Wartenburg i. Ostpr. (Amt)
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- 1254: Das Amt Wartenburg ist bischöfliches Ermländisches Kammer- und Tischgut.
- 14.10.1466: Das Amt Wartenburg kommt unter polnische Lehnshoheit.
- 1772: Nach Übernahme durch Preußen wird das Amt Wartenburg Teil des Kreises Heilsberg. Die Souveränität des Bischofs hört bis auf die geistliche Jurisdiktion auf.
- 03.12.1781: Das Ermland und damit auch das Amt Wartenburg werden der Verwaltung des Königl. Etats-Ministerium von Ostpreußen in Königsberg unterstellt.
- Im Jahre 1785 war das Amt Wartenburg eines der 5 Königlichen Domainenämter des Kreises Heilsberg im Ostpreußischen Cammer-Departement. Es hatte seinen Sitz auf dem Schloss in der gleichnamigen Stadt Wartenburg i. Ostpr.. Zum Amt gehörten 4 Vorwerke und 25 Dörfer mit 635 Feuerstellen: Cöllm. Mühle Borowo, Groß Bartelsdorf, Klein Bartelsdorf, Kaplitainen, Groß Kronau, Kl. Kronau (siehe: Gut Klein Kronau), Daumen, Debrong, Derz, Grabowo, Hirschberg, Jadden, Kirschlainen, Klutznick, Kollacken, Kroplainen (siehe: Gut Kroplainen), Lemkendorf (siehe: Groß Lemkendorf), Lengainen, Leschnau, Maraunen, Mertinsdorf, Mokainen, Nerwigk, Odritten, Orczikowo (Adl. Mühle), Orszechowo (siehe: Nußtal), Perk (siehe: Gut Pirk), Podlassen (siehe: Gut Podlassen), Poludniewo (siehe: Gut Poludniewo), Polleiken, Preylowen, Prohlen, Rax, Reuschhagen, Sapuhnen, Schippern, Schönau, Terka (Cöllm. Gut und adel. Waldhaus), Tollack, Vierzighuben, Stadt Wartenburg i. Ostpr..
- 1817: Die beiden Ämter und Dekanate Allenstein und Wartenburg werden vom Heilsberger Kreis abgetrennt und bilden den neuen Landkreis Allenstein.
- 1820: Zum Königlichen Amt Wartenburg gehören die röm.-kath. Kirchspiele (mit den Ortschaften):
- Alt Wartenburg (Kirchspiel) (Jadden, Orczechowo (siehe: Nußtal), Schippern (siehe: Gut Schippern), Tollack, Alt Wartenburg)
- Lemkendorf (Groß Kronau, Kl. Kronau (siehe: Gut Klein Kronau), Derz, Kollacken, Groß Lemkendorf, Klein Lemkendorf, Ottendorf, Prohlen, Vierzighuben)
- Ramsau (Groß Bartelsdorf, Klein Bartelsdorf, Borowo, Debrong, Kirschbaum (siehe: Gut Kirschbaum), Kirschdorf (siehe: Gut Kirschdorf), Krämersdorf, Kurken, Leschno, Märtinsdorf, Pirk (siehe: Gut Pirk, Poludniewo (siehe: Gut Poludniewo, Groß Ramsau, Klein Ramsau, Schönfließ (siehe: Gut Schönfließ), Zimnowo)
- Süßenthal (Kath. Kirchspiel) (Damerau, Gut Gradtken, Plutken, Süssenthal, Neu Vierzighuben)
- Wartenburg, St. Anna (Kaplitainen, Gut Klein Damerau, Daumen, Folwerk, Gey, Grabowo, Hirschberg, Kirschlainen, Klimkowo, Klutznick, Gut Kroplainen, Gr. Kutzborn (siehe: Gut Kutzborn, Kl. Kutzborn, Lengainen, Maraunen, Mokainen, Nerwigk, Odritten, Gr. Podlassen (siehe: Gut Podlassen), Kl. Podlassen, Reuschhagen, Gr. Sapuhnen, Kl. Sapuhnen, Schönau, Tengutten, Terka, Wartenburg i. Ostpr.)
Quellen:
- Grunenberg. Geschichte und Statistik des Kreises Allenstein. A. Harich, Allenstein, 1864.
- Goldbeck, J. F. Vollständige Topographie des Königreiches Preußen. Erster Teil: Topographie von Ostpreußen. Königsberg und Leipzig (1785). Sonderschriftenreihe des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V. Nr. 7. Im Selbstverlag des Vereins, Nachdruck Hamburg 1990.
- Wald, S. G. Topographische Übersicht des Verwaltungs-Bezirks der Königlichen Preußischen Regierung zu Königsberg in Preußen. Königsberg, 1820. Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V. Nr. 43. Im Selbstverlag des Vereins, Nachdruck, Hamburg 1979.
