Labiau

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Ansichtskarte von Labiau
Labiau, drei Geschäfte unter einem Dach [1]
Umgebungskarte von Labiau [2]
Das Kreishaus in Labiau (Foto 2007)

Hierarchie


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Labiau (russisch Polessk / Полесск, litauisch Labguva, polnisch Labiawa / Labiewo) ist eine Rajonstadt mit gut 7.600 Einwohnern (Stand 2010) in der russischen Oblast Kaliningrad. Die Stadt ist auch Sitz der städtischen Gemeinde Polesskoje gorodskoje posselenie mit den beiden weiteren Siedlungen Groß Reikeninken (ab 1938 Reiken, russisch Podsobny / Подсобный) und Viehof (russisch Tjulenino / Тюленино).

Die Kreisstadt liegt nicht weit von der Mündung der Deime in das Kurische Haff entfernt.
Die Deime ist ein Mündungsarm des Pregels.

Labiau wurde 1946 in Polessk umbenannt. Seit Auflösung der Sowjetunion gehört Polessk zur Russischen Föderation.

Wappen Labiau

Wappen

Das Wappen zeigt in Silber im rechten Obereck blaue Wolken, aus denen ein grünbekleideter Arm hervorgeht, er hält in der Hand ein gestürztes goldenes Jagdhorn, darunter steht auf grünem Boden ein grüner Laubbaum.

Allgemeine Informationen

Labiau liegt im prußischen Stammesgebiet Samland an der Deime und dem südlichen Ufer des Kurischen Haffs liegend, war bis 1945 Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg (Ostpreußen).

Urkundliche Erwähnungen:
  • 1258 Kaymelabegowe
  • 1258 Labegowe moter
  • 1261 in terra Labigow
  • 1300 Labigow/ Labiow
  • 1420 Labiau/ Labiaw

Redensart:

  • "Er kommt an wie der Hund von Labiau"

Name

Der Name beschreibt dort zu findende Mineralien sowie die Eigenschaft der Landschaft. Auf einer farbigen Karte der Ordensritter aus dem 13. Jahrhundert findet man eine Inschrift in der Ostsee nahe der nördlichen Samlandküste: "Hie findt man den oug stein". Er muss also von immenser Bedeutung gewesen sein [1], vor allem deshalb, weil wichtige Städte und Gewässer nur unzureichend dargestellt werden.

  • litauisch "labguvyna" = Heilstein (cuprum aluminatum sive lapis divinus/Cuprum aluminatum wird auch Augenstein,
    Heiligenstein und Kupferalaun genannt und ist ein Chalcedon aus der Gruppe der Quarze)
  • prußisch "moter" = sumpfiges Land, priesterliches Regierungs-Areal, Beritt
  • "caymis" = Dorf


Politische Einteilung

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress entstand mit dem 1. Februar 1818 der Kreis Labiau im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Preußen (nicht: Ostpreußen).

Seit dem 3. Dezember 1829 gehörte der Kreis – nach dem Zusammenschluss der bisherigen Provinzen Preußen
(nicht: Ostpreußen) und Westpreußen – zur neuen Provinz Preußen mit dem Sitz in Königsberg.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen Labiau
Jahr 1885 1959 1970 1979 1989 2002 2009
Einwohner 4.744 5.400 5.600 6.300 6.900 7.400 7.600 [3]





Kirchliche Einteilung / Zugehörigkeit

Die ev. Pfarrkiche in Labiau
Die ehem. katholische Kapelle in Labiau

Evangelische Kirche

Bereits zur Ordenszeit existierte in Labiau eine Feldsteinkirche vom Ende des 14. Jhs. Von der ev. Stadtkirche von 1545 ist nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem sie vermutlich Beschädigungen erhielt, nichts übrig geblieben. Sie war neben dem Dom in Königsberg die einzige dreischiffige Kirche im nordwestlichen Teil Ostpreußens und wurde nach 1960, als sie stark verfallen war, abgetragen. Teile der Fundamente verwendete man für den Neubau eines fünfstöckigen Wohnhauses, das danach den Platz der Kirche einnahm.

