Skirwieth

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Hierarchie

Regional > Litauen > Skirwieth

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Heydekrug > Skirwieth


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Skirwieth bis 1920 Kreis Heydekrug, 1920-1939 Kreis Niederung, 1939-1945 Kreis Heydekrug, Ostpreußen


Name

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name bezieht sich auf die Skirwieth (Fluss) und erzählt, was bei der Aufteilung der Ruß (Fluss) in ihre Delta-Arme passiert und dass sie nur mit flachen Kähnen zu befahren ist.

  • prußisch "skirti" = teilen, trennen, scheiden, absondern, kennzeichnen

+ prußisch "wistit" = wirbeln

  • "witine" = flaches roh gebautes Flussschiff


Allgemeine Information

  • 1719: Schirwik, ein cöllmischer Krug im Cammerambte Russe gelegen, gehört dem Michael Wolock. Quelle:[10]
  • 1785 meliertes Dorf, 1919 Landgemeinde[11]
  • Lt. Ortsregister Lange[12]:
  • Fischerdorf
  • an der Mündung der Ruß
  • 17 km nordwestlich von Kuckerneese
  • 1939: 392 Einwohner
  • Gegründet vor 1540

Angrenzende Orte

An das Fischerdorf Schirwik angrenzende Orte
Im Osten: Tattamischken
Im Süden: mit dem Haffe
Im Westen: dito gegen Minge
Im Norden: dito gegen Warrus

Quelle:[13]

Politische Einteilung

Skirwieth liegt nördlich und südlich der Skirwieth, eines Mündungarmes des Rußstromes.

Nach der Abtrennung des Memellandes von Ostpreußen, stellte der Skirwiethfluss die Grenze zwischen dem Memelland und Restostpreußen dar.

  • Der südlich der Skirwieth gelegene Ortsteil wurde Skirwieth I genannt und kam zum Kreis Niederung, nach Anschluss des Memellandes aber wieder zum Kreis Heydekrug und ist 1939 Gemeinde und Dorf.
  • Der nördlich der Skirwieth gelegene Ortsteil wurde Skirwieth II genannt und gehört 1939 zur Gemeinde Ruß.


Försterei Skirwieth

Zur Oberförsterei Ibenhorst gehörig: Post: Skirwieth:
Gerhardt, königl. Hegemeister[14]


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Skirwieth gehörte 1888 und 1912 zum Kirchspiel Ruß.

Seelenregister sämtl. Kinder aus der Schulsozietät Skirwith, welche noch nicht confirmiert sind, für das Jahr 1840: http://www.epaveldas.lt/vbspi/biRecord.do?biRecordId=25448

Katholische Kirchen

Skirwieth gehörte 1888 zum katholischen Kirchspiel Schillgallen.


Standesamt

Zugehörige Ortschaften

Zum Standesamt Skirwieth gehörten 1888 folgende Ortschaften: Akminge, Adlig Brionischken, Pokallna, Skirwietell, Skirwieth, Warruß.

Zum Standesamt Skirwieth gehörten 1907 folgende Ortschaften: Akminge, Adlig Brionischken, Pokallna, Skirwietell, Skirwieth, Warruß.


Standesamtsregister

Eine wertvolle Hilfe angesichts der lückenhaften Kirchenbücher von Ruß stellen die Zweitbücher des Standesamtes Skirwieth dar, die im Standesamt I in Berlin lagern. Verfilmungen sind nicht bei den "Mormonen" vorhanden.

  • Geburten 1875-1881, 1885-1889.
  • Sterbefälle 1874-1880, 1886-1895, 1898.


Bewohner

  • Seelen Register sämtlicher Kinder aus der Schul-Sozietät Skirwith welche noch nicht confirmirt sind für das Jahr 1840[1] Seite 2 - 6, mit Namen der Eltern, der Kinder und deren Geburtsdatum.

Geschichte

"Einträglicher ist die seit 1881 aufgekommene Ukeleifischerei. Die silberglänzenden Schuppen dieses etwa fingerlangen, lachsähnlichen Fisches werden zu Schmuckgegenständen, falschen Perlen, verarbeitet." (Siehe auch Deime [2])[15]

Inventarium der Schule Skirwith 1837 [3]


Verschiedenes

Karten

Skirwick auf der Schroetterkarte Blatt 6, (1796-1802) 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Links oben in der Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Skirwieth im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Skirwieth und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Skirwieth II und Skirwiet in den Messtischblättern 0793 Skirwiet (1911-1938) und Ruß 0794 (1912-1938) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie


Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Skirwieth aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv
Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Ruß aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung SKIIETKO05PG
Name
  • Скирвит (- 1950-07-04) Quelle Seite 24 (rus)
  • Skirwieth (- 1938-06-02) Quelle Quelle Wohnplatz 12.122 (deu)
  • Skirwiet (1938-06-03 -) Quelle (deu)
  • Боровое (1950-07-05 -) Quelle Seite 24 (rus)
Typ
  • Wohnplatz (- 1980) Quelle aufgelassen zwischen 1980 und 1992 - keine PLZ bekannt
w-Nummer
  • 50234
Karte
   

TK25: 0793

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Skirwieth, Skirwiet (- 1945) ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle

Jasnowskij Dorfsowjet, Ясновский сельский Совет (1993) ( Dorfrat ) Quelle

Szibben (Hl. Kreuz), Heydekrug, Heydekrug (Hl. Kreuz), Žibai, Šilutė (1907) ( Pfarrei ) Quelle S. 94/95

Ruß (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S. 94/95


Quellen

  1. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  2. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  3. Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
  4. Schroetterkarte (1802), Maßstab 1:160000
  5. Urmesstischblatt von 1860
  6. Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Gumbinnen, 2.9.1939
  7. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  8. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  9. GOV: http://gov.genealogy.net/
  10. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Special Protocoll 1719, Buch Nr. 2, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  11. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  12. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  13. Generalhufenschoß 1719-1766, Schulzenamt Memel, Hubenzahl 1719, Buch Nr. 3, Staatliches Archivlager, Göttingen, 1962
  14. Adressbuch Heydekrug 1912
  15. Ambrassat, August: Die Provinz Ostpreußen, ein Handbuch der Heimatkunde, 1912, Nachdruck Weidlich, Frankfurt a. M. 1978, S.141
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