Paaschken

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
(Weitergeleitet von Paschcken Grütz)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Disambiguation notice Lilischken ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Lilischken.
Diese Seite gehört zum Portal Memelland und wird betreut vom OFB-Team Memelland.
Bitte beachten Sie auch unsere Datensammlung aller bisher erfassten Personen aus dem Memelland

Hierarchie Regional > Litauen > Paaschken
Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Landkreis Memel > Paaschken

Ehemalige Schule von Paaschken 2020 ©KestucioZ.Fotografija



Einleitung

Paaschken, Kreis Memel, Ostpreußen


Name

Andere Namen und Schreibweisen

  • Zusammengefasst zur Landgemeinde Paaschken:[6]
  • 1785 Königliches Bauerndorf, Königl. Krug zu Paasken, 1 Feuerstelle[7]

Namensbedeutung

Der Name Paaschken dürfte ein Spitzname sein. Der Name Lilischken beschreibt einen schlanken großgewachsenen vornehmen Mann, kann aber auch das Krankheitsbild verstärken.

  • preußísch-litauisch "pažekseti" = das Schlucken haben, aufstoßen
  • preußisch-litauisch „lieliša“ = Milzstich, Seitenstechen (vehemens intestinorum dolor)
  • lettisch „leelsmanis“ = der Vornehme
  • „leelisks“ = großartig, in hohem Grade
  • „liels“ = groß, vornehm
  • „leelmahte“ = die Frau des adligen Grundbesitzers
  • „leelskungs“ gnädiger Herr, die Anrede für den adligen Gutsbesitzer
  • „leelmaniba“ = der Hochmut

vgl. dazu

  • litauisch "leilas" = schlank, dünn, schmal, elastisch, auch dünn geworden


Allgemeine Information

  • Verstreute große und kleine Höfe
  • 22 km südöstlich von Memel


Politische Einteilung

1939 ist Paaschken ein Dorf in der Gemeinde Aglohnen.[9]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Paaschken gehörte 1912 zum Kirchspiel Wannaggen, vor 1903 aber zum Kirchspiel Prökuls.

Katholische Kirche

Paaschken gehörte 1907 zum katholischen Kirchspiel Memel.

Friedhof

Lage

Der Friedhof lag ganz im Süden der Gemeinde.

Lage des Friedhofs in Paaschken im Messtischblatt


Standesamt

Paaschken gehörte 1888 zum Standesamt Sakuten und 1907 zum Standesamt Wannaggen. Wann die Zugehörigkeit sich gewechselt hat, ist noch nicht bestimmt.


Bewohner


Schule

Paaschken hatte eine Schule. Sie wurde zwischen 1889 und 1912 gegründet.[10] Das genaue Jahr ist noch unbekannt.

Fotos der ehemaligen Schule

2021

2021 ©KestucioZ.Fotografija
2021 ©KestucioZ.Fotografija
2021 ©KestucioZ.Fotografija
2021 ©KestucioZ.Fotografija

Diese Bilder wurden freundlicherweise von Kęstutis Zdanevičius zur Verfügung gestellt.


Geschichte

1683

  • in Paczkas:
  • Klimkus 19 J. und Urte 18 J. alt beym Wallen
  • Jurgis beym Klimkus 18 J alt
  • Martin e(in) Zögling ibid. 18 J. alt
  • Peteris beym Mikelis 18 J

1683

  • in Liliszkei:
  • Andruttis ein alter, 12 J. ausgeblieben
  • Kaspers 22 J. sein Sohn
  • Kristups 20 J. sein Sohn [11]

1711

[12]


Verschiedenes

Memeler Dampfboot vom 04.08.1933

Wahlen für die Gemeindeverwaltungen im Memelgebiet

Im Kreise Memel

Paaschken: Zum Gemeindevorsteher wurde Erich Nikolaus und zu Schöffen die Besitzer Paszehr und Gerulis gewählt. Kassenrendant blieb Besitzer Budweth.

Fotos

Haus bei Paaschken (2012)


Karten

Lilischken bei Paaschken auf der Schroetterkarte (1796-1802) Blatt 02, 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Paaschken und Paschkenkrug auf der Schroetterkarte (1796-1802) Blatt 04, Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Siehe oben rechts an der Grenze auf der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Lilischken bei Paaschken im Preußischen Urmesstischblatt 1860 Nr. 09
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Paaschken im Preußischen Urmesstischblatt 1860 Nr. 12
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Paaschken und Paaschker Krug im Preußischen Urmesstischblatt 1860 Nr. 12
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Paaschken im Messtischblatt 0394 Dawillen, 0494 Wilkieten (1910-1911) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

Request failed!

Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  3. Taufbuch Prökuls
  4. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  5. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  6. Sembritzki, Johannes: Geschichte des Kreises Memel, Memel 1918
  7. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  8. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  9. Amtsblatt Gumbinnen 1939: Neugliederung der Gemeinden und Gutsbezirke im ehemaligen Memelland ab 1. Mai 1939, S. 64ff,
    http://www.memelland-adm.de/Archiv/13 Verwaltungsbezirke/index.htm
  10. Heinrich A. Kurschat: Das Buch vom Memelland, Heimatkunde eines deutschen Grenzlandes, Verlag Werbedruck Köhler, Oldenburg, 1990
  11. Catalogis der Verächter des H. Nachtmals, welche bey dieser Prekolschen Kirchen im gegenwertigen 1683 ten Jahre befindlich, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, OstFol Memel Bd1287 Prökuls
  12. Janczik, Bruno und Naunheim, Fritz: Dragoner, Wibranzen und Enrollierte aus der Zeit der großen Pest, Berichte und Tabellen der Ämter 1711, II. Die nördlichen Ämter in Altpreußische Geschlechterkunde, Neue Folge, 38. Jahrgang, Band 20, 1990, Hamburg, Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen