Sudetenland

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Hierarchie

Regionale Forschung > Deutsches Reich > Sudetenland

Sudetenland - Regionen mit Deutsch-Ethnischer Bevölkerung in Böhmen und Mähren

Betreuender Verein: VSFF Vereinigung Sudentendeutscher Familienforscher


Inhaltsverzeichnis

Sudetenland

Sudetenland ist noch um 1900 ein geografischer Begriff, der den Landstrich um das Mährisch–Schlesische Sudetengebirge bezeichnete. 1919 taucht „Sudetenland“ als politischer Begriff auf, als der österreichische Verhandlungsführer in St. Germain den deutschsprachigen Gerichtsbezirk Freiwaldau als Sudetenland für Deutsch-Österreich reklamierte. Um 1930 erschien von Prof. Ernst Pfohl das Orientierungslexikon der Tschechoslowakischen Republik.

Der Reprint 1987 trug den irreführenden Titel "Ortslexikon Sudetenland". Dieses von Genealogen oft benutzte Werk führte später zu Fehlinterpretationen des Begriffs Sudetenland.

Vgl. auch
Artikel Sudeten. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Artikel Sudetenland. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Artikel Sudetendeutsche. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.


Bis 1918 waren die böhmischen Länder ein Teil der Österreichischen Monarchie. Von 1918-1938 waren die böhmischen Länder, inkl. der deutsch-ethnischen Siedlungsgebiete (sogenanntes Sudetenland) ein Teil der Tschechoslowakei. Nach dem Münchner Abkommen, war von 1938-1945 die offizielle Bezeichnung für die deutsch-ethnischen Siedlungsgebiete im Norden Reichsgau Sudetenland. Der Teil im Süden Südmähren wurde direkt dem Deutschen Reich angegliedert. Das Gebiet (fälschlich Sudetenland) des Reichsprotektorates und der Reichsgau Sudetenland und die Gebiete, die an die Gaue Oberdonau / Niederdonau fielen, wurden nach dem Ende des 2. Weltkrieges wieder in die neu auferstandene Tschechoslowakei eingegliedert und die Deutsch-Ethnische Volksgruppe 1945-1946 entschädigungslos enteignet und vertrieben.

Vergleiche auch: Böhmerwald und Südmähren

Hier in GenWiki werden diese Gebiete geteilt in Böhmen, Mähren und Österreich-Schlesien (Österreichisch Schlesien) behandelt.

Sudetendeutsche

Die ca. 3.5 Millionen deutschsprachigen Einwohner, deren Vorfahren über 700 Jahre in den böhmischen Ländern lebten, bezeichnet man erst seit ca. 1900 als Sudetendeutsche, vorher als »Deutsch-Böhmen« - »Alt-Österreicher«.

Vertreibung der Sudetendeutschen 1945-1946

siehe:

Aufnahmeländer der Sudetendeutschen 1945-1946

siehe:

Genealogie

Im Gebiet des Sudetenlands forscht die Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher, kurz: VSFF. Der VSFF unterhält ein Archiv in Regensburg

Literatur

  • Volker Zimmermann: Die Sudetendeutschen im NS-Staat. Politik und Stimmung der Bevölkerung im Reichsgau Sudetenland (1938-1945). Klartext-Verlag, Essen, 1. August 2005. Veröffentlichung der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission. ISBN 978-3884747704
  • Die Sudetendeutschen. Eine Volksgruppe im Herzen Europas. Von der Frankfurter Paulskirche zur Bundesrepublik Deutschland. Herausgeber: Sudetendeutscher Rat, Hochstraße 8, München, von 1989.
  • Sudetendeutsches Ortsnamenverzeichnis, Amtliches Gemeinde- und Ortsnamenverzeichnis der nach dem Münchener Abkommen vom 29.9.1938 (Grenzfestlegung vom 20.11.1938) zum Deutschen Reich gekommenen Sudetendeutschen Gebiete. Herausgegeben vom Institut für Landeskunde und Raumforschung. - Verlagshaus Sudetenland München, 2. Auflage 1987, 377 Seiten, Online
Teil I: Gebietseinteilung
Teil II: Systematisches Verzeichnis der sudetendeutschen Gemeinden
Teil III: Alphabetisches Verzeichnis der sudetendeutschen Gemeinden
Teil IV: Veränderungen im Bestand der Gemeinden und der Gemeinde- und Ortsnamen 1945-1955

Weblinks

siehe auch


  • Im GOV bezeichnet Sudetenland den 1939-45 existierenden Reichsgau Sudetenland

NICHT das Reichsprotektorat Böhmen und Mähren / Protektorát Čechy a Morava, NICHT die dem Deutschen Reich einverleibten deutschsprachigen Gebiete der jetzigen Tschechischen Republik,wie Teile des Gaues Niederdonau Südmähren , Teile von Oberdonau, Teile des Regierungsbezirkes Niederbayern und Oberpfalz.

Persönliche Werkzeuge