Da sich nach der großen Pest 1909/11 in der Gegend um Labaiau viele Litauer niedergelassen hatten, wurde in manchen Kirchen, so in Laukischken, auch litauisch gepredigt.

Zwei Männer aus dem Kreis Labiau haben sich um die litauische Sprache sehr verdient gemacht, indem sie die Bibel von der deutschen in die litauische Sprache übersetzten und Choräle bzw. Gebete schrieben: Pfarrer Johannes Bretke aus Labiau und Pfarrer Schimmelpfennig aus Popelken. [4]

Zum Landkreis Labiau gehörten die folgenden ev. Kirchspiele:
Deutsch Labiau, Litauisch Labiau, Caymen, Gilge, Legitten, Laukischken, Popelken

Wie überall in Ostpreußen traten auch im Kreis Labiau dubiose Heilsverkünder auf, die erstaunlich schnell eine große Anhängerschar um sich versammeln konnten. Die evangelische Kirche versuchte dem entgegenzuwirken, oft mit nur wenig Erfolg.

Kirchenbücher

siehe: Kirchenbücher Kreis Labiau

Katholische Kirche

Die kleine katholische Gemeinde von Labiau besaß ein Gotteshaus in der Friedrichstraße, die St. Ansgar-Kapelle. Diese wurde 1928 nach einem Entwurf des Königsberger Architekten Schönwald gebaut. Die Volkszählung vom 16. Juni 1925 kam in der Kreisstadt Labiau auf 73 Katholiken und im Kreisgebiet auf 288 Angehörige der römisch-katholischen Kirche. In der alten katholischen Kirche, die heute einen ordentlichen Eindruck macht, ist jetzt eine Musikschule untergebracht. [4]

Russ.-orth. Kirche

Im Jahre 2005 wurde in Labiau die russisch-orthodoxe Kirche (die Kirche des Heilgen Tichon / Церковь Святого Тихон) fertiggestellt. Sie wurde im traditionellen russischen Stil errichtet und steht in der Königsberger Straße (Калининградской ул.), nicht weit von der ehem. Brauerei entfernt.

Andere Glaubensgemeinschaften

In Labiau bestand auch eine "Christliche Gemeinschaft", die in der Schmiedstraße ein Gotteshaus besaß. In der Wilhelmstraße hatte der "Ostpreußische Evangelische Gebetsverein" ein Haus mit einem größeren Saal.

In Alt Sussemilken wurden 1865 die ersten Baptisten getauft. 1867 errichtete man in Minchenwalde eine baptistische Kapelle mit 200 Sitzplätzen, was die Prosperität dieser Glaubensrichtung bezeugt. Allerdings brannten Gegner, die nie gefasst wurden, diese Kapelle 1874 ab, woraufhin die Baptisten in Alexen eine noch größere Kapelle bauten. Da die Mitgliederzahl immer weiter wuchs, richtete die Gemeinde von Alexen 1913 in Labiau eine Kapelle ein. Die Labiauer Baptistengemeinde zählte zuletzt 199 Mitglieder. 1944 wurde ihr Gotteshaus von der Wehrmacht beschlagnahmt. [4]

Jüdische Gemeinde

Jüdische Mitbürger gab es im Kreis Labiau erst nach den napoleonischen Freiheitskriegen. 1831 zählte man in der Stadt Labiau 27 Juden und im Kreis Labiau 73 Juden. Wesentlich später erst errichtete man eine Synagoge, die jedoch in der Reichspogromnacht 1938 zerstört wurde. Bei der Volkszählung 1925 ergaben sich für die Stadt Labiau eine Anzahl von 36 jüdischen Mitbürgern und in den Dörfern des Kreises 76 Juden, also insgesamt 112. Eines der Dörfer im Kreis erhielt erstaunlicherweise den Namen des jüdischen Mädchens Minchen, nämlich Minchenwalde, 1938 umbenannt in Lindenhorst. [4]

Es gab einen jüdischen Friedhof in Labiau. Er befand sich im Osten der Stadt in der Blankensteinstraße, nicht weit von der Brauerei entfernt.

