Paaschken

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Disambiguation notice Lilischken ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Lilischken.
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Hierarchie

Regional > Litauen > Paaschken

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Paaschken


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Paaschken, n. 1736 Paschcken Grütz, n. 1736 Paaschken Grütz, n.1774 Paschken Grütz, n. 1785 Paaszken Grütz oder Lilischken (Ksp.Prökuls/Wannaggen), n. 1912 Paaszken, vormals und zwischenzeitlich auch Grütz Paschken, Grytsch Niclas, Grytsch Kagell, Paasken, Kreis Memel, Ostpreußen

  • Zusammengefasst zur Landgemeinde Paaschken:[5]
  • 1785 Königliches Bauerndorf, Königl. Krug zu Paasken, 1 Feuerstelle[6]


Name

Der Name Paaschken dürfte ein Spitzname sein. Der Name Lilischken beschreibt einen schlanken großgewachsenen vornehmen Mann, kann aber auch das Krankheitsbild verstärken.

  • preußísch-litauisch "pažekseti" = das Schlucken haben, aufstoßen
  • preußisch-litauisch „lieliša“ = Milzstich, Seitenstechen (vehemens intestinorum dolor)
  • lettisch „leelsmanis“ = der Vornehme
  • „leelisks“ = großartig, in hohem Grade
  • „liels“ = groß, vornehm
  • „leelmahte“ = die Frau des adligen Grundbesitzers
  • „leelskungs“ gnädiger Herr, die Anrede für den adligen Gutsbesitzer
  • „leelmaniba“ = der Hochmut

vgl. dazu

  • litauisch "leilas" = schlank, dünn, schmal, elastisch, auch dünn geworden


Allgemeine Information

  • Verstreute große und kleine Höfe
  • 22 km südöstlich von Memel


Politische Einteilung

1940 ist Paaschken ein Dorf in der Gemeinde Aglohnen.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Paaschken gehörte 1912 zum Kirchspiel Wannaggen, vor 1903 aber zum Kirchspiel Prökuls.

Katholische Kirche

Paaschken gehörte 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.


Standesamt

Paaschken gehörte 1888 zum Standesamt Sakuten und 1907 zum Standesamt Wannaggen. Wann die Zugehörigkeit sich gewechselt hat, ist noch nicht bestimmt.


Bewohner


Geschichte

1683

  • in Paczkas:
  • Klimkus 19 J. und Urte 18 J. alt beym Wallen
  • Jurgis beym Klimkus 18 J alt
  • Martin e(in) Zögling ibid. 18 J. alt
  • Peteris beym Mikelis 18 J

1683

  • in Liliszkei:
  • Andruttis ein alter, 12 J. ausgeblieben
  • Kaspers 22 J. sein Sohn
  • Kristups 20 J. sein Sohn [8]

1711

[9]


Verschiedenes

Memeler Dampfboot vom 04.08.1933

Wahlen für die Gemeindeverwaltungen im Memelgebiet

Im Kreise Memel

Paaschken: Zum Gemeindevorsteher wurde Erich Nikolaus und zu Schöffen die Besitzer Paszehr und Gerulis gewählt. Kassenrendant blieb Besitzer Budweth.

Fotos

Haus bei Paaschken (2012)


Karten

Lilischken bei Paaschken auf der Schroetterkarte (1796-1802) Blatt 02, 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Paaschken und Paschkenkrug auf der Schroetterkarte (1796-1802) Blatt 04, Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Siehe oben rechts an der Grenze auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Lilischken bei Paaschken im Preußischen Urmesstischblatt 1860 Nr. 09
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Paaschken im Preußischen Urmesstischblatt 1860 Nr. 12
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Paaschken und Paaschker Krug im Preußischen Urmesstischblatt 1860 Nr. 12
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Paaschken im Messtischblatt 0394 Dawillen, 0494 Wilkieten (1910-1911) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung PAAKENKO05RN
Name
  • Paaschken Quelle Wohnplatz 21.125 (deu)
  • Poškai (1923) Quelle Seite 1087 (lit)
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66132
externe Kennung
  • geonames:595653
  • nima:-2618109
Karte
   

TK25: 0494

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Wannaggen (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.158/159

Paaschken, Poškai (- 1939-04-30) ( Landgemeinde ) Quelle Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 65

Memel, Klaipėdos apskritis (1945 -) ( Kreis Landkreis )

Aglohnen, Aglonėnai (1939-05-01 - 1945) ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 65

Memel (Hlste. Dreifaltigkeit), Memel, Klaipėda (1907) ( Pfarrei ) Quelle S.158/159


Quellen

  1. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  2. Taufbuch Prökuls
  3. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  4. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  5. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, Memel 1918
  6. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  7. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  8. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  9. Janczik, Bruno und Naunheim, Fritz: Dragoner, Wibranzen und Enrollierte aus der Zeit der großen Pest, Berichte und Tabellen der Ämter 1711, II. Die nördlichen Ämter in Altpreußische Geschlechterkunde, Neue Folge, 38. Jahrgang, Band 20, 1990, Hamburg, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen
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