Schimmelbach

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Einleitung

Zugehörigkeit
Bundesrepublik Deutschland
Freistaat Bayern
Regierungsbezirk Niederbayern
Landkreis Freyung-Grafenau
Gemeinde Neureichenau

Allgemeine Information

Namen

  • (bei dem / am) Schimmelbach 1767[1], 1774[2]
  • Simelbach 1776[3]

Ortsentwicklung

Jahr Typ Einwohner Gebäude Wohngebäude Wohnungen
1828[4] zerstreute Häuser 1010 76 Häuser
1867[5] Dorf 213 49
1875[6] Dorf 203 52
1885[7] Dorf 185 32
1900[8] Dorf 154 29
1925[9] Dorf 179 31
1950[10] Dorf 191 28
1961[11] Dorf 141 30
1970[12] Dorf 155
1987[13] Dorf 178 42 53

Schule

Schimmelbach gehört zum Schulsprengel der Grundschule Neureichenau[11].

Post

Gehörte bis 1888 zur Post Breitenberg, ab 1900 zur Post Neureichenau. Von 1962 bis 1993 hatte Schimmelbach die Postleitzahl W-8391, danach 94089.

Politische Einteilung

Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Schimmelbach mit Fischergrün zum Amt Jandelsbrunn des Pfleggerichts Jandelsbrunn und bestand aus folgenden 18 Anwesen[14]:

  • Lehen: Lakkersimandlgütl
  • Sölden: Berghäusl, Bruckmüllerhaus, Brunnhansengütl, Hochreitergut, Reischlgütl, Schneidersepperlhäusl, Webermichlgütl, Wolmergütl, Zieglergütl
  • Großhäusl: Hirschenhäusl, Steinberggütl
  • Kleinhäusl: Aiglsbergergütl, Aubergergütl, Brunnulrichhäusl, Eckerlgütl, Knödlsedergütl, Müllerhanslhäusl

Steuerdistrikt (1808-1818)

Auf Grund der Verordnung vom 13. Mai 1808[15] wurde der Steuerdistrikt Schimmelbach als einer von 36 Steuerdistrikten errichtet. Mit der Bildung der Gemeinden im Jahre 1818 auf Grund des zweiten Gemeindeedikts vom 17. Mai 1818[16] wurde der Steuerdistrikt Schimmelbach aufgehoben und die Gemeinde Schimmelbach gebildet.

Orte im Steuerdistrikt

GernLangbruckNeureichenauRiedelsbachSchimmelbach

Zugehörigkeit 1818-1977
1818-1918 Königreich Bayern

1919-1977 Freistaat Bayern

1818-1837 Unterdonaukreis

1838-1932 Kreis Niederbayern

1932-1948 Regierungsbezirk Niederbayern und Oberpfalz

1948-1977 Regierungsbezirk Niederbayern

1862-1938 Bezirksamt Wolfstein

1939-1977 Landkreis Wolfstein

1818-1862 Landgericht Wegscheid

1862-1879 Landgericht Waldkirchen

1879-1977 Amtsgericht Waldkirchen

1818-1951 Schimmelbach

1951-1977 Neureichenau

Gemeinde (1818-1971)

Die 1818 gebildete Gemeinde Schimmelbach gehörte erst zum Landgericht Wolfstein bis mit Verordnung vom 25. Februar 1862 das Landgericht Waldkirchen errichtet wurde. Am 27. April 1951 änderte die Gemeinde ihren Namen von Schimmelbach in Neureichenau. Im Zuge der Gebietsreform wurde am 1. Januar 1971 die Gemeinde Gsenget und am 1. April 1971 die Gemeinde Klafferstraß aufgelöst und der Gemeinde Neureichenau eingegliedert. Am 1. Januar 1978 folgten schließlich noch die Gemeinden Altreichenau und Lackenhäuser.

Gemeindeentwicklung

Jahr Fläche in km² Einwohner Religionszugeh. Gebäude Wohngebäude
1867[5] 1182 314
1875[6] 1104 1104 rk 281 206
1885[7] 26,26619 1110 1105 rk, 5 ev 197
1900[8] 13,1061 956 956 rk 168
1925[9] 13,1063 1034 1029 rk, 5 lu 178
1950[10] 13,1063 1253 196
1961[11] 13,1063 1126 231
1970[12] 2209
1987[13] 46,37 4182 1134

Orte in der Gemeinde

Altreichenau (ab 1978)Bernau (ab 1978)Binderbruck (ab 1978)Branntweinhäuser (ab 1978)Dreisesselhaus (ab 1976)Duschlberg (ab 1978)Fischergrün (ab 1825)Gänswies (ab 1978)GernGsenget (ab 1971)Hinterfreundorf (ab 1978)Kernberg (ab 1971)Klafferstraß (ab 1971)Kleingsenget (ab 1971)Lackenhäuser (ab 1978)Lackerau (ab 1978)LangbruckLoiblau (ab 1978)Pleckenstein (bei Altreichenau) (ab 1978)Pleckenstein (bei Schimmelbach) (ab 1825)RiedelsbachRöhrndlberg (ab 1978)SchimmelbachSpillerhäuser (ab 1825)Spitzenberg (ab 1978)Stubenberg (ab 1978)

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Schimmelbach gehörte zur Pfarrei Breitenberg, ab 1899 zur Pfarrei Neureichenau.