Geschichte


  • Video bei YouTube [2]

Stadtgründung

Labiau ist im 13. Jahrhundert aus einer Lischke (Siedlung von Fischern, Handwerkern und Krügern) hervorgegangen und erhielt 1624 das Stadtrecht. In Labiau wurde am 20. November 1656 ein Vertrag zwischen dem Schwedenkönig Karl X. Gustav und dem Großen Kurfürsten geschlossen, der Preußen die 1525 an Polen verlorengegangene Souveränität zusicherte. Im 18. Jahrhundert galt Labiau als wichtigste Landstadt Preußens nach Tilsit.

Ihren Rang bekam Labiau durch seine günstige Lage an verschiedenen Wasserstraßen. Schon 1400 wurde die Deime als Schiffahrtsweg ausgebaut, auf dem der Handel von Danzig und Elbing nach Litauen abgewickelt wurde. Der Große und der Kleine Friedrichsgraben (1679 - 1689), durch die der oft gefährliche Weg über das Haff vermieden wurde, brachten einen noch weit größeren Aufschwung. Auch für Ausflügler und Naturfreunde war die Stadt an den Wassern ein beliebtes Ziel. [5]

Die Ordensburg in Labiau

Zahlen der Geschichte

  • 1758: Russen besetzen Labiau (und ganz Ostpreußen).
  • 1762: Rußland und Preußen schließen noch während des Siebenjährigen Krieges, am 5.5.1762, den Friedensvertrag von St. Petersburg. Die Russen geben ohne Entschädigung die besetzten bzw. annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Labiau wird wieder preußisch.

Prußische Wehranlagen

Im Gebiet Labiau gab es folgende prußische Wehranlagen: [6]

  • Schwedenschanze im Wald, 600 m nördlich von Vorwerk Klein Droosden
  • Anlage östlich am Gut Adlig Wulfshöfen
  • Wallburg südlich von Kaimen, von Ordensburg Caymen überbaut
  • Ringschanze im Moorwald (Erlenwald), nordöstlich von Forsthaus Klein Pöppeln
  • Schlossberg, 500 m nördlich von Groß Schmerberg mit Erbbegräbnis
  • Schwedenschanze südlich des Vorwerks Balance am Pöppelschen Damm an der Deime
  • Wehranlage auf dem litauischen Friedhof in Laukischken
  • Sagenhügel Budas, 3,5 km westsüdwestlich von Gutfließ (Eszerninken)


Ordensburg Labiau

Burg Labiau

Die hölzerne Burg Labiau wurde nach der Eroberung des Samlandes zwischen 1258 und 1259 angelegt und sollte Königsberg vor Feinden schützen, die sich über das Haff näherten. 1277 brannten die Schalauer sie nieder. Danach wurde sie aus Stein als Komturei wieder errichtet. 1352 siegte Heinrich Schindekopf über die Litauer.

Labiau war eine vierflügelige Wasserburg, die 1360 auf einer Insel neu aufgebaut wurde und einen hufeisenförmigen Burggraben zusammen mit der Deime bildete. Es gab bemerkenswerte Kombinationen von Tonnengewölben, Korbbogengewölben sowie sich schleifenförmig windenden Gewölben mit kreuzartigen oder getrennten birnenförmigen Rippen.

