Aglohnen

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Wappen der Stadt Memel

A g l o h n e n

Streusiedlung an der Aglohne
Landkreis Memel, O s t p r e u ß e n
____________________________________________________________________

Alte Kate in Aglohnen, Kreis Memel



Hierarchie
Regional > Litauen > Aglohnen
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Aglohnen

Inhaltsverzeichnis

Wegweiser in Aglohnen (2011)

Einleitung

Aglohnen (2011)

Aglohnen, Kreis Memel, Ostpreußen


Namen

Aglohnen (2011)

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name weist auf Wasser und Tannenwald. Der Ort liegt an der Aglohne, ein linker Nebenfluss der Minge. Der Beiname Juschka könnte ein Vorname sein, wahrscheinlicher aber ist ein Berufsname (Ofensetzer). Der Beiname Nausseden weist auf einen Neusiedler.

  • prußisch „agla, aglo“ = Regenguss, Platzregen, Schauer
  • preußisch-litauisch "aglynas" = der Tannenwald
  • preußisch-litauisch "juška" = Ofenklappe
  • preußisch-litauisch "nausedis" = der Neusiedler, Kolonist

Allgemeine Information

Aglohnen (2011)
  • Dorf, 20 km südöstlich von Memel, 1939: 423 Einwohner, gegründet vor 1540[6]


Politische Einteilung

Landgemeinde: Aglohnen 1874, Aglonen 1888, Aglohnen 1907.
1939 ist Aglohnen Gemeinde mit den Dörfern Aglohnen, Paaschken und dem Gut Szidellen.[7]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Aglohnen gehörte 1912 zum Kirchspiel Wannaggen, vor 1903 aber zum Kirchspiel Prökuls.

Katholische Kirche

Aglohnen gehörte 1888 und 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.

Friedhof

Der gepflegte Friedhof liegt mitten im Dorf. Bei einem Besuch von Herrn Dust konnten folgenden Inschriften notiert werden:

  • Bendikaite Anna 1897-1986
  • Bendiks Mariechen 15.02.1901 - 26.12.1923
  • Familiengrab Bergens
    • Bergens Eduard
    • Bergens Berta 1877 - 1959 (24.12.1959)
    • Bergens Frans 18.. - 1946 (23.01.1878)
    • Bergens Anna 19.. - 1931
  • Bergens Smitkien Meta 1914-1989 Šaltame kape
  • Brekts Elze 1881-1922
  • Brekts Jurgis 1884-1954
  • Eder Juliane 12.03.1792-02.1838
  • Garde Eduard 1876-1949
  • Garde Marija 1880-1952
  • Giese Carl 25.01.1806 - 29.03.1887 Hier ruht in Gott der Lehrer
  • Karallus Eva Berte teta
  • Karallus Marie motinete
  • Klimkaiciai Jurgis *1877-1958 (19.05.1877-23.03.1958)
  • Klimkaiciai Dukkete
  • Klimkaiciai Marija *1886 - 1927 (13.06.1886-07.09.1927)
  • Luszeitis Martin 20.02.1929 - 02.01.1930
  • Peteraiciu Katre 1882- 1959 (14.09.1959)
  • PeteraiciuMartynas 1903-1931 (17.01.1903-28.03.1931)
  • Peteraiciu Anna 1910-1946 (18.02.1946)
  • Rumutaitis Kristupas 1830-1915 Mokytojas
  • Schleiermacher August 28.04.1846 - 10.10.1855
  • Schleiermacher, geb. Sembray Henriette 30.07.1805 - 07.12.1856
  • Schlepies Anneliese 10.10.1933 - 1933
  • Schweiger Emilie 10.02.1831 - 27.01.1854
  • Staigis Gerhard 1955 - 1956
  • Staigis Mikas 1920-1955

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dust


Standesamt

Aglohnen gehörte 1888 zum Standesamt Sakuten (Kr.Memel) und 1907 zum Standesamt Wannaggen.


