Bergstadt Lautenthal

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Hierarchie

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Lautenthal ist eine Bergstadt im Harz und Ortsteil von Langelsheim im Landkreis Goslar in Niedersachsen.

  • Lautenthal ist ein staatlich anerkannter Luftkurort, der seit 2013 wieder die offizielle Bezeichnung "Bergstadt" trägt.

Wappen

1603 verlieh Herzog Heinrich Julius der Stadt ein eigenes Wappen und Siegel.

Allgemeine Information

Einwohner: 1.658 (31. Dez. 2011)

Politische Einteilung

Lautenthal bis 1. Juli 1972 selbständige Gemeinde.

Ortsteile :

  • Lautenthal
  • Hüttschenthal

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirchen

Katholische Kirchen

Andere Glaubensgemeinschaften

Geschichte

Um 1225 begann am 557 m hohen Kranichsberg der Abbau von Silber, Blei und Kupfer. Um 1330 bestanden in dem Gebiet, wo sich heute Lautenthal befindet, mehrere Kupfergruben. Diese erste Form des Bergbaues kam jedoch zum Erliegen, als der Harz bei der Pestepidemie von 1348 bis 1350 entvölkert wurde. Anschließend war der Harz fast 200 Jahre lang weitgehend unbesiedelt.

1524 ließ Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel[1] den Bergbau neu beginnen und siedelte Bergleute aus dem Erzgebirge im Tal der Innerste und der Laute an. Auf diese Art wurde Lautenthal 1538 als Bergmannsiedlung gegründet und 1580 zur Stadt erhoben.

1596 wurde Lautenthal freie Bergstadt, deren Einwohner von bestimmten Steuern und vom Militärdienst befreit waren.

1603 verlieh Herzog Heinrich Julius[2] der Stadt ein eigenes Wappen und Siegel.

Am 22. März 1626 wurde die Stadt im Dreißigjährigen Krieg[3] durch die Truppen von Tilly[4] geplündert. Mit dem Bau der heutigen Paul-Gerhardt-Kirche wurde 1649 begonnen. Sie wurde am 16. Juli 1659 eingeweiht.

In den Jahren von 1669 bis 1672 wurde der Harz von einer großen Trockenheit heimgesucht, so dass die Laute zeitweise austrocknete und der Bergbau in Lautenthal für einige Zeit eingestellt werden musste.

1690 waren in und um Lautenthal 28 Erzgruben in Betrieb, und 1740 waren es 35.

Eine Hütte zur Aufbereitung des in Lautenthal geförderten Erzes wurde 1873 gegründet. Anschluss an das Eisenbahnnetz erhielt die Stadt 1875, als die Innerstetalbahn[5] bis Lautenthal fertiggestellt wurde.

Mehrmals entstanden in Lautenthal Schäden durch Überschwemmungen der Innerste und der Laute, so z.B. 1572, 1774, 1861, 1877, 1888, 1925 und 1932.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Lautenthal am 11. und 12. April 1945 insgesamt sieben Häuser durch Artilleriebeschuss zerstört.

Mit der Einstellung des Bergbaues 1959 und der Schließung der Silberhütte 1967 verlor die Stadt an Bedeutung, so wurde Lautenthal am 1. Juli 1972 nach Langelsheim eingemeindet. 1976 wurde die Innerstetalbahn stillgelegt, die bis dahin Lautenthal an das Eisenbahnnetz angeschlossen hatte.

Mit Wirkung vom 27. August 2013 wurde dem Ortsteil die offizielle historische Bezeichnung "Bergstadt" verliehen, die jedoch keine Auswirkungen auf die Zugehörigkeit zur Stadt Langelsheim hat.

Quelle: Wikipedia (05/2014)

Genealogische und historische Gesellschaften

Genealogische Gesellschaften

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Genealogische und historische Quellen

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37520 Osterode
Tel. (05522) 9019-0
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Adressbücher

Historische Quellen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

  • Herbert Sperling, Dieter Stoppel: Gangkarte des Oberharzes. Schweizerbart, Stuttgart 1981.
  • Torsten Schröpfer: Fundgrube: Wissenswertes über den Westharzer Bergbau und das Hüttenwesen. 1. Auflage. Pieper, Clausthal-Zellerfeld 2000, ISBN 3-923605-08-0.
  • Klaus Stedingk: Lautenthal: Bergstadt im Oberharz; Bergbau- und Hüttengeschichte. Bergwerks- und Geschichtsverein Bergstadt Lautenthal von 1976, Lautenthal 2002, ISBN 3-00-009504-7.
  • Mathias Döring, Manfred Hädicke: Wasser - Energiequelle des Lautenthaler Bergbaus, In: Lautenthal F.B.L., Goslar 2002, ISBN 3-00-009504-7.
  • W. Liessmann: Historischer Bergbau im Harz, 3. Auflage 2010, Springer Verlag, ISBN 978-3-540-31327-4

Weitere Bibliografie

  • Paul Ernst: Das Glück von Lautenthal. Albert Langen/Georg Müller, München 1940.
  • Mathias Döring, Horst Söchtig: Die Lautenthaler Wassersäulenmaschinen, In: Lautenthal F.B.L., Goslar 2002, 197-206. ISBN 3-00-009504-7.

In der Digitalen Bibliothek

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

nach dem Ort: Lauthenthal

Karten

Regionale Verlage und Buchhändler

Berufsgenealogen

Transkription

Heimat- und Volkskunde

Anmerkungen

  1. Artikel Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  2. Artikel Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  3. Artikel Dreißigjähriger Krieg. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  4. Artikel Johann t’Serclaes von Tilly. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
  5. Artikel Innerstetalbahn. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung LAUHAL_W3391
Name
  • Lautenthal (- 2013) (deu)
  • Bergstadt Lautenthal (2013 -) (deu)
Typ
  • Stadt (- 1972-06-30) Quelle §13
  • Ort (1972-07-01 -)
Postleitzahl
  • W3391 (- 1993-06-30)
  • 38685 (1993-07-01 -)
Karte
   

TK25: 4127

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Lautenthal (- 1972-06-30) ( Stadt )

Liebenburg (St. Mariä Verkündigung) ( Pfarrei )

Langelsheim (1972-07-01 -) ( Flecken Stadt ) Quelle §13

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