Preußisch Eylau

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Ostpreußenkarte um 1925
Prußische Stammesgebiete

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Preußisch Eylau liegt im prußischen Stammesgebiet Warmien zwischen dem Geserichsee und dem Eylenzsee. Die bedeutende Heerstraße förderte das Wachstum der Lischke (Vorburgsiedlung) mit mehreren Krügen.

Name

Der Name bezieht sich auf den nahegelegenen Eylenzsee.

  • prußisch "ils": sehr dunkel


Urkundliche Erwähnungen:

  • Ilauia 1343
  • Ila 1365
  • Ilaw 1419
  • Eilaw 1492

Wappen

Wappen Preußisch Eylau

Das geteilte Wappen hat oben in Schwarz einen wachsenden, goldenen, rotbewehrten Löwen, unten in Silber nebeneinander drei schwarze Ordenskreuze. Der Löwe ist das Wappentier des Heinrich Reuß von Plauen, der Pfleger in Pr. Eylau war und dem der Orden wegen Schuldforderungen 1492 Schloß Eylau nebst den Kammerämtern Pr. Eylau und Worienen bis 1513 verpfändet hatte.


Politische Einteilung/Zugehörigkeit.

Geschichte

  • 1325 bis 1330 Bau der Burg Yladia von Arnolph von Eylenstein unter Hochmeister Werner von Orseln. Die Burg war Sitz eines Pflegers.
  • Als Vorburg entstand eine Lischke mit mehreren Krügen (Gastwirtschaften).
  • 1348 Handfeste durch den Komtur von Balga.
  • 16. Jh. erhielt die Lischke das Jahrmarktsrecht.
  • 1585 Verleihung des Stadtprivilegs durch Herzog Georg Friedrich mit Wochenmarkt und Braurecht.
  • 1807 Schlacht bei Preußisch Eylau. Napoleon wohnte in der Stadt. Große Einbußen für die Stadt.
  • 1819 Kreisstadt
  • 1850 Errichtung eines gotischen Turmbaus an der Bartensteiner Chaussee zur Erinnerung an diese Schalcht. Dieser Turm wurde nach dem Stabschef Scharnhorsts "LÉstocq-Denkmal" genannt. Von den vier umgebenden Kanonen gingen zwei im 2.Weltkrieg verloren.
  • 1910 bis 1912 Bau des Rathauses im neubarocken Stil.
  • 1939 etwa 7500 Einwohner
  • Der Ort war bekannt durch Molkereiprodukte, Landmaschinenbau und regen Viehhandel

Kirchen

  • Die katholische Pfarrkirche der Stadt wurde von 1317 bis 1325 im Stil der Backsteingotik errichtet und diente von 1525 bis 1945 der evangelischen Gemeinde.
  • 1335 bis 1350 wurde ein abseits gelegenes Gotteshaus als Wehrkirche erbaut.


Kirchliche Zugehörigkeit

Kirchhöfe/Friedhöfe

Archive, Bibliotheken

Genealogische und historische Quellen

Dr. Werner Slevogt: Alte Bauerngeschlechter in Natangen (Kreise Bartenstein, Preußisch Eylau, Heiligenbeil, Samland, Wehlau). In: Archiv für Sippenforschung, 44. Jg., Heft 69, Febr. 1978, Seite 338-344.

Kirchenbücher

siehe: Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Preußisch-Eylau

Grundbücher, Steuerverzeichnisse, Gerichtsbücher u. Sonstiges

Vereine

Zufallsfunde

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung EYLLAUKO04HJ
Name
  • Iławka Quelle (pol)
  • Preußisch Eylau Quelle Ort 29.3 (deu)
  • Прёйсиш-Элау (- 1946) Quelle (rus)
  • Prejsiš Ėjlau (1945) Quelle (rus)
  • Bagrationowsk (1946 -) Quelle lat. Transkription - ab Jahr geschätzt (rus)
  • Bagrationovsk (1946 -) (rus)
  • Багратионовск (1946 -) (rus)
Typ
Einwohner
Postleitzahl
  • RUS-238420 (1993)
w-Nummer
  • 50138
Karte

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Krojzburgskij Rayon, Bagrationowskij Rayon, Bagrationovsk, Кройцбургский район, Багратионовский район (1993) ( Rayon ) Quelle

Preußisch Eylau (- 1945) ( Kreis Landkreis ) Quelle Ort 29.3

Untergeordnete Objekte
Name Typ GOV-Kennung Zeitraum
Preußisch Eylau Kirche object_291831
Preußisch-Eylau Kirche object_164402
Heinrichshöfchen Ort HEIHENKO04HI
Grünthal Ort GRUHALKO04HI
Stadtfreiheit, Gut Stadtfreiheit Ort STAEITKO04HJ
Persönliche Werkzeuge