Didszillen

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Hierarchie

Regional > Litauen > Didszillen

Regional > Historisches Territorium > Deutschland 1871-1918 > Königreich Preußen > Ostpreußen > Kreis Heydekrug > Didszillen


Inhaltsverzeichnis


Einleitung

Didszillen, Kreis Heydekrug, Ostpreußen


Name

Andere Namen und Schreibweisen

Namensdeutung

Der Name bedeutet "große Heide".

  • prußisch "didis" = groß

+ "sīla, sylo, šila" = Heide, Heideland, Fichtenwald

  • preußisch-litauisch "šilas" = Heide, sandige Heide, Kiefernwald, aber auch Thymian und Monat September


Allgemeine Information

  • Verstreute kleine Höfe, 10 km nordöstlich von Heydekrug, 1939: 300 Einwohner, gegründet 1823[6]


Politische Einteilung

1823 als Kolonie angelegt, 17. März 1824 Didßillen Großenheide amtlich benannt. 1875 zur Gemeinde erhoben[7]
Zur Gemeinde gehörte auch Piaune[8]
1940 ist Didszillen Gemeinde und Dorf.


Kirchliche Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Didszillen gehörte 1912 zum Kirchspiel Ramutten, vor 1902 allerdings zum Kirchspiel Werden.

Katholische Kirche

Didszillen gehörte 1907 zum katholischen Kirchspiel Szibben.

Friedhof

Herr Dust konnte bei einem Besuch des Friedhofes folgende Namen festhalten:

  • Cerkaite Ana Tochter
  • Goesch Arthur 21.06.1888 - 10.07.1888
  • Kumbartzky E. 20.07.1886 - 06.03.1902 Hier uruhet in Gott unser lieber Sohn und unser guter Bruder
  • Pallags Anskies 15.08.1828 - 08.02.1896
  • Pauleit Martin 1842 - 1902
  • Rupkalviene Erme - 08.06.1991
  • Rupkalvys Herbertas 1944-1993
  • Schaar Herbert 07.11.1925 - 29.01.1951
  • Smailus Schule 18.05.1839 - 26.12.1890 (Szule Smailus)
  • Smailus Michel 10.09.1841 - 12.04.1903
  • Wythe Max 11.07.1870 - 17.03.1918
  • Wythe Max Wilhelm 11.03.1917 - 28.08.1917 Hier ruht in Gott unser lieber Sohn


Standesamt

Didszillen gehörte 1907 zum Standesamt Trakseden.


Bewohner

  • 1832/33: Consignation Personal Dezem Schul-Societät Ramutten, Didszillen Seite 62 und 63 [1]


Verschiedenes

Karten

Zum Vergleich: Didszillen noch nicht vorhanden auf der Schroetterkarte (1796-1802), Maßstab 1:50 000
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Schroetter Karte 1802, Maßstab 1: 160 000


Diedszillen im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Diedszillen und Umgebung im Preußischen Urmesstischblatt 1860
© Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz


Didszeln im Messtischblatt 0595 Berzischken, 0695 Gaidellen (1914) mit den Gemeindegrenzen von 1938
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
Skizze aus der Gemeindeseelenliste von Didszillen aus den 50er Jahren, (c) Bundesarchiv


Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung DIDELNKO05SJ
Name
  • Didszeln (1907) Quelle Wohnplatz 12.20 (deu)
  • Didšiliai (1923) Quelle Seite 1089 (lit)
  • Didßeln (1939) Quelle 1939 - Nr. 180 - S. 115 (deu)
Typ
  • Wohnplatz
w-Nummer
  • 66131
externe Kennung
  • nima:-2613835
  • geonames:599902
Karte
   

TK25: 0695

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Didszeln, Didßeln, Didšiliai ( Landgemeinde Gemeinde ) Quelle

Szibben (Hl. Kreuz), Heydekrug, Heydekrug (Hl. Kreuz), Žibai, Šilutė (1907) ( Pfarrei ) Quelle S. 90/91

Ramutten (1907) ( Kirchspiel ) Quelle S. 90/91


Quellen

  1. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  2. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  3. Urmesstischblatt von 1860
  4. Amtsblatt des Memelgebietes vom 01.09.1923
  5. Amtsblatt des Memelgebietes vom 29.12.1923
  6. Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen einschließlich des Memelgebietes, des Soldauer Gebietes und des Reg.-Bez. Westpreußen (1919-1939)
  7. Sembritzki, Johannes u. Bittens, Arthur: Geschichte des Kreises Heydekrug, Memel 1920
  8. Messtischblatt 0695 Gaidellen (1914), Maßstab 1:25000 © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
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