Stonischken

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Wappen von Pogegen

S t o n i s c h k e n

Memelländisches Bauerndorf
im Landkreis Pogegen, Ostpreußen
____________________________________________________________________

Bahnübergang bei Stonischken, Memelland


Hierarchie
Regional > Litauen > Stonischken
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Tilsit > Stonischken

Inhaltsverzeichnis

Der Bahnhof in Stonischken, Kreis Pogegen, Memelland

Einleitung

Bahnhof von Stonischken, 2008 (Bild: Helli Aumann)

Stonischken, bis 1920 Kreis Tilsit, Ostpreußen; (1920-1939) Kreis Pogegen; (1939-1945) Kreis Heydekrug

Auf Anordnung des Ortgruppenleiters Räumung des Orts am 07.10.1944. Es wurde kein Treck aufgestellt; man fuhr planlos in Richtung Westen. Einige erreichten später Lablacken und gelangten von dort mit der Wehrmacht über Schievenhorst nach Dänemark.


Name

Andere Namen und Schreibweisen


Namensdeutung

Der Name weist auf einen höher gestellten Ortsgründer. Nicht auszuschließen ist eine Person namens Stonis (Stanislaus).

  • preußisch-litauisch "stoniškas" = ständisch
  • "stone" = der Viehstand im Stalle
  • "stonia" = Stallpferd, Kutschpferd


Allgemeine Informationen

Inschrift des Bahnhofs von Stonischken, 2008 (Bild: Helli Aumann)

Politische Einteilung

1785: Chatoulgut, landrätlicher Kreis Insterburg, Justizkreis Memel, Amtsbezirk Winge[8]

1818: Stonischken: erbfrei, Domaine Winge, Kreis Niederung[9]

1.1.1836: das Kirchspiel Plaschken und damit auch Stonischken kommen zum Kreis Tilsit[10]

10.7.1893:Stonischken wird aus den Landgemeinden Schatull Stonischken und Erbfrei Stonischken
gebildet.[11]

1.5.1939: Name der neuen Gemeinde: Stonischken; Die neue Gemeinde ist gebildet worden aus den bisherigen Gemeinden: Stonischken und Alex Meschkeit, Kowgirren, Maszeiten. [12]

1.10.1939: Stonischken kommt zum Kreis Heydekrug. [13]


Bewohner

Der Brief wurde am 25.10.1934 von Ch. Uszpelkatis
aus Stonischken nach Wien verschickt


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Stonischken gehörte 1912 zum Kirchspiel Rucken, vor 1870 allerdings zum Kirchspiel Coadjuthen.


Standesamt

Stonischken gehörte 1888 zum Standesamt Rucken.

Friedhof von Stonischken

Der Friedhof von Stonischken ist sehr verwildert. Herr und Frau Stöllger haben sich die Zeit genommen zumindest etwas freizulegen. Dafür herzlichen Dank. Die Bilder geben einen Eindruck davon wieder.

Die Bilder wurden freundlicherweise von Annelie Stöllger zur Verfügung gestellt. Stand: September 2010.

Schule

Die Grundschule von Stonischken.

Ansicht von der Straße aus (Bild: Annelie Stöllger)
Ansicht von der Straße aus (Bild: Annelie Stöllger)
Am Eingang (Bild: Annelie Stöllger)



Verschiedenes

Memeler Dampfboot vom 21.04.1931

Transitzug in Stonischken entgleist

Großer Materialschaden-Unverständliches Verhalten einem Berichterstatter gegenüber

Am Sonntag ereignete sich auf dem Bahnhof in Stonischken ein Eisenbahnunfall, durch den ein großer Materialschaden entstanden ist. Gegen 12 Uhr mittags passierte ein Holztransitzug aus Richtung Pogegen kommend die Station Stonischken. Der diensttuende Beamte auf dem Stellwerk legte zu früh die Weiche um, so daß die letzten fünf Wagen des Transitzuges aus dem Gleise sprangen, umstürzten und zum Teil mit den Rädern nach oben liegen blieben. Die Schienen und Schwellen wurden auseinandergerissen und die Holzstämme übersäten kreuz und quer die übrigen Gleise. Ein Gittermast des Ausfahrtsignals war durch die Wucht des Anpralls wie ein Streichholz weggeknickt und die ganze Unfallstelle hat ein wüstes Bild. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu danken, daß sich in den umgestürzten Wagen keine Bremser befanden. Sonst wären fraglos Menschenleben zu beklagen gewesen. Hilfszüge aus Memel und Pogegen trafen gegen 4 Uhr nachmittags ein, um bei den Räumungsarbeiten mitzuwirken. Der entstandene Sach- und Materialschaden läßt sich schwer schätzen, doch dürfte er recht beträchtlich sein. Der verantwortliche Weichensteller steht schon seit langen Jahren im Dienst der Eisenbahnverwaltung.

Zementwarenfabrik
Zementwarenfabrik A. Cesna
Steinplatte aus der Kirche zu Prökuls
Bild: Norman Baltrusch©

Cesna, Alexander betrieb eine Zementwarenfabrik in Stonischken. In der Kirche zu Plaschken liegt der Beweis für die Existenz dieser Fabrik und wurde durch Norman Baltrusch fotografiert.
Gibt es noch Bilder oder Postkarten von dieser Fabrik? Senden sie diese bitte an Kontakt

Karten

Stonischken auf der Schroetterkarte Blatt 12, (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Siehe untere Hälfte links an der Straßen nach Heydekrug auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Stonischken und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 46, 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Stonischken im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 46, 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Stonischken und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 64, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Stonischken im Preußischen Urmesstischblatt Nr. 64, 1861
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Stonischken im Messtischblatt 0796 Coadjuthen, 0896 Rucken (1914-37) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Stonischken aus den 50er Jahren
(c) Bundesarchiv Lastenausgleich, Bayreuth



Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung STOKENKO05VE
Name
  • Stonischken Quelle Wohnplatz 37.145 (deu)
  • Stoniškiai (1923) Quelle Seite 1093 (lit)
Typ
  • Wohnplatz (- 1945)
  • Dorf (1945 -)
Einwohner
w-Nummer
  • 66131
externe Kennung
  • nima:-2619542
  • geonames:594228
Karte
   

TK25: 896

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Pogegen, Pagėgiai, Pagėgių savivaldybė (2011) ( Gemeinde ) Quelle

Stonischken, Stoniškiai (- 1939-04-30) ( Landgemeinde ) Quelle Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 70

Rucken (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.298/299

Stonischken (1939-05-01 - 1945) ( Gemeinde ) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 70

Tilsit (Maria Himmelfahrt), Tilsit (1907) ( Pfarrei ) Quelle S.298/299


Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  3. GOV: http://gov.genealogy.net/
  4. Jenny Kopp, Geschichte des Landkreises Tilsit, Buchdruckerei Pawlowski, Tilsit 1918,
  5. Ortschafts-Verzeichnis des Regierungsbezirks Gumbinnen 1818, Sonderschrift Nr.48 des VFFOW
  6. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  7. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  8. Jenny Kopp, Geschichte des Landkreises Tilsit, Buchdruckerei Pawlowski, Tilsit 1918,
  9. Ortschafts-Verzeichnis des Regierungsbezirks Gumbinnen 1818, Sonderschrift Nr.48 des VFFOW
  10. Hubatsch, Walther: Grundriß der deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Band 1: Ost- und Westpreußen, Marburg/Lahn 1975
  11. Dr. Gause, Fritz: Neue Ortsnamen in Ostpreußen seit 1800, Königsberg 1935, Sonderschrift Nr. 53 des VFFOW
  12. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm
  13. Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939
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