Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug/034
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| Tagebuch 1812 Ernst von Baumbach - Napoleons Russlandfeldzug | |
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fiel ohne Unterlaß während fünf Tagen, kühlte die Luft empfindlich
ab und verdarb die schlechten Wege so, daß die Truppen nur mit
großer Beschwerde marschiren konnten.*) Die
würtembergische Division hatte an diesem Tage die Nachhut und
erreichte erst um drei Uhr Morgens das Lager bei
Suterwa. Sie war um vier Uhr Morgens abmarschirt, also 23
Stunden unterwegs gewesen. Ich war vorausgeschickt worden, um das
Lager für die
Brigade abzustecken, welches nahe am Ort in einem grundlosen
Feld bezogen wurde, und hatte unterwegs kaum so viel Zeit gefunden,
meinem Pferd ein wenig Heu geben zu lassen. Es konnte nicht fehlen,
daß, der strengsten Maßregeln ungeachtet, eine große Menge Leute
zurückgeblieben waren. Viele von denen, welche sich bis ins Lager
schleppten, sanken vor Erschöpfung in dem grundlosen Boden um.
Mehrere von ihnen starben an Entkräftung. Wir fanden in Suterwa
Branntwein, welcher jedoch so stark war, daß er nur mit Wasser
*) Faber, Blätter aus meinem Porte-feuille No 4.
