Nachrichten über Adelige Familien und Güter - 2/063

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Nachrichten über Adelige Familien und Güter
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bis 1750, wo er sich mit seinem Gegner verglichen.[1] — Es ist jetzt noch zu erwähnen, dass der Herr zu Nieder­zier, Graf von Hochsteden, den Prozess wegen beider Lehen gegen die Herren von Gelder fortgesetzt hat, aber ohne Erfolg.

Notizen über die Spies-Burg und den Weyer-Hof zu Frechen.

Die Spiesburg zu Frechen gehörte den Herren Spies von Büllesheim [2] wenigstens seit dem J. 1464. Gemäss Fahne ist Johan Spies im J. 1466 vom Erzbischof Roprecht mit derselben belehnt worden. Späterhin mag sie wohl ein Allodium geworden sein. Durch Margaretha Spies kommt sie dann an die Herren von Roishausen, und gleichfalls durch Heirath an einen Grafen von Merode zu Huffalize. Johannes Matthaeus Boyman Commendator und sämtliche Capitularen des Ritterlichen Maltheser Ordens Gotteshauses ad St. Jo­hannem et Cardulam binnen Cöln haben am 9. October 1711 die ihnen unlängst vom Grafen von Merode verpfändete Spiesburg samt dazu gehörigen Garten und Baumgarten und ungefähr 118 Morgen Artland, nebst Buschgerechtigkeit, in Pachtung ausgethan, und sich einige Zimmer, wie auch Fischerei und Jagd reservirt. In der Folge hat ein anderer Commendator, Freiherr von Gelder, die Burg acquirirt, und sie dann seinem Bruder Otto Julius Augustus zur beliebigen Disposition vermacht. Dieser stellt sie im J. 1775 zum Ver­kauf aus für 20000 Rthlr. Die Wittwe des Johan Abraham von Heck hat sie angekauft. Maria Magdalena Scholl (née Mochetti) in Cöln, welcher die Burg schon 1782 gehört, be­zeichnet die Ankäuferin als ihr Tante.

Ueber den Weyerhof zu Frechen habe ich nur einen Erbpachtsbrief vom J. 1370 mitzutheilen. Derselbe lautet also:


  1. Der Graf ist als General, wie es scheint, noch in selbigem Jahre gestorben. Ein Bruder desselben, gleichfalls Comte de Wonsheim Baron de Boulers, lebte noch 1752 zu Düsseldorf.
  2. Greta Tochter des Ludwig Cluting zu Frechen hat die Burg dem Johan Spies überlassen. Fahne I. p. G8.