Hessische Familienkunde/Band 01/Heft 01/0025-0026

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Hessische Familienkunde/Band 01/Heft 01
Eine Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft der familienkundlichen Gesellschaften in Hessen.
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21. Obermann, Elisabeth, * Altenburg b. Alsfeld 19. 6. 1628, † Windhausen . . .

22. Köhler, Johann Georg, Pfarrer in Crainfeld, * Stockhausen b. Lauterbach 12. 2. 1637, † Crainfeld 13. 4. 1670, oo das. 14. 9. 1660.

23. Ellenberger, Helene Margarethe (Marie Margarethe?), * Crainfeld 10. 1. 1647, † das. 22. 2. 1730.

5. Ahnengeneration (—V.)

—V. 32. Buff, Ludwig, Bäcker in Butzbach, * das. 13. 8. 1573, † das. 1. 3. 1626, oo das. 22. 11. 1597.

33. Schlich, Margarethe, * Butzbach 12. 3. 1572, † das. 1. 1. 1646.

34. Krecker, Nikolaus, Metzger in Butzbach, * . . ., † Butzbach 13. 9. 1635, oo . . .

35. NN, * . . ., † Butzbach 3. 5. 1632.

36. Petri, Valentin, Förster u. Schultheiß in Crainfeld, * . . ., † . . ., oo . . .

37. NN

38—39. NN

40. Haberkorn, Johann Wolf, Erb-Oberförster in Windhausen, * das. . . . 1584, † das. 4. 8. 1655, oo Kirdorf . . . 1617.

41. Kornmann, Anna, * Kirdorf um 1599/1600, begr. Windhausen 19. 9. 1668.

42. Obermann, Michael, Bürgermeister u. Gerichtsschöffe auf der Altenburg b. Alsfeld, * Alsfeld . . . 1597, † Altenburg . . . 1665, oo . . .

43. Stumpf, Elisabeth, * Alsfeld . . . 1605, † Altenburg . . .

44. Köhler, Johann Peter, 1635—72 Pfarrer in Stockhausen, * Freiensteinau um 1610, † Stockhausen . . . 1672, oo . . .

45. Dippel, Anna Maria, * Crainfeld . . . † Stockhausen 19. 3. 1675.

46. Ellenberger, Johann Nikolaus, Gutsbesitzer u. Gerichtsschultheiß (43 J. lang) in Crainfeld, * Homburg v. d. H. 10. 3. 1612 (err.), † Crainfeld 3. 6. 1680, oo Nidda 15. 5. 1637.

47. Lüncker, Margarethe, * Nidda 1.10.1619, † Crainfeld 26. 9. 1695 (1696?).

6. Ahnengeneration (—VI)

—VI. 64. Buff, Steffan, 1653 Bürger u. Bäcker in Butzbach, * Schwalbach b. Wetzlar . . . † Butzbach 24. 8. 1574, oo das. 16. 8. 1564.

65. Löwer, Margarethe, * Marburg . . ., †. . ., (oo II. . . . 1577, Andreas Gundermann).

80. Haberkorn, Samuel, Erbförster in Windhausen, schon unter Philipp d. Großmütigen, 1.1.1598 von Landgrf. Ludwig d. ä. bestätigt; 1592 Besitzer des Junkerhofes, * Allendorf a. Lumda ... 1533, † Windhausen 12. 4. 1615, oo ...

81. Lückermann, Wilhelmine Katharine, * Kassel . . . 1541, † . . . 5. 11. 1624.

82. Kornmann, Helwig, Bürgermeister in Kirtorf, * Kirchhain . . ., † Kirtorf . . ., oo . . . vor 1600

83. Lauck, Katharina * Rauschenberg . . ., † Kirtorf . . .

84. Obermann, Johannes, Bürger in Alsfeld, * . . ., † . . .

86. Stumpf, Jost (Justus), Bürgermeister in Alsfeld, * das. . . ., † das. 3. 9. 1629 (Grabmal in der Walpurgiskirche), oo das. . . . 1594.

87. Bücking, Susanna, * Alsfeld . . . 1574, † das. 29. 11. 1629.

88. Köhler, Johannes, Pfarrer in Freiensteinau, * Landenhausen . . . 1560, † Freiensteinau 23. 1. 1635, oo . . .

89. Bang, N. * Freiensteinau . . ., † das. . . .

90. Dippel, Johann Philipp, Pfarrer in Crainfeld, * Kirchhain . . . 1590, † Crainfeld . . . 1667, oo . . .

91. Wiederholt, Margaretha, * Crainfeld . . ., † das. 10. 7. 1668.

92. Ellenberger, Eckhard, Keller in Homburg v. d. H., 1616 Kammerschreiber in Darmstadt, * Homberg a. Efze . . ., † . . . vor 6. 5. 1627, oo . . . um 1610 .

93 von Jossa, Katharina, * Crainfeld . . ., begr. Darmstadt 24. 4. 1632.

94. Lüncker, Nikolaus, Rentschreiber u. Schultheiß in Nidda, * Marburg . . . 1578, begr. Nidda 12. 7. 1635, oo das. 26. 4. 1618.

