Oberbarnim (Landkreis)

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Hierarchie

Regional > Deutschland 1871-1933 > Provinz Brandenburg > Landkreis Oberbarnim


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wappen

Allgemeine Information

Der Landkreis Oberbarnim ist ein ehemaliger Landkreis in Brandenburg und bestand als preußisch-deutscher Landkreis von 1818 bis 1952.

Heute gehört das ehemalige Kreisgebiet zu den Landkreisen Barnim und Märkisch-Oderland.

Politische Einteilung

Städte

Bad Freienwalde (Oder), Biesenthal, Finow, Strausberg, Werneuchen und Wriezen. Der Stadtkreis Eberswalde lag als Enklave mitten im Kreisgebiet.

Gemeinden

Rund 80 weitere Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern und 1 Gutsbezirk (Forsten)

Die Verknüpfungen verweisen auf die heutigen politischen Gemeinden.

A Alaunwerk, Altfriedland, Altlewin, Altmädewitz, Altranft, Alttrebbin, Altwriezen

B Barnimer Heide (Forst), Batzlow, Beauregard, Beiersdorf, Bliesdorf, Bollersdorf, Brunow, Buchholz

D Danewitz, Dannenberg (Mark)

E Eichwerder

F Falkenberg (Mark), Finowfurt, Frankenfelde, Freudenberg,

G Garzau, Gersdorf, Gielsdorf, Großbarnim, Grüntal (Mark), Grube (bis 31.3.1935 dann Teil von Neutrebbin), Grunow

H Harnekop, Haselberg, Heckelberg, Heinrichsdorf, Hirschfelde, Hohenfinow, Hohenstein

I Ihlow

K Kerstenbruch, Kleinbarnim, Klobbicke, Klosterdorf, Kunersdorf, Kupferhammer (bis 30.4.1936, dann zum Stadtkreis Eberswalde)

L Ladeburg, Leuenberg, Lichterfelde, Lüdersdorf

M Melchow, Metzdorf

N Neubarnim, Neugaul, Neukietz b. Wriezen, Neulewin, Neumädewitz, Neutrebbin

P Pritzhagen, Prötzel

R Rathsdorf, Reichenberg, Reichenow, Ringenwalde, Rüdnitz, Ruhlsdorf

S Schönfeld, Schönholz, Schulzendorf, Sietzing, Sommerfelde, Sonnenburg, Spechthausen, Steinbeck, Sternebeck,

T Tempelfelde, Tiefensee, Tornow, Trampe, Tuchen

W Weesow, Wegendorf, Wesendahl, Willmersdorf, Wölsickendorf, Wollenberg, Wuschewier


Geschichte

Königreich Preußen

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress entstand 1818 der Kreis Oberbarnim im Regierungsbezirk Potsdam in der preußischen Provinz Brandenburg, seit 1939 „Mark Brandenburg“.

Das Landratsamt war in Freienwalde a./Oder.

Norddeutscher Bund/Deutsches Reich/Großdeutsches Reich

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich.

Am 1. April 1911 schied die Stadtgemeinde Eberswalde aus dem Kreis Oberbarnim aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis.

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Oberbarnim entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.

Am 1. Mai 1936 wurde die Gemeinde Kupferhammer aus dem Kreis Oberbarnim in den Stadtkreis Eberswalde eingegliedert.

Zum 1. Januar 1939 führte der Kreis Oberbarnim entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis.

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt.

Sowjetische Besatzungszone/Deutsche Demokratische Republik

Nach der Auflösung des preußischen Staates bestand der Landkreis Oberbarnim im neuen Land Brandenburg bis 1952 fort. Zu diesem Zeitpunkt wurde er in die Landkreise Eberswalde, Bad Freienwalde, Seelow und Strausberg aufgeteilt.

Kommunalverfassung bis 1945

Der Landkreis Oberbarnim gliederte sich in Stadtgemeinden, in Landgemeinden und – bis zu deren Auflösung – in selbstständige Gutsbezirke.

Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung für alle preußischen Gemeinden. Die bisherigen Stadtgemeinden Bad Freienwalde (Oder), Biesenthal, Finow, Strausberg, Werneuchen und Wriezen führten jetzt die Bezeichnung Stadt.

Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 trat zum 1. April 1935 im Deutschen Reich eine einheitliche Kommunalverfassung in Kraft, wonach die bisherigen Landgemeinden nun als Gemeinden bezeichnet wurden. Diese waren in Amtsbezirken zusammengefasst.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.



Bibliografie

Historische Bibliografie

Schriftenreihe: Oberbarnimer Heimatbücher, hrsg. vom Kreisausschuss Oberbarnim; Bad Freienwalde (Oder)

Verfasser aller Bände ist der Heimatforscher Rudolf Schmidt (gelegentlich auch Schmidt-Eberswalde bezeichnet)


  1. Das Finowtal in Sage und Geschichte, Sitte und Brauch, 212 S., 1924
  2. Aus der Entwicklungsgeschichte von Stadt und Amt Biesenthal, 104 S., 1924
  3. Werneuchen, Weesow, Willmersdorf, Wegendorf, Wesenthal : Heimatkundliche Mitteilungen, 85 S., 1925
  4. 6 Höhendörfer im Kreise Oberbarnim : zur Heimatgeschichte von Trampe, Klobbicke, Tuchen, Heckelberg, Freudenberg, Beiersdorf , 197 S., 1926
  5. Die Herrschaft Eckardstein, Band 1: Beiträge zur Entwicklungsgeschichte von Prötzel, Prädikow, Grunow, Reichenow, Sternebeck, Harnecop, Bliesdorf und Vevais; 171 S., 1926
  6. Die Herrschaft Eckardstein, Band 2: Beiträge zur Entwicklungsgeschichte von Alt-Wriezen, Heinrichsdorf, Kerstenbruch, Eichwerder, Thöringswerder, Jäckelsbruch, Wusing, Beauregard, Wollenberg, Leuenberg, Tiefensee, Steinbeck, Biesow, Haselberg und Klosterdorf, 203 S., 1926
  7. Die Herrschaft Friedland : Nachrichten zur Geschichte von Alt- und Neufriedland, Gottesgabe, Carlsdorf, Kleinbarnim, Grube, Sietzing, Wuschewier, Lüdersdorf, Biesdorf, Gersdorf, Batzlow, Ringenwalde, Bollersdorf, Pritzhagen, Cunersdorf, Burgwall, Metzdorf, Horst, Wubrigsberg , 298 S., 1928
  8. Aus der Pfuelen Land; Band 1: Zur Geschichte von Dannenberg, Coethen, Torgelow, Platz, Sonnenburg, Falkenberg (Mark), Brunow, Gielsdorf, Wilkendorf, Schulzendorf, Möglin, Grünthal und Sydow, 272 S., 1928
  9. Aus der Pfuelen Land; Band 2: Zur Geschichte von Alt Ranft, Garzau, Kruge, Frankenfelde, Reichenberg, Schönfeld, Hohenfinow, Tornow, Sommerfelde, Wölsickendorf und Ihlow, 287 S., 1929
  10. Oderbruch-Siedelungen im Kreise Oberbarnim; 195 S., 1930 (behandelt Alt-Lewin, Alt-Medewitz, Alt-Trebbin, Herrenwiese, Alt-Wriezen, Broichsdorf, Dornbuschmühle, Groß-Barnim, Klein-Barnim, Neu-Barnim, Neu-Lewin, Neu-Medewitz, Neu-Trebbin, Rüsterwerder, Thöringswerder)
  11. Wriezen : Geschichte der Stadt in Einzeldarstellungen; Band 1, 1931
  12. Wriezen : Geschichte der Stadt in Einzeldarstellungen; Band 2, 1932
  13. Bad Freienwalde (Oder), Band 1, 258 S., 1934
  14. Bad Freienwalde (Oder), Band 2, 324 S., 1935
  15. Amtsdörfer im Kreise Oberbarnim, Band 1: Danewitz, Beerbaum, Hohenstein, Buchholz, Hirschfelde, Ladeburg, 1937 (unbekannt, ob Band 2 noch erschienen ist)



Archive und Bibliotheken

Archive

Archivbestände der Kreisverwaltung Oberbarnim von 1704 - 1944 (4 lfm.) befinden sich im Brandenburger Landeshauptarchiv ( Repositur: 6 B Oberbarnim)

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