Schule

Da die Schulchronik bei dem Schulbrande 1911 mitverbrannt ist, läßt sich das Gründungsjahr schwer feststellen. Sie ist entweder 1736 oder 1737 gegründet worden. Damals gehörten zum Schulverband Aglohnen Dörfer, die heute vier selbständige Schulverbände bilden. Bis 1918 war die Schule zweiklassig, von da ab einklassig.

Das Gebäude, das 1911 abbrannte, war ein Lehmbau mit Strohdach. In ihm waren Post und Darlehnskassenverein untergebracht. Da der Weltkrieg einen sofortigen Neubau verhinderte, wurde die Schule bei einem Besitzer eingemietet. Da aber die Räumlichkeiten zu eng waren, wurde das Zollkontrolleurhaus in Paaschken als Schule gemietet. Da es aber außerhalb des Schulbezirks liegt, wurde 1925 ein Neubau in Angriff genommen und in demselben Jahr fertiggestellt.

Es ist wohl die modernste und schönste Landschule des Gebietes. Die Kinder haben einen eigenen Eingang und einen Wandelgang für die Pausen. Ein Lehrmittelzimmer schließt sich an die Klasse an. Die Lehrerwohnung besteht aus drei Zimmern, hat ein Badezimmer samt Einrichtung. Mit Wasser wird die Wohnung durch eine Wasserleitung versorgt. Lehrer:

  • Bis 1914: 1. Lehrer Kummetat, 2. Lehrer Borowski
  • 1914-1920: Grimm
  • 1920-1926: Purwins
  • 1926-1930: Daumeter
  • 1930-1931: Woska, Gelzinis, Podßus
  • 1931-1934: Gelszinnus
  • 1934 bis jetzt (1936): Grikschat(Bericht des Lehrers Grikschat)[8]


Aktuelle Ansicht der Aglohner Schule bei Google streetview: [1]


Das Pferd des Lehrers hieß Isaak

Erinnerungen an die Volksschule Aglohnen, von Maria Meisel, Memeler Dampfboot April 1956

Vor dreißig Jahren, im Herbst 1925, wurde die neue einklassige Volksschule in Aglohnen eingeweiht. Das alte Schulgebäude war aus unbekannter Ursache abgebrannt. Bis zur Errichtung des neuen Schulhauses in Aglohnen wurde der Unterricht im ehemaligen Zollkontrollhaus in Paaschken abgehalten. Das Haus stand direkt an der Dorfgrenze Paaschken-Aglohnen, gegenüber der Haltestelle der Memeler Kleinbahn. In dieser Übergangszeit hatten die Schüler, insbesondere diejenigen, die von Kantweinen oder vom entgegengesetzten Ende Aglohnens kamen, einen recht weiten Schulweg. Auf einem scmalen Steg mußten sie die Aglohne überqueren, die im Frühjahr bei Tauwetter recht böse werden konnte. Die kleinen Schüler, insbesondere die ABC-Schützen, gingen dann mit klopfenden Herzen über den Steig, das gurgelnde Wasser unter sich. Auch die Eltern waren in dieser Zeit in Sorge, daß ihren Kindern nichts passierte. Aber ein Schutzengel sah nach den Kindern, und kein Unglück kam vor. Natürlich hätten die Schulkinder auch einen anderen Weg nehmen können, aber der war eine Viertelstunde länger, und das ist bei den an sich schon langen Wegen, die unsere Landkinder zurückzulegen hatten, schon sehr viel. Nur im Sommer wurde der Umweg über Paaschken und die große Brücke gern gemacht – wenn im nahen Wäldchen die Walderdbeeren reif waren.

Als die neue Volksschule eingeweiht wurde, erschien aus Memel der Kreisschulrat. Der Schulvorstand von Aglohnen war vollzählig zur Stelle, und natürlich fehlten nicht die Eltern und schulentlassenen Geschwister der Schulgemeinde. Es war ein feierlicher Tag für alle, die aus Aglohnen, Kantweinen und Szidellen zusammengekommen waren, um ihr Schulhaus einzuweihen.

Lehrer Purwins[2], der aus Wilkieten stammte, hatte zwei Lieder mit den Kindern eingeübt: „Dies ist der Tag des Herrn“ und „Pilnos rankos atsiwerikte“, denn auch das Litauische war Vorschrift. Die Schüler trugen Gedichte vor, und schließlich wurde eine Aufnahme vom Lehrer und seinen Schulkindern gemacht. Das Bild zeigt das Schulhaus mit seiner Straßenfront.

