Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug/193
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| Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug | |
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hatte noch 6000. Mann
Infanterie, 300. Reiter und 12.Kanonen; ungefähr 7000.
Nachzügler folgten seiner Colonne. Auf Befehl des
Kaisers mußte er bei seinem Abzuge die Mauern der Stadt
sprengen; eine unnütze Rache, welche die Rußen nur noch mehr
aufbrachte und das Loos der vielen unglücklichen Kranken und
Verwundeten, die in
Smolensk zurückblieben, nur verschlimmerte. Einige Gebäude, in
denen sich Verwundete befanden, stürzten mit den Mauern ein und
begruben die Aermsten unter ihrem Schutt.
Am 18.ten erschien Ney im Angesicht des Städtchens Krasnoy, fand jedoch die Schlucht des Loßmina-Baches durch Miloradowitsch besezt. Er befahl der vorderen Colonne sich auf den Feind zu stürtzen; es gelang, troz dem heftigsten Artilleriefeuer dessen erste und zweite Linie zu durchbrechen, hier wurde aber die Colonne durch wiederholte Reiterangriffe aufgehalten und genöthigt, sich mit großem Verluste wieder über die Schlucht zurückzuziehen. Wäre Miloradowitsch gefolgt, so würde Ney unfehlbar
