Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug/029
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| Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug | |
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regelmäßige Austheilung der Lebensmittel statt, und wir waren
genöthigt den eisernen Vorrath von Zwieback und Mehl anzugreifen,
welchen der Soldat in seinem
Tornister trug. Zu diesen Beschwerden gesellte sich eine große
Hitze, schlechtes oft ganz ungenießbares Wasser, und tiefe
Sandwege, welche oft Tagelang durch dichte Tannenwälder führten, wo
kein kühlendes Lüftchen die ermatteten Menschen und Thiere
erquickte. Die Folge davon war, daß unsere, in
Kalwary ganz vollzählig gewesene,
Infanterie auf diesem, beinahe unausgesetzt drei Tage und drei
Nächte dauernden Marsch, den sechsten Theil ihrer Leute zurückließ.
Hier kam es auch vor, daß wir eine große Strecke weit durch einen,
auf beiden Seiten des Weges brennenden Wald marschiren mußten, was
besonders für die Munitionswagen eine böse Aufgabe war, die einzeln
im Galopp durchfuhren.
Napoleon hatte durch die außerordentliche Schnelligkeit, mit welcher er von der Weichsel an den Niemen vorgerückt war – eine Strecke von circa 80 Meilen[1] in 20 Tagen, die Rasttage mit eingerechnet – allerdings den
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