Schule in Aglohnen um 1925

Und wer sind die Schüler des Jahres 1925? In der hinteren Reihe stehen von links Margarethe Strempler, Anna Matschkus, Charlotte Thulke, Erna Westphal, Frieda Mansch, Erna und Meta Bergens, Heinrich Poszus, Willy Kurschat, Karl Thulke, Willi Westphal, WillySchneider, Martin Gelszinnus und Kurt Harrner. In der vorderen Reihe finden wir Charlotte Buttkus, Anna Wallat, Marie Petereit, Edith Strempler, Lotti Toleikis, Erna Klimkeit und Maria Wilks, dann Johann Muselies, Helmut Trams und Herbert Wilks. Wo mögen sie alle heute weilen?

Zum Schulgrundstück gehörte auch ein Wirtschaftsgebäude, in dem sich Scheune, Stall und Holzschauer unter einem Dach befanden. Dazu gehörten einige Morgen Land. Lehrer Purwins besaß ein Pferd, eine Kuh, Ferkel und Geflügel. Auf das Pferd, das er Isaak getauft hatte, war er besonders stolz. Natürlich war auch ein großer Hof da, der zugleich Spiel- und Sportplatz war, und selbstverständlich hatte der Lehrer auch einen schönen und großen Garten mit Obstbäumen, Erdbeeren und Blumen. Rundherum war eine Hecke gepflanzt. An einer ruhigen, schattig gelegenen Stelle stand eine Laube, in der die Lehrerfamilie an schönen Nachmittagen Kaffee trank. Lehrer Purwins war verheiratet; seine Frau war eine geborene Irritié, die später als Schriftstellerin und Heimatdichterin einen Namen bekam: Lisbeth Purwins-Irritié[3]. Als das neue deutsche Lesebuch erschien, waren von ihr zu unserem Stolz einige Gedichte und Geschichten drin. Über die Geschichte „Surinkimas“ hat sich die Bevölkerung damals besonders gefreut. Wir hatten bei ihr Handarbeit und waren sehr traurig, als die Familie unverhofft versetzt wurde. Ihre Tochter Gisela nahmen sie als bleibendes Andenken von Aglohnen mit. Dafür ließen sie uns als Abschiedsgeschenk auch manch kleines, schönes Andenken da.

Der nächste Lehrer, auf den wir schon sehr gespannt waren, hieß Endrejat. Er war nur zur Vertretung zu uns versetzt worden. Dann kam eine Lehrerfamilie nach Aglohnen: Daumeter-Mattschull. Mit Lehrer Daumeter besuchten wir unsere Nachbarschulen: Grabsten mit Lehrer Stamm, Paaschken mit Lehrer Krutschinna und Wannagen mit Lehrer Haack. Im Sommer trafen sich immer acht bis zehn Schulen in Pöszeiten zu einem großen Kinderfest. Auf einer schönen Wiese wurde um die Wette gesungen und gespielt, daß es nur eine Freude war. Bäcker,Fleischer und Gastwirte hatten ihre Zelte aufgebaut und machten mit den kleinen Kunden ein gutes Geschäft, denn sie hatten ihre Sparbüchsen für diesen Festtag geplündert, und wer keine Sparbüchse besaß, dem hatten die Eltern ein paar „Litas“ (die Währung der Besatzungsmacht in den Jahren der Fremdherrschaft) ins Taschentuch gebunden.

Bei Lehrer Daumeter bekamen wir auch das erste Radio unseres Lebens zu sehen und zu hören. Die Frau Lehrer lud uns manchmal zu sich ins Wohnzimmer, und alle Stühle und Sessel wurden zur Verfügung gestellt, damit wir sitzen konnten. Auch hier war ein Töchterchen, die kleine Waltraud, eingetroffen.

1930 kam Lehrer Woska nach Aglohnen, dessen Steckenpferd die Musik war. Bei ihm lernten wir viele schöne Lieder, die wir zum Teil bis heute nicht vergessen haben.