95. Wiederholt, Veronika, * Crainfeld . . ., begr. Nidda 6. 7. 1635, Schwester v. 91.

      Die vorliegende Liste stellt nur das zusammen, was bisher ohne systematische Forschungsarbeit gefunden werden konnte; sicher läßt sich noch vielerlei ergänzen, wozu vielleicht auch diese Zeilen einen Anstoß geben. Betont muß werden, daß die Übersicht hier auf die ersten 6 Generationen beschränkt ist, obgleich darüber hinaus noch viel Material vorliegt, das gerade die interessantesten Anschlußbeziehungen bietet (insbes. Kornmann, Lauck, Lyncker). Das hier Gebotene genügt aber schon, um eine allgemeine Orientierung über die Herkunft Lottes zu ermöglichen: Es zeigt sich in der bisher bekannten Hälfte (die Hinweise auf die Abstammung der mütterlichen Großeltern scheinen nach Franken zu zeigen) der Ahnentafel ein Vorherrschen des Beamtentums, des Mittelstandes aus dem hessischen Raum, der uns zahllose tüchtige, gemütvolle und geistig bedeutende Menschen geschenkt hat.

5. Weitere Verwandtschaftsbeziehungen zu Lotte.

      Wie wenig die Buffsche Familie hierzulande als ein Fremdkörper erscheint, wie eng sie auch mit uns Heutigen verwachsen ist, wird erst offenbar, wenn man sich mit ihren Wurzeln und mit ihren Verzweigungen etwas näher befaßt. Zwar treten unter Lottes Vorfahren nicht die alten Wetzlarer Geschlechter auf, die fast jeder „echte Wetzlarer“ in seiner Ahnentafel vorfinden kann, die Waldschmidt, Schuler, Büsser, Macrander, Münch, die Beppler, Pausch, Krafft und Crato und wie sie alle heißen, und doch ist es vielfach das gleiche Blut, das sie mit all den vielen hessischen und nassauischen Beamtenfamilien verbindet, und das auch in zahlreichen Wetzlarern fließt. Es sei hier nur erwähnt, daß es dem Verfasser bisher schon für über 100 Wetzlarer Familien (worunter sich die namhaftesten befinden) gelang, ihre direkte Verwandtschaft mit Lotte Buff nachzuweisen, und damit weit über Wetzlars Grenzen hinaus viele Zehntausende von Personen untereinander verwandtschaftlich zu verknüpfen. Daß darunter sehr viele Träger bekannter und berühmter Namen sind, Staatsmänner, Gelehrte, Künstler und Schriftsteller, macht solche Forschungen besonders reizvoll, und erleichtert sie auch insofern, als die Ahnentafeln solcher Leute oftmals schon gut bearbeitet vorliegen. Vielleicht ist es nicht nur Zufall (bessere Durchforschung und bessere Erhaltung der Quellen!), daß insbesondere eine Wurzellinie in Lottes Ahnentafel, die über Nikolaus Lincker (Nr. 94) führende, darin besonders fruchtbar ist: sie leitet zu einer aus der Marburger Gegend stammenden Familie Orth (letztlich vielleicht aus Butzbach kommend), die so umfangreiche und dabei bedeutende Nachkommenschaft aufweist, wie sie bisher von wenig Bürgerfamilien bekannt geworden ist. Dies geht fast so weit, daß man bei einem Hessen (im weitesten Sinne), der es „zu etwas gebracht hat“, gleich Verdacht auf Orthisches Blut haben kann!

      Aus der Fülle[1] von Beispielen (es könnten noch Namen genannt werden wie Ludwig Erk, Dr. Ernst Leitz, Prof. Max Planck, Joh. Heinrich Merck, Georg Christian Lichtenberg, Louis Frech (Gießen), Hans Fallada, Rudolf v. Delius u. viele andere) sei dasjenige herausgegriffen, das uns hier besonders reizvoll erscheint: Die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Lotte und Goethe, die übrigens beiden Beteiligten damals unbekannt waren. Die folgende Übersicht veranschaulicht die bisher bekannt gewordenen Verknüpfungen zwischen den Ahnentafeln der beiden Menschen: Der Weg c über Lyncker oo Weigel, wonach Urgroßeltern der Urgroßeltern von Goethe und Lotte Geschwister waren, wurde von O. Praetorius 1932 (a. a. O.) aufgezeigt, nachdem 25 Jahre früher K. Kiefer im „Dtsch. Herold“ den Weg b über Kornmann oo Menchen bekanntgegeben hatte. Die dreifache Verbindung a über Orth oo Mardorf ist hier neu zugefügt. Erwähnt sei noch, daß von dem Paare Orth oo v. Biedenfeld (oo um 1560) die Abzweigung abgeht, die nebst vielen anderen zu Ludwig Erk und Dr. Ernst Leitz führt.

      Vielleicht mag eine solche Darstellung überraschender Familienzusammenhänge den einen oder anderen veranlassen, die eigene Ahnentafel nachzuprüfen oder auszubauen; vielleicht findet er auch hierhergehörige Beziehungen. Mehr als je haben wir Deutsche Veranlassung, uns als eine große Gemeinschaft zu empfinden und uns daraus neue Kräfte und einen gewissen Stolz zu schöpfen. Wir wollen dabei aber den Fehler vermeiden, diesen Stolz in Überheblichkeit ausarten zu lassen, sondern mehr und mehr erkennen, daß jede Familie, jeder Stand und jedes Volk eigene Daseinsberechttigung und eigene Vorzüge hat, und erfassen,

„Wie alles sich zum Ganzen weht,
Eins in dem andern wirkt und lebt.“

  1. O. Praetorius hat im „Arch. f. Sippenforschung“, 9 (1932), S. 85—91 wohl erstmals darauf hingewiesen und eine große Menge von Namen zusammengestellt.
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