Die Wasserburg galt als uneinnehmbar und wurde nach 1550 von Anna Maria, der zweiten Frau Herzogs Albrecht bewohnt. Die Stadtgerechtigkeit erhielt Labiau 1642 durch den Großen Kurfürsten. [7]

Der Große Kurfürst nahm oft Quartier im Schloß, wenn er in den östlich von Labiau gelegenen Wäldern auf Wisentjagd ritt.
Von hier aus unternahm der legendäre Herrscher auch seine berühmte Schlittenfahrt über das Kurische Haff.
Die Deime in Labiau

Später war der stolze Bau Sitz von Landratsamt und Amtsgericht, sowie schließlich Heimatmuseum. [5]

Die Deime

Die Deime nimmt unter den Flüssen Ostpreußens eine Sonderstellung ein, denn sie hat ihr Gefälle im Lauf der Erdgeschichte umgekehrt. Zunächst hatte sie eine südliche Laufrichtung hin zum Pregeltal. Als sich das Eis über dem tiefer liegenden Kurischen Haff aufgelöst hatte, kehrte sie ihr Gefälle in Richtung Norden um. Solche Flussumkehr ist relativ selten. Wenn heftige Nordwinde wehen, kann es allerdings passieren, daß die Deime erneut in Richtung Süden fließt. Insofern gehört sie zu den interessantesten Flüssen Ostpreußens. [4]

Weitere Informationen

L i t e r a t u r

Der Fischereihafen in Labiau

Brief von M. Peyinghaus
Gertlauken, den 1. November 1941
“Liebste Elterm!
(...) Beim Schulrat hielt ich mich so lange auf, daß ich meinen Zug gerade noch abfahren sah und gezwungen war, die Nacht in Labiau zu verbringen. Der Schulrat empfahl mir das Hotel “Kronprinz” und zum Essen den Ratskeller und meinte, ich solle mir Labiau ansehen, sechstausend Einwohner, ein aufstrebendes Städtchen. Sein Stolz sind eine neue Sportanlage und ein kleiner Park am Bahnhof.

Beides kam mir, ehrlich gesagt, so winzig vor wie das ganze Städtchen, das am Rande der Welt zu liegen scheint. Vielleicht ist das aber auch nur der Hochmut des Großstadtkindes aus Köln. Noch am eindrucksvollsten war jedenfalls das Rathaus. Es ist neu erbaut, weiß getüncht, und über dem Portal stehen vier stolze steinerne Ordensritter. Die Stadt ist um eine Ordensburg, eine Wasserburg entstanden, die noch gut erhalten ist.

Trotzdem schien mir Labiau nicht ganz so großartig wie dem Herrn Schulrat. Ich sah nicht viel mehr als nur ein Fischerdorf. Eine Hauptstraße mit grauen, niedrigen Häusern, sodann ein paar Nebengassen und an der Deime ein paar Fischerkaten. Hinter Labiau mündet die Deime ins Kurische Haff. Fischfang spielt hier eine bedeutende Rolle, man merkt es am Geruch im Hafen. Dann stand ich noch auf der Adlerbrücke, die über die Deime führt, und konnte in der Ferne das Kurische Haff ahnen. Aber es war kalt und ich fror und eilte zum Ratskeller. [8]

Heutige Situation

Die Bahnanlagen von Labiau
Die Adlerbrücke in Labiau

Ortsbild

Wenn man von Südwesten, von Legitten kommend, über die prächtige Lindenallee nach Labiau (Polessk) hineinfährt, sieht man auf der rechten Seite zuerst die Bahnanlagen mit den Resten des alten Bahnhofs. Auch das Wohnhaus für die Bediensteten, der Rangierlokschuppen und der Wasserturm sind noch vorhanden. Auf der gleichen Seite dahinter kommt man am Hindenburg-Park mit dem schönen Teich vorbei.

Auf der anderen Straßenseite steht der große, helle, stark veränderte Bau der Volks- und Mittelschule, die ihrem alten Zweck dient. Die Königsberger Straße (Kaliningradskaja) hat zahlreiche Häuser aus den Vorkriegsjahren. Aber die schlimme Zeit hat auch große Lücken gerissen, die Neubauten unterschiedlicher Größe und Gestalt ausfüllen. Am auffälligsten der etwas zurückgesetzte fünfstöckige Block mit dem größten Geschäft des Ortes.

