Kanton Lauenburg

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Kaiserreich Frankreich

Beschreibung 1812

  • <1810:Lauenburg, kleine Stadt auf einem Berg an der Elbe und Strecknitz, vormals Hauptstadt des ganzen Herzogtums Lauenburg im Niedersächsischen Reichskreis, dem Kurfürstentum Hannover gehörend. Vom alten Residenzschloß ist nur noch ein Flügel vorhanden. Von hier aus wurden viele auf der Elbe angekommenen Güter über die Strecknitz nach Lauenburg gebracht, was zu beträchtlichen Zolleinnahmen bei den Hannoveranern in Lauenburg führte. Lauenburg treibt 1812 Handel mit Getreide und Holz, hauptsächlich aber mit Gütern, welch über die Strecknitz speditiert werden.

    Am 05.07.1803 wurde bei Lauenburg auf der Elbe die Konvention zwischen dem Marschall Mortier (später Herzog von Treviso) und dem hannoverschen Feldmarschall von Wallmoden unterzeichnet, durch welche die gesamte hannoversche Armee aufgelöst wurde. Danach verließen die Hannoveraner das Herzogtum Lauenburg, welches sie seit dem 11.06.1803 besetzt hatten und französische Truppen nahmen auch diesen hannoverschen Teil in Besitz.

Gebiet des Kantons

  • 1812 Kanton Lauenburg, mit insgesamt 5.689 Seelen in den Kommunen:
    • Mairie Lauenburg mit 2.250 Einwohnern und den Bauerschaften Barkhorst 103, Lanze 103, Basedow 146, Krüzen 148, Schnakenbek und Glüsing 165, Bäkelkathen 86, Grevenhorn 49 und Jürgenstorf mit 179 Einwohner.
    • Mairie Gülzow mit 427 Einwohnern und den Bauerschaften Dalldorf 68, Witzeeze 168, Lütau 367, Wangelau 179, Schulendorf 86, Bartelsdorf 88, Franzdorf 112, Pötrau 206, Juliusburg 122, Tönen mit Krukow und Bohnenbusch 201, Börnsen 90, Wiershop 91, Melusinenthal 18, Kollow 247, Krümmel 50, Hasenthal 10 und Grünhof und Tesperhude mit 185 Einwohnern [1]

Kantonalversammlung

Die Kantonal – Versammlungen bestehen aus allen Bürgern, die in die Bürger- Register eingetragen sind

Friedensgericht

  • Zeitliche Besetzung:

Grundlage der Rechtsprechung: Code Napoléon oder Cinq codes

  • „Fünf Gesetzbücher“ bezeichnet fünf französische Gesetzbücher:[2]
  1. Code civil (bürgerliches Gesetzbuch, 1804 als Code civil des Français in Kraft getreten, wurde 1807–1815 offiziell in Code Napoléon umbenannt)
  2. Code pénal (Strafgesetzbuch, 1810 in Kraft getreten)
  3. Code de procédure civile (Zivilprozessbuch, 1806)
  4. Code de commerce (Handelsgesetzbuch, 1807)
  5. Code d’instruction criminelle (Strafprozessordnung, 1808)
Fußnoten

Archiv

Literatur

Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

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