn die Kapelle Deutschlands, Italiens, Frankreichs der Provence und abschließend die von Bayern und Großbritanien gemeinsam; im rechten Seitenschiff gleichermaßen die Portugals und Kastiliens, Aragóns und der Auvergne. Hier spieglt sich die Organisationsstruktur der Maltaserritter in der Spitze wider.

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische und historische Quellen

Bibliografie

  • Freller, Thomas: Globalisierung anno dazumal. Der Philosoph, Rebell und Geheimrat Johann Nepomuk von Rechberg (Donzdorf, Malteser, Malta, Mindelheim); in: ostalb/einhorn, Vierteljahreshefte für Heimat und Kultur im Ostalbkreis; Heft 150 2011, S. 108-116

Bibliografie-Suche

Ortslexika und Karten

Archive und Bibliotheken

Nationalbibliothek von Malta

Nach Plänen von Stefano Ittar (1734-1790) wurde Maltas National Bibliothek erbaut, um die Büchersammlungen des Johanniterordens und Wertsachen zu beherbergen: letztere wurden von verstorbenen Kreuzrittern laut eines Dekretes des Jahres 1555 ererbt. Der Malteserordensritter Baili Frau Jean Louis Guérin de Tencin wird als der Begründer der Bibliothek betrachtet. Als er 1766 starb, hinterliess er eine Büchersammlung von etwa 9.700 Bänden. Seitdem wurde die Bibliothek ausgebaut und mit unschätzbaren Sammlungen bereichert.

Zur Zeit des Grossmeisters „de Rohan“ wurde Ittars Gebäude vollendet. Aber erst 1812 wurden die Bücher in das neue Gebäude übetragen. Anlässlich des Geburtstages (04.06.) von König Georg III. von England eröffnete Sir Hildebrand Oakes, als britischer Zivilstatthalter, dann die „Bibliotheca Publica“.

Im Jahre 1936 bekam die Bibliothek den Titel „Royal“ und wurde als „Royal Malta Library „ bekannt. Seit 1976 erhielt sie ihren jetzigen Namen „National Library of Malta“.

1937 wurde das Hauptarchiv des Johanniterordens von dem „Public Registry“ in die „Bibliotheka Nazzijonalita Malta“ übertragen. Unter den frühesten Urkunden, welche im Archiv aufbewahrt werden, befindet sich die 1113 datierte päpstliche Bulle. Damit gewährt Pascal II. seine Billigung an das Spital von Johannes von Jerusalem. Dies gebrechliche Pergament zählt zu den ursprünglichen Urkunden in der Geschichte Europas.

Unter anderem gibt es in der Bibliothek des Archiv der Università die Ginrati (des Inselrates vor 1530), einige Incunabula, eine Manuskriptensammlung der Bibliothek, zusammen mit einigen Bildhandschriften aus dem 15. Jhdt. Und eine reiche Sammlung von Melitensia, welche in Malta veröffentlichte Bücher, Zeitungen und Zeitschriften einschließt.

Die Bibliotheca, wie sie allgemein genannt wird, beherbergt Dokumente, die die Geschichte dieser Inseln durch die Jahrhunderte behandeln. Früher hat sie als die erste „Public Library“ der Insel gedient, nun dient sie ausschließlich als Forschungs- und Belegbibliothek.

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

Weitere Webseiten



Flagge der Europäischen Union Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Belgien | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Niederlande | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Schweden | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Zypern


Staaten in Europa

Albanien | Andorra | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Irland | Island | Italien | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Monaco | Montenegro | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich | Weißrussland

Persönliche Werkzeuge
In anderen Sprachen