Der nächste Lehrer in Aglohnen war wieder ein Vertreter, Lehrer Gustav Borowski aus Gröszen. Unter seinen Schülern befand sich einer seiner Neffen, den er wohl deswegen besonders streng behandelte.

Aber das Jahr 1930 sollte nicht ohne einen weiteren neuen Lehrer vorübergehen. Martin Gelszinnus brachte uns deutsche und litauische Lieder bei und studierte mit uns Theaterstücke ein.

Im Sommer 1931 kam Lehrer Friedrich Podszus zu uns. Ihn hatten wir besonders gern. Er war noch sehr jung, verstand es aber sehr gut, mit uns umzugehen.

Ende 1931 war dann wieder Martin Gelszinnus aus Wensken bei uns. Er war es auch, der den Jahrgang 1918 am 25.März 1932 nach einer rührenden Abschiedsrede entließ. Wir hatten es nun schon oft erlebt, daß sich Lehrer von uns verabschiedeten, und nun nahmen wir mit dem Entlassungszeugnis in der Hand selber Abschied. Für einige begabte und begüterte Schüler war die Schulzeit noch nicht zu Ende. Sie traten auf das Gymnasium in Memel über. Ich weiß von einer meiner Mitschülerinnen, die beim Verlag des „Memeler Dampfbootes“ angestellt wurde; eine andere kam zu Robert Meyhoefer in das große Schifffahrtshaus. Von mir ist wenig zu berichten.ich erlernte in der Postagentur Aglohnen den Briefmarkenverkauf.

Bewohner

Aglohnen (Datum der Aufnahme unbekannt)


1683

  • Deshulle beym Simoni Zyden 48 J alt, keiner Religion zugethan
  • Jacube beym Stanslawe 20 J alt
  • More alda 18 Jährig
  • Annuzis 35 Jahre
  • Jurgis 25 Jahre alt [9]


Geschichte

1711

  • Laßen: Michel Glaßeit, Hanßkies, Jurgies, Michel Jurn
  • Wybrantzen: Michel Jurn - 12. Juli 1710 (Anm.: Sterbedatum)
  • Enrollierte: Michel Glaßeit - ein Wirth (Anm.: d.h. er stand damit hierfür nicht mehr zur Verfügung), Hanßkies, Jurgies - ein Wirth (Anm.: d.h. er stand damit hierfür nicht mehr zur Verfügung) [10]


1825
In der Prästationstabelle des Amtes Prökuls von 1825 werden folgende Besitzer aufgeführt:

1. Mich. Harner, olim Gronau, Erbfreier
2. Wittwe Mich. Weiß, olim Kaaws, Erbfreier; (von späterer Hand:) jetzt Joh. Friedr. Fregiehn, dann Benjamin Bergens
3. Xstian Kannegieser, olim Thomas Eder, Assecurant
4. George Harner, Eigenkäthner auf immediat Königsgrund, (von späterer Hand:) Martin Kawohl
5. Martin Jurgeit, olim Joh. Schmidt, Eigenkäthner auf immediat Königsgrund
6. Jacob Klischus, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer, (von späterer Hand:) Jons Skistims
7. Jurge Czernus, olim Xto. Berg, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer, (von späterer Hand:) Jurge Skistims
8. Hans Tuleickis, olim Wittwe Hans Juratis, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer
9. Jacob Bertuleit, olim Jurge Jonatis, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer
10. Hans Klimkait, olim Hans Griguleit, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer
11. Hans Szaucklies, olim Xstian Rugull, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer, (von späterer Hand:) jetzt Martin Szauklies
12. Mart. Wilcks, olim Andrus Wilcks, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer, (von späterer Hand:) Michael Wilcks
13. Jurge Podszus, olim Martin Podszus, vorm. Köngl. immediat Einsaase u. jetzt. vollständiger Eigenthümer, (von späterer Hand:) j. Jurge Podszus jun., jetzt Michael Mandwied
14. Theodor Pekow, vormaliger Köngl. immediat Einsaase und jetztiger vollständiger Eigenthümer, (von späterer Hand:) Schullehrer Eduard Herrmenau


Kleidung um 1870

  • Männer: tragen stets Hosen, Jacke und Weste, meistens aus selbstverfertigter Wand, im Winter ziehen sie sich darüber einen weißen Schafspelz.
  • Frauen: Kurze Frauen-Röcke und Jacken auch meistens aus selbstgemachtem Zeuge und im Winter tragen sie gleichfalls einen weißen Schafspelz. Dieses gilt nur von den Littauern. Die Deutschen tragen ihre Kleider modisch.