Kaum wiederzuerkennen ist der Markt, eine weite, leere Fläche, eher Aufmarschgelände als lebendiges Stadtzentrum. Ein Ehrenmal am Rande von Anlagen. Von den alten Gebäuden zeigt sich nur das Hotel “Deutsches Haus”, erbaut 1910, mit seinen Ziergiebeln in der Marktstraße in einstiger baulicher Schönheit. Der fünfgeschossige Neubaublock läßt nicht vermuten, dass er zum Teil auf den Fundamenten der gotischen Pfarrkirche aufgebaut wurde.

Wenn man sich zur anderen Seite wendet und nach dem vertrauten Bild der beeindruckenden Ordensburg sucht, wird man nichts finden. Nur ein kümmerlicher Rest blieb nach Zerstörung und einem Brand lange nach Kriegsende übrig. Ein Maschinenkpmbinat arbeitet darin. Aber nun soll ein kleines Museum an die bedeutende Vergangenheit erinnern. [5]

Gewerbe, Hafen

Das Polessk von heute ist ein Schwerpunkt für die Fischerei. Es gibt dort den einzigen fischverarbeitenden Betrieb des Gebiets am Haff. Zur weiteren Industrie gehören: ein holzverarbeitendes Unternehmen, Brauerei (im alten Gebäude), Käserei. Zu den erhaltenen Gebäuden zählen noch: Post, Krankenhaus und das Haus Koppetsch. Das einstige Kreishaus beherbergt heute eine Filiale der landwirtschaftlichen Fachschule mit Internat und ist innen (mit schönem altem Hörsaal) wie außen gut instand gesetzt. Für den Gast mögen die Restaurants “Labiau” und “Riff”, beide Stadtmitte, von Interesse sein.

Schön ist immer noch der Blick auf Hafen, auf den Friedrichsgraben und die Deime mit der Adlerbrücke. Sie wurde ein Jahr lang restauriert und am 30. Juli 2002 neu eingeweiht. Sie ist wieder eine Klappbrücke. Man kann jetzt direkt von Königsberg nach Groß Baum über Labiau fahren. Von hier ist es nicht mehr weit bis ans Haff. Ein Ausflug dahin ist zu empfehlen. Er führt nordwärts über die Haffstraße, wo Wasserturm und Schornstein der alten Fischmehlfabrik zu sehen sind, in die Haffniederung, in der auch größere Rinderherden (in schwarz-weiß) weiden. Vorbei am gepflegten Gutshaus Reiken (Podsognyj), in dem das Standesamt war, führt der Weg nach Labagienen (ab 1938 Haffwinkel, russ. Zalivino) und Rinderort .

Eine ungemein effektive Hilfsorganisation für notleidende Kinder, aber auch für intelligente Schüler und Studenten, hat Ulrich Ruske uneigennützig aufgebaut, wobei ihm seine Familie und eine große Reihe Mithelfer aus Deutschland und Russland zur Seite stehen. [5]

Neue und alte Fotos aus Labiau

Ein Haus an der Tilsiter Straße in Labiau [9]
Die ehem. Volks- und Mittelschule in Labiau (Foto 1992
Pferdemarkt in Labiau
Die Königsberger Straße in Labiau


Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Persönlichkeiten

Ostpreussische Amtsmänner 1755:[10]

  • Amtsrat Friedrich Possern 1727 bis 1757.
  • Johann Rochau 1755-1761.

Von Russen angestellte Beamte:[11] (Die Daten nach dem russischen Kalender und nach dem gregorianischen Kalender).

