Nachrichten über Adelige Familien und Güter - 1/063

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
GenWiki - Digitale Bibliothek
Nachrichten über Adelige Familien und Güter
1. Heft  |  2. Heft
Inhalt des 1. Heftes
<<<Vorherige Seite
[062]
Nächste Seite>>>
[064]
Strange adlige familien1.djvu
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Bevor dieser Text als fertig markiert werden kann, ist jedoch noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.


und den Hof zu Rosellen mit seinen Lehenleuten[1]. Den Gebrüdern Rutger und Bernhard werden die Höfe im Lande von dem Berge überwiesen, sodann das Gut zu Merbick, der Hof zu Ophoven, das Gut zu Undereycken, das zu Beeck, zu Linn und zu Karst, der Hof zu Dyrkem (Dericum) und die Renten an dem Hofe zu Elvecum.

Rutger hat keine Leibeserben hinterlassen, wogegen Bernhard der Stammvater der Linien zu Beffort, Garrath und Lanquit ist. Ich lasse jetzt Symons ältesten Sohn und seine De-scendenten folgen.

Linie zu Velbrüggen.

Johan von Aldenbrüggen genannt von Velbrüggen heirathete etwa 1447 Elisabeth Spede Tochter des Carl Spede Herrn zu Myrle. Er ist nach 1481 gestorben; seine Kinder sind:

1. Symon von Aldenbrüggen genannt Velmerckem. So schreibt er sich in seinem Ehevertrage, den er im J. 1472 mit Sophia Tochter Engelbrechts von Brempt des Alten geschlossen.
2. Carl von Aldenbrüggen genannt Velmerckem Herr zu Myrle. In jener Urkunde v. J. 1476 (bei Lacomblet IV. p. 483) worin, zur Zeit der Burgundischen Fehde, Ritterschaft und Städte des Erzstifts Cöln den Papst bitten, dem Herman von Hessen zu befehlen, sich dem Erzbischof Roprecht zu unterwerfen: findet sich Carl von Velbrüggen. Ich verstehe Johans Sohn. Derselbe wohnte damals wahrscheinlich noch zu Velbrüggen, und ist er erst späterhin Gelderiscber Unterthan geworden. - Seine Gattin ist bis jetzt nicht bekannt; er ist um 1513 gestorben, und hat vier Söhne hinterlassen:
a. Symon von Velbrüggen Herr zu Myrle[2], verheirathet mit Maria Myllincks.

  1. Noch im vierzehnten Jahrhundert fungirte auf dem Hof zu Rosellen ein Schultheiss als Statthalter der Abtissin zu Neuss. Symon von Aldenbrüggen mag nun den Hof wohl als Lehen besessen haben.
  2. Die im Lande von Kessel gelegene Herrschaft Myrle (Meyrle, Myrlo) ist im J. 1532 an die Gebrüder Herman und Lutger von Winckelhausen gekommen, vermöge eines Vergleichs mit Reynart von Velbrüggen Drosten zu Hülchrath, worin stipulirt ward, dass dieselben jedoch erst nach Tod des Symon in den Besitz treten sollten. Aber wie konnte Reynart über diese Herrschaft verfügen? Darüber giebt vielleicht das Archiv zu Calcum nähern Aufschluss.