Diese Beschreibung der Kleidung stammt aus einem Fragebogen, den der Sprachwissenschaftler Georg Wenker (s. Artikel Georg Wenker. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. (15.09.2013) um 1870 an viele Dorfschulen verteilte. Er erforschte die verschiedenen Dialekte und fragte aber auch nach den Volkstrachten und der Zusammensetzung der Bevölkerung.

Den Fragebogen hat der Lehrer Eduard Hermenau[4] ausgefüllt. Er gab an, dass das Verhältnis der litauischen zur deutschen Bevölkerung etwa 2/3 zu 1/3 war.


Heimatmuseum, Tourismus

Die Ortschaft Aglohnen liegt wenige Kilometer nordöstlich von Prökuls. Das uralte Dorf liegt am Bach Aglohne (lit. Agluona) im Bezirk Memel. Seit Mitte des vorvorigen Jahrhunderts war Aglohnen (Aglonehnen) Amtssitz mit Wind- und Dampfmühlen, einer Holzmühle, einer Volksschule und der Poststation.

Das Dorf ist zu einem Zentrum der Erinnerung an die memelländischen Traditionen geworden. Am Rande des Streudorfes haben die Kulturarbeiter der Kolchose eine ethnographische Ausstellung eingerichtet. An einem kleinen See im Norden der Gemeinde befindet sich in herrlicher Landschaft ein gepflegtes Zentrum für Agro-Tourismus. Auf dem Gelände gibt es ein Freilichtmuseum mit einem Skulpturenpark. Die Besucher können sich über die Technik alter memelländischer Mühlen informieren, es gibt Lehrgänge und div. Freizeitangebote. Eine Anlage auf einer kleinen Anhöhe am See veranschaulicht, wie früher wahrscheinlich die Holzburgen auf den zahlreichen Schüttbergen entlang der Memel und im Baltikum ausgesehen haben.

Ehemaliges Gutshaus bei Aglohnen, Kreis Memel
Zentrum für Agro-Tourismus im Gutshaus bei Aglohnen
Schüttberg mit Holzburg im Freilichtmuseum Aglohnen


Verschiedenes

Fotos

Hof Jukneviciene

Hof Jukneviciene in Aglohnen (2011)


Hühnerhof auf dem Hof Jukneviciene in Aglohnen (2011)
Impression mit Hahn auf dem Hof Jukneviciene in Aglohnen (2011)
Gänseschar auf dem Hof Jukneviciene in Aglohnen (2011)

Karten

Aglohnen auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Aglonen im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Aglonen und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Aglohnen in den Messtischblättern 0394 Dawillen und 0494 Wilkieten (1910-1940) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung AGLNENKO05QN
Name
  • Aglohnen Quelle Wohnplatz 21.2 (deu)
  • Aglonėnai (1923) Quelle Seite 1085 (lit)
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66132
Karte
   

TK25: 0494

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Aglohnen, Aglonėnai ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle

Wannaggen (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S.152/153


Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  3. Prästationstabelle Prökuls Nr. 1 von 1743
  4. Taufbuch Prökuls
  5. GOV: http://gov.genealogy.net/
  6. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  7. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm
  8. Der Grenzgarten, Beilage des Memeler Dampfbootes, 14.10.1936
  9. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  10. Janczik, Bruno und Naunheim, Fritz: Dragoner, Wibranzen und Enrollierte aus der Zeit der großen Pest, Berichte und Tabellen der Ämter 1711, II. Die nördlichen Ämter in Altpreußische Geschlechterkunde, Neue Folge, 38. Jahrgang, Band 20, 1990, Hamburg, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen
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