Schierke

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche


Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Sachsen-Anhalt > Landkreis Harz > Wernigerode > Schierke

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Schierke am Brocken[1] ist ein Ortsteil von Wernigerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Wappen

Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Hirsch-Schädel mit Geweih im Visier.“

Das Hirschgeweih versinnbildlicht den „König des Harzwaldes“, die in den Bergwäldern Schierkes vorherrschende Wildart. Wie das Geweih die Krone des Hirsches ist, stellt Schierke am Brocken durch seine Naturschönheit und sein Heilklima gleichsam eine Krönung der Harzlandschaft dar.

Das Wappen wurde am 5. Mai 1939 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen. Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

Allgemeine Information

Einwohner: 713 (31. Dez. 2007)

Politische Einteilung

Schierke gehörte bis zum 30. Juni 2009 zur VGem Brocken-Hochharz.

  • Am 01.04.1924 Umwandlung Gutsbezirk Schierke in eine Landgemeinde gleichen Namens. [2]
  • Am 1. Juli 2009 wurden die Gemeinde Schierke nach Wernigerode eingemeindet.

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

  • Evangelische Christusgemeinde Wernigerode-Schierke → Bergkirche Schierke
  • Am 1.10.1933 wurden die Evangelischen der Kolonie Barenberg und der Försterei Winterberg, bisher zur Kirchengemeinde Elbingerode, Kirchenkreis Clausthal, gehörig in die Kirchengemeinde Schierke, Kirchenkreis Wernigerode, eingepfarrt.[3]

Katholische Kirchen

Andere Glaubensgemeinschaften

Geschichte

Der Flurname[4] Schierke wurde 1590 als Schiriken (schier heißt im Harz blankes, reines Holz) erstmals urkundlich erwähnt. Zuvor gab es schon 1506 unterhalb des späteren Orts in Elend eine Sägemühle und oberhalb an der Kalten Bode[5] ein Hüttenwerk bei den Moorschlacken.

Johann Wolfgang von Goethe[6] besuchte Schierke 1784 im Rahmen einer geologischen Exkursion und verlegte eine Szene im Faust[7] in die Gegend am Brocken.

Am 20. Juni 1898 bekam Schierke von Wernigerode aus Anschluss durch die Harzquerbahn[8] bzw. die Brockenbahn.[9] Am 4. Oktober 1898 wurde die Fortsetzung zum Brocken aufgenommen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Schierke für seine Bobbahn[10] bekannt, auf der zweimal – 1914 und 1934 – Deutsche Meisterschaften[11] ausgetragen wurden. 1950 fanden hier die ersten Wintersportmeisterschaften der DDR statt, wozu ein aus zwei Werten bestehender Sonderbriefmarkensatz[12] der DDR-Post erschien.

In den 1960er bis 1980er Jahren war Schierke wegen der nahen innerdeutschen Grenze[13] Sperrgebiet und nur mit einem besonderen Passierschein zugänglich.

Die Bezirksverwaltung Magdeburg des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)[14] der DDR unterhielt in Schierke bis 1990 ein Ferienheim.

Am 1. Juli 2009 wurde Schierke zur Stadt Wernigerode eingemeindet.

Quelle: Wikipedia (04/2014)

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

Historische Gesellschaften

Tel. 0049/3943-55 30 40
Fax 0049/3943-55 30 55
museumsleitung@schloss-wernigerode.de

Genealogische und historische Quellen

Kirchenbücher

Adressbücher

→ Kategorie: Adressbuch für Wernigerode

Historische Quellen

Bibliografie

Historische Bibliografie

  • Eduard Jacobs: Schierke. Geschichte des früheren Hütten- jetzt Kurorts, Wernigerode 1896.
  • Erich Wziontek: Schierke. Geschichte, Natur und Leben, Schierke 1911.
  • Ingrid Hintze: Schierke am Brocken, eine Zeitreise, ein Ort im Wandel, ein Kurort. Selbstverlag 2009.

Weitere Bibliografie

  • Harzklub Zweigverein Schierke, Führer durch Schierke und Umgebung. Höhenluftkurort nächst dem Brocken, Wernigerode 1901.

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

nach dem Ort: Schierke

Karten

Regionale Verlage und Buchhändler

Berufsgenealogen

Transkription

Heimat- und Volkskunde

Anmerkungen

  1. Artikel Brocken. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  2. Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg, 1921, S. 61:
    Durch Genehmigungsurkunde vom 21. Januar 1921, IV a 11. 1865 III, hat die Preußische Staatsregierung genehmigt, daß der im Kreise Grafschaft Wernigerode liegende Gutsbezirk Schierke in eine Landgemeinde gleichen Namens umgewandelt wird.
    Als Zeitpunkt für das Inkraftreten der Bezirkveränderung bestimme ich den 1. April 1921.
    Magdeburg, den 3. Februar 1921.
    Der Regierungspräsident.
  3. Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg, 1933, S. 163, Nr. 497:Umpfarrungsurkunde
    Im Einverständnis mit den Beteiligten wird folgendes festgesetzt:
    Die Evangelischen der Kolonie Barenberg und der Försterei Winterberg, bisher zur Kirchengemeinde Elbingerode, Kirchenkreis Clausthal, gehörig, werden in die Kirchengemeinde Schierke, Kirchenkreis Wernigerode, eingepfarrt. Die Urkunde tritt am 1. Oktober 1933 in Kraft.
    Magdeburg, den 19. Juli 1933.