Bewohner

  • 1767: Philipp Knödlseder, Häusler und seine Ehefrau Maria[1] - siedelte wohl um 1765 an den Schimmelbach, 1764 wird er noch als "Häusler beym Riedlsbach" beschrieben[17]
  • 1772-1776: Heinrich Knödlseder, Häusler (*1742, Sohn von Philipp und Maria) und seine Frau Anna Maria Miller[2][3]

Verschiedenes

Compgen-Metasuche.png nach dem Ort: Schimmelbach

Karten

BayernAtlas BayernAtlas-noUTM BayernAtlas-oldLayer

Quellen und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 Kirchenbuch Breitenberg Taufen 2, Seite 12, Eintrag Florianus Knödlseder, Online
  2. 2,0 2,1 Kirchenbuch Breitenberg Taufen 2, Seite 95, Eintrag Genopheva Knödlseder, Online
  3. 3,0 3,1 Kirchenbuch Breitenberg Taufen 2, Seite 119, Eintrag Maria Anna Knelseder, Online
  4. Martin Süss: Tabellarische Beschreibung des Bisthums Paßau mit einer Karte desselben. Paßau 1828. Seite 183
  5. 5,0 5,1 J. Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Spalte 616 (Beschreibung)
  6. 6,0 6,1 Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Königl. Bayer. Statistisches Bureau. München 1877. Spalte 715
  7. 7,0 7,1 Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. K. bayer. statistisches Bureau. München im Januar 1888. Spalte 670
  8. 8,0 8,1 Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister. K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1904. Spalte 691
  9. 9,0 9,1 Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern. Bayer. Statistisches Landesamt. München 1928. Spalte 709
  10. 10,0 10,1 Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Bayerisches Statistisches Landesamt. München 1952. Spalte 678
  11. 11,0 11,1 11,2 Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Bayerisches Statistisches Landesamt. München 1964. Spalte 501
  12. 12,0 12,1 Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Bayerisches Statistisches Landesamt. München 1973. Seite 76
  13. 13,0 13,1 Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. München 1991. Seite 178
  14. Veit, Ludwig: Altbayern Reihe I Heft 35: Passau: Das Hochstift; München 1978, aus der Reihe: Kommission für bayerische Landesgeschichte (Hrsg.): Historischer Atlas von Bayern; (Beschreibung), Seite 282
  15. Edikt das allgemeine Steuer-Provisorium in der Provinz Baiern betreffend, siehe Digitalisat der Google Buchsuche (Yy9DAAAAcAAJ)
  16. Gesetzblatt für das Königreich Bayern: Verordnung, die künftige Verfassung und Verwaltung der Gemeinden im Königreiche betreffend, siehe Seite 47
  17. Kirchenbuch Breitenberg Taufen 1 Seite 386 Online
Orte in der Gemeinde Neureichenau

Altreichenau (ab 1978)Bernau (ab 1978)Binderbruck (ab 1978)Branntweinhäuser (ab 1978)Dreisesselhaus (ab 1976)Duschlberg (ab 1978)FischergrünGänswies (ab 1978)GernGsenget (ab 1971)Hinterfreundorf (ab 1978)Kernberg (ab 1971)Klafferstraß (ab 1971)Kleingsenget (ab 1971)Lackenhäuser (ab 1978)Lackerau (ab 1978)LangbruckLoiblau (ab 1978)NeureichenauPleckenstein (bei Altreichenau) (ab 1978)Pleckenstein (bei Schimmelbach)RiedelsbachRöhrndlberg (ab 1978)SchimmelbachSpillerhäuserSpitzenberg (ab 1978)Stubenberg (ab 1978)

Orte in der Pfarrei Breitenberg

Altreichenau (1840-1899)BachmühleBernauBinderbruck (1840-1899)Branntweinhäuser (1840-1899)BreitenbergBurgstallbergDanzerhäuserFischergrün (bis 1899)FrauenbergGegenbachGern (bis 1899)GollnerbergGollnerhäuserGsenget (1721-1899)HangerleitenHirschenbergJägerbildKernberg (bis 1899)KlafferstraßKleingsengetKohlstattLackenhäuserLackerauLangbruck (bis 1899)LoiblauMarxmühleMicheleckNeumühleNeureichenau (bis 1899)Pleckenstein (bei Schimmelbach)RastbüchlRiedelsbachRöhrndlbergSchimmelbach (bis 1899)SpillerhäuserSpitzenbergStubenbergUngarsteig

Orte in der Expositur (1841-1899) und Pfarrei Neureichenau

Altreichenau (bis 1941)Bernau (bis 1941)BinderbruckBranntweinhäuser (bis 1941)Brennerin (bis 1941)DanzerhäuserDuschlberg (1905?-1941)FischergrünFrauenberg (bis 1941)GänswiesGernGsengetKernbergKlafferstraß (bis ?)Kleingsenget (ab 1899)LackerauLangbruckLoiblauNeureichenauOstermühle (bis 1941)Pleckenstein (bei Altreichenau) (bis 1941)Pleckenstein (bei Schimmelbach)RiedelsbachRöhrndlberg (bis 1941)SchimmelbachSpillerhäuserSpitzenberg