Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)/051

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Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)
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Vorübergehend wurde die Pfarrei auch von Göllheim versehen. – Die älteren KB scheinen alle verloren gegangen zu sein. Pfarrer Leister legte neue KB an, nachdem kurz vor seiner Ankunft (1794, Juli 13) während der Plünderung des Ortes „auch die hiesigen neuen KB zerrissen“ worden waren. Er trug auf Grund mündlicher Mitteilungen die seit 1780 getauften Kinder nach.
a und b 1794-1798: BgA Dannenfels.

StASp, Falkenstein fasc. 147. – Frey 3, 279. Gümbel 333. Fabricius 449; 555.

335. Jettenbach (BezA. Kusel).

Diöz. Mainz. – Gfsch Veldenz, seit 1694 Kurpfalz (OA Lauterecken, Schulth Reichenbach).

1. Kath. vor der Reformation und wieder seit den Reunionsjahren (um 1684) zur Pfarrei Reichenbach.[1]
2. Die Luth. blieben seit 1538 bei der luth. gewordenen Pfarrei Reichenbach. Im Dezember 1741 wurde in J. durch Kurfürst Karl Philipp eine eigene Pfarrei errichtet, zu der Kollweiler als Filiale kam. Aushilfsweise wurde 1742 (,,in Abwesenheit des H. Pfarrers zu Otterberg“) und 1754 (,,weilen dazumal die Pfarrei zu Wolfstein ... nicht ordentlich bestellet war“) Rothselberg von hier aus versehen.
abcd 1742 (1743, 1742, 1747[2]) -1768; ferner: a (lose Blätter) 1772-1780: prot. PfA Jettenbach.
Außerdem sind in zwei Rechnungsbüchern (ebenfalls im Verwahr des prot. PfA) an zahlreichen Stellen zerstreut Kasualfälle aus J. und Kollweiler – nach 1799 auch aus Bosenbach, Eßweiler und Friedelhausen – eingetragen:
a 1781, 1784-1796, 1798-1816; b 1789, 1790; c 1785, 1788-1792, 1795-1798.
Die Einträge sind zweifellos nicht vollständig. Sie scheinen hier nur flüchtig niedergeschrieben worden zu sein, um wohl später in ein KB, das vielleicht verloren ging, vielleicht aber auch nie angelegt wurde, übertragen zu werden.
3. Die Ref. waren nach Neunkirchen gepfarrt.

Widder 4, 367. Frey 3, 487. Gümbel 395. Fabricius 357f.; 369; 550.

336. Iggelbach (BezA. Neustadt a. H.).

Diöz. Speier. – Kurpfalz (OA Neustadt).

Die Kath. gehörten zur Pfarrei St. Lambrecht, kamen 1713 zur Pfarrei Esthal, 1781 zur neu errichteten Pfarrei Elmstein. Hierher waren auch die Ref. gepfarrt.

Widder 2, 264. Frey 2, 542f. Gümbel 417.

337. Iggelheim (BezA. Ludwigshafen).

Diöz. Speier. – Gem. zw. Kurpfalz (OA Neustadt, Pflege Haßloch) und Leiningen.

1. Die Kath., die nur vorübergehend (1627-1637)[3] in I. selbst eine Pfarrei hatten, gehörten vor und nach dieser Zeit zur Pfarrei Böhl. Erst 1781 wurde I. wieder Pfarrei.
abc 1781-1798: BgA Iggelheim.
2. Seit der Reformation war I. mit Ausnahme weniger Jahre (1627-1637) ref. Pfarrei, zu der Klein-Schifferstadt (auch „Schifferstadt uf der Wiesen“) als Filiale gehörte. Während des 30 jähr. Krieges hatte der Pfarrer von I. auch die Ref. in der ganzen Umgebung (Böhl, Dannstadt, Haßloch, Mutterstadt, Neuhofen, Speier usw.) zu bedienen „mangel eigener Pfarrern in solchen Orten“. 1692-1695 wurde I. vom Pfarrer von Haßloch versehen. Die KB, die zum Teil in recht schlechtem Zustand und teilweise auch – namentlich in den Jahren während und unmittelbar nach dem 30 jähr. Krieg – sehr lückenhaft[4] geführt sind, scheinen nicht alle erhalten zu sein. 1713 wurden dem neuernannten Pfarrer Becker von der Witwe seines Vorgängers „vier geschriebene Bücher in 4°“ ausgehändigt, während heute nur mehr drei solche erhalten sind.
ab[5] cd 1603 (1612, 1651, 1651)-1731: prot. PfA Iggelheim; ferner: abc 1732 bis 1798: BgA Iggelheim.
Von Klein-Schifferstadt sind für wenige Jahre eigene Verzeichnisse vorhanden: a 1655-1657; b 1651-1654: prot. PfA Iggelheim.

Widder 2, 299. Frey 2, 198. Gümbel 509. Remling, Bischöfe 2, 773; Rotes Buch 170.

338. Ilbesheim (BezA. Kirchheimbolanden).

Diöz. Mainz. Gfsch Falkenstein.

1. Die Kath., die nach der Reformation (1550) nach Stetten gepfarrt waren, erhielten 1701 Mitbenutzungsrecht an der Kirche, 1756 eine eigene Pfarrei, die bis 1808 bestand und Morschheim und Mauchenheim als Filialen hatte.
abc 1756-1798: prot. (!) PfA Ilbesheim.
2. Die seit etwa 1550 bestehende luth. Pfarrei scheint keine Filialen gehabt zu haben. Doch enthält das KB einzelne Einträge aus Freimersheim (Hessen), Sion, Stetten und Uffenheim (= Offenheim, Hessen).
abc 1700-1784 (1798, 1784); ferner (auf losen Blättern in sehr schlechtem Zustand) a 1761-1784, 1794, 1797: prot. PfA Ilbesheim.
Bis 1779 Einträge in lateinischer Sprache.

StASp, Falkenstein fasc. 148ff. GStAM, Kbl. 369/4, 5. – Frey 3, 279. Gümbel 334. Fabricius 449; 530f.; 555f.[6]


  1. Vgl. kath. KB von Weilerbach a z. J. 1783: „Göttenbach pertinet ad parochiam in Reichenbach dioc. Mogunt.“
  2. „Eigenes Kirchen Protocoll für die beiden ev. luth. Gemeinden J. und Collweiler, so vorher zur ev. luth. Pfarrei Reichenbach gehört, nunmehro aber seit dem 16. XII. 1741 ihren ersten eigenen Pfarrer ... erlanget, aufgerichtet von ... Joh. Heinr. Jak. Schlosser, .. der .. von und aus der ev. luth. Pfarrei Otterberg und Wolfstein ... berufen und dominica Iudica 1742 vorgestellt worden.“
  3. Die Kasualien aus jener Zeit sind im ref. KB verzeichnet „a me Joanne Falgero primo cathol. sacerdote vel parocho in Igelheim simul et Gaaschoch (! d. i. Haßloch).“
  4. „wegen continuirlichen Kriegsunruhen sind viel nicht inseriert worden“
  5. Von 1612-1621 proclamati, von 1623 an proclamati et copulati coniuges.
  6. Die Angaben bei Fabricius stützen sich zum Teil auf das Rote Buch S. 74, in das Vlvesheim vffm Gleichen, das nie eine ref. Pfarrei hatte, irrtümlicherweise aufgenommen wurde. Es scheint hier eine Verwechslung mit Ilvesheim in Baden vorzuliegen.
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