    Evangelisches Konsistorium der Provinz Sachsen.
  4. Artikel Flurname. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  5. Artikel Kalte Bode. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  6. Artikel Johann Wolfgang von Goethe. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  7. Artikel Faust I. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  8. Artikel Harzquerbahn. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  9. Artikel Brockenbahn. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  10. Artikel Alte Bobbahn. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  11. Artikel Liste der Deutschen Skeleton-Meister. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  12. Briefmarke Wintersportmeisterschaften 1950 Wikimedia Commons
  13. Artikel Innerdeutsche Grenze. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  14. Artikel Ministerium für Staatssicherheit. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.

Internetlinks

Offizielle Internetseite(n) von Schierke

Genealogische Internetseiten

Weitere Internetseiten

Zufallsfunde

Oft werden in Kirchenbüchern oder anderen Archivalien eines Ortes Personen gefunden, die nicht aus diesem Ort stammen. Diese Funde nennt man Zufallsfunde. Solche Funde sind für andere Familienforscher häufig die einzige Möglichkeit, über tote Punkte in der Forschung hinweg zu kommen. Auf der folgenden Seite können Sie Zufallsfunde zu diesem Ort eintragen oder finden.

Private Informationsquellen- und Suchhilfeangebote

Auf der nachfolgenden Seite können sich private Familienforscher eintragen, die in diesem Ort Forschungen betreiben und/oder die bereit sind, anderen Familienforschern Informationen, Nachschau oder auch Scans bzw. Kopien passend zu diesem Ort anbieten. Nachfragen sind ausschliesslich an den entsprechenden Forscher zu richten.

Die Datenbank FOKO sammelte und ermöglichte Forscherkontakte. Seit Frühjahr 2018 ist der Zugriff jedoch, aufgrund der unklaren Lage durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), vorerst deaktiviert.

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

Ortsteil

GOV-Kennung object_1072017
Name
  • Schierke (deu)
Typ
  • Gutsbezirk (- 1924-03-31) Quelle 1921 - S. 61
  • Gemeinde (1924-04-01 - 2009-06-30)
  • Ortsteil (2009-07-01 -)
Einwohner
Postleitzahl
  • O3706 (- 1993-06-30)
  • 38879 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • opengeodb:23688
Amtlicher Gemeindeschlüssel
  • 15369021 (- 2007-06-30)
  • 15085275 (2007-07-01 - 2009-06-30) Quelle
Karte
   

TK25: 4230

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Brocken-Hochharz (2005-01-01 - 2009-06-30) ( Verwaltungsgemeinschaft )

Harz (2007-07-01 - 2009-06-30) ( Landkreis ) Quelle

Grafschaft Wernigerode, Wernigerode (- 2007-06-30) ( Landkreis ) Quelle

Wernigerode (2009-07-01 -) ( Stadt Stadt ) Quelle

Brocken (1994 - 2004-12-31) ( Verwaltungsgemeinschaft )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Bahnhof Schierke Wohnplatz BAHRKEJO51IS
Schierke Wohnplatz SCHRKE_O3706


Wohnplatz

GOV-Kennung SCHRKE_O3706
Name
Typ
  • Wohnplatz
Postleitzahl
  • O3706 (- 1993-06-30)
  • 38879 (1993-07-01 -)
externe Kennung
  • geonames:2839398
Karte
   

TK25: 4229

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Schierke ( Gutsbezirk Gemeinde Ortsteil ) Quelle

Wernigerode-Land, rural de Wernigerode (1807 - 1813) ( Kanton )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Schierke Kirche object_160183
Quellen zu diesem Objekt



Städte und Gemeinden im Landkreis Harz

Abbenrode | Allrode | Altenbrak | Aspenstedt | Athenstedt | Aue-Fallstein | Bad Suderode | Ballenstedt | Benneckenstein (Harz) | Berßel | Blankenburg (Harz) | Bühne | Cattenstedt | Dankerode | Danstedt | Darlingerode | Derenburg | Ditfurt | Drübeck | Elbingerode (Harz) | Elend | Falkenstein/Harz | Friedrichsbrunn | Gernrode | Groß Quenstedt | Güntersberge | Halberstadt | Harsleben | Harzgerode | Hasselfelde | Hausneindorf | Hedersleben | Heimburg | Heteborn | Heudeber | Hüttenrode | Huy | Ilsenburg (Harz) | Königerode | Langeln | Langenstein | Lüttgenrode | Nordharz | Neinstedt | Neudorf | Nienhagen | Osterwieck | Quedlinburg | Radisleben | Reddeber | Rhoden | Rieder | Sargstedt | Schauen | Schielo | Schierke | Schmatzfeld | Schwanebeck | Selke-Aue | Siptenfelde | Sorge | Stapelburg | Stecklenberg | Stiege | Straßberg | Schachdorf Ströbeck | Tanne | Thale | Timmenrode | Treseburg | Veckenstedt | Wasserleben | Weddersleben | Wedderstedt | Wegeleben | Wernigerode | Westerhausen | Wienrode | Wülperode

Persönliche Werkzeuge