Friedenskirche (Schlesien)

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Friedenskirche Schweidnitz (2005)

Siehe auch die Beschreibung zu den Besonderheiten der Geschichte der evangelischen Kirche in Schlesien.


Schon weit vor 1648 begannen die Verhandlungen zur Beendigung des 30-jährigen Krieges. Im Verlauf dieser Verhandlungen konnten die schlesischen Stände ihr Anliegen für freie Religionsausübung nach evangelischen Ritus nicht selbst vorbringen, das sie nicht den unmittelbaren Reichsständen angehörten. Der Kaiser argumentierte, dass Schlesien außerhalb des Römischen Reiches liege und daher nicht Gegenstand der Verhandlungen sein könnte. Er versuchte mit allen Mitteln die Ausübung der lutherische Religion in seinen Erblanden zu verhindern. Die protestantischen Stände des Reiches sahen dies natürlich anders und rechneten Böhmen durchaus zum Römischen Reich. Man einigte sich auf einen Kompromiss: In den schlesischen Erbfürstentümern Münsterberg, Schweidnitz-Jauer und Glogau sollte jeweils eine lutherische Kirche errichtet werden. Am Ende stand in dem am 24. Oktober 1648 in Münster unterzeichneten Vertrag: "..., dass sie [die kaiserliche Majestät] den Angehörigen der Augsburgischen Konfession in diesen Erbfürstentümern gestatten will, zur Ausübung ihres Glaubens 3 Kirchen auf eigene Kosten außerhalb der Städte Schweidnitz, Jauer und Glogau nahe der Stadtmauer an geeigneter und von seiner Majestät zu bezeichnenden Orten nach Friedensschluss zu errichten, sobald diese es verlangen werden." (Art.V §41 IPO)

  • Die Friedenskirche Glogau, "Zur Hütten Christi", wurde 1654/55 errichtet und leider im Jahre 1945 durch Brand vernichtet.
  • Die Friedenskirche Jauer, "Zum Heiligen Geist", wurde 1654/55 errichtet und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
  • Die Friedenskirche Schweidnitz, "Zur Heiligen Dreifaltigkeit", wurde in den Jahren 1656/57 errichtet und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
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