  • Fleischmann, Friedrich Albrecht, Stud. theol., zum litauischen Pfarrer und deutschen Diakon in Labiau, 20./31.5.1760
  • Gadzali, ehem. Adeliger, Gerichtsschreiber in Lyck, zum Stadtschreiber in Labiau, 23.1./3.2.1762.
  • Glauß, Johann Friedrich, inval. Dragoner, zum Polizeiausreiter in Tapiau, 7./18.5.1759; zum Akzisevisitator in Labiau, 26.6./7.7.1760.
  • Grisewaldt, Akziseeinnehmer in Nordenburg, zum Akzisekontrolleur in Labiau, 13./24.1.1760.
  • Jordan, Johann Christoph, Stud., zum Diakon in Labiau, 13.2.1758.
  • Krüger, Lizentkontrolleur in Labiau, 100 Fl. Zulage jährlich, 22.2./5.3.1762.
  • Poetsch, Christian Michael, Präzentor in Gilge, zum litauischen Pfarrer und deutschen Diakon in Labiau, 26.2./9.3.1762.
  • Poßern, Karl Ludwig, Stud., zum Amtmann in Labiau, 18./29.4.1761. [schon sein Vater war Amtmann in Labiau, ernannt zum Amtsrat in Berlin am 4.10.1730].
  • Reimann, Ratsverwandter in Labiau, erhält Gehalt, 31.7./11.8.1761.
  • Sempff, Georg, Akzisekontrolleur in Labiau, zum Akziseeinnehmer in Tapiau, 18./24.1.1760.
  • Wahl, Johann Ludwig, Schreiber, zum Kreissteuereinnehmer in Labiau, Marienwerder, 16./27.4.1758.


Bibliografie


Verschiedenes

Karten

Nördliches Samland, Ostpreußenkarte um 1925
Ostpreußenkarte 1936
Prußische Stammesgebiete


Weblinks

Offizielle Webseiten

Kreisgemeinschaft Labiau
Fotoalbum Haffdörfer und Labiau

Genealogische Webseiten

Zufallsfunde

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung object_163613
Name
  • Labiau Quelle A-XII. Diözese - S. 22 (deu)
Typ
  • Diözese (- 1945)
Konfession
  • ev
Karte
   

TK25: 1193

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Ostpreußen ( Kirchenprovinz )

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Labiau Kirchspiel object_164081
Kaymen, Caymen Kirchspiel object_164079
Sussemilken Kirchspiel object_164069
Mehlauken Kirchspiel object_164075
Groß-Baum, Augstagirren Kirchspiel object_265169
Agilla-Juwendt Kirchspiel object_265171
Gilge Kirchspiel object_164077
Groß-Legitten, Legitten Kirchspiel object_164065
Popelken Kirchspiel object_164067
Lauknen Kirchspiel object_164073
Laukischken Kirchspiel object_164071


Quellenangaben

  1. Drei Geschaefte unter einem Dach in Labiau: die Schloss-Drogerie von Kurt Doerfling, das Sarg- und Moebellager von I. Rabbert, Nachf. und die Zigarren- und Weinhandlung von Richard Krueger. Foto 30er Jahre.
  2. Ausschnitt aus dem Messtischblatt Labiau, Stand 1936
  3. Zahlen übernommen von polessk.ru
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Text übernommen von ostpreussen.net
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Helmut Peitsch, Reiseführer Nord-Ostpreussen, Rautenberg, Leer 1994, ISBN 3-7921-0509-8
  6. Salemke, Gerhard: Lagepläne der Wallburganlagen von der ehemaligen Provinz Ostpreußen, Gütersloh, 2005
  7. Hermanowski, Georg: Ostpreußen Lexikon, Adam Kraft Verlag Mannheim 1980
  8. Marianne Peyinghaus, Stille Jahre in Gertlauken, Goldmann, Hamburg 1985, ISBN 3-442-12830-7
  9. Das Haus steht zwischen der Adlerbrücke und der Schwarzgrabenbrücke
  10. Grigoleit, Edmund : Die ostpreußischen Amtmänner im Jahre 1755, in: Archiv für Sippenforschung, 29. Jg. Aug. 1963, H. 11, S. 178.
  11. Quassowski, Dr. Hans-Wolfgang, Die von den Russen 1758-1762 in Ost- und Westpreußen angestellten Beamten. in:Familiengeschichtliche Blätter, 20. Jg., Heft 4, 1922.


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