Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)/029

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Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)
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Dackenheim, um 1700 kurze Zeit auch Freinsheim vereinigt. Das ältere erhaltene Taufbuch ist ziemlich mangelhaft geführt. „Einige lose Blätter mit Aufzeichnungen von Kommunikanten, Konfirmanden, Trauungen und Beerdigungen“ liegen bei. Erst von 1704[1] an sind die KB vollständig.
a 1651-1702: prot. PfA Erpolzheim; ferner: abc 1704 (1705, 1704) -1798: d 1705 bis 1791: BgA Erpolzheim.

Frey 2,436f. Gümbel 205. Rotes Buch 89. Eberhardt 69.

175. Erzenhausen (BezA. Kaiserslautern).

Diöz. Mainz. – Kurpfalz (OA Lautern, Gericht Weilerbach).

Kath. und Ref. zu Weilerbach; letztere von 1698-1736 zu Katzweiler; Luth. zu Steinwenden bzw. dessen Filiale Weilerbach. Von diesen auch Einträge im luth. KB von Wolfstein.

Widder 4, 288. Frey 3, 52. Gümbel 312. Fabricius 375; 538; 539.

176. Eschbach (BezA. Landau).

Diöz. Speier. – Hochst. Speier (A Madenburg).

Zur kath. Pfarrei, deren KB erst seit 1735 erhalten sind, gehörten Waldhambach und Waldrohrbach. Ende des 18. Jhdts. versah der Pfarrer von E. (an Stelle des Pfarrers von Albersweiler) vorübergehend auch Leinsweiler und Ilbesheim, „hat es aber wieder aufgegeben“.
abc: 1735-1798: kath. PfA Eschbach.

GStAM, Kbl. 393/7 V. – Frey 1, 157. Gümbel 390.

177. Eschenau (BezA. Kusel).

Diöz. Mainz. – Wildgrafen von Grumbach.

Die Kath., die zur Pfarrei Offenbach gehörten, kamen später zu Lauterecken. Die Luth. waren nach St. Julian gepfarrt.

Frey 3, 413f. Gümbel 356. Fabricius 370; 553.

178. Eschringen (BezA. St. Ingbert).

Diöz. Metz. – Gem. zw. Nassau-Saarbrücken, Deutsch-Orden, v. d. Leyen und St. Sebastianstift (Blieskastel).

Kath. stets nach Ensheim, Luth. bis 1626 nach Ommersheim gepfarrt. Seit 1626 hatten sie in E. selbst eine eigene Pfarrei, zu der Ormesheim und seit 1635 auch Ommersheim gehörten. 1684 wurde die Pfarrei wieder aufgehoben und die Luth. der Pfarrei Bischmisheim zugewiesen. KB der Pfarrei E. sind nicht erhalten.

Frey 4, 87. Gümbel 293. Fabricius 296; 299; 305; 493. Weber, J., Ensheim 9.

179. Essingen (BezA. Landau).

Diöz. Speier. – Frh. v. Rosenberg, seit 1589 Frh. v. Dalberg.

1. In E. bestanden zwei Pfarreien (Ober- und Unteressingen), die auch nach der Reformation als luth. Pfarreien bestehen blieben. Die Kath. kamen 1692 wieder in den Besitz des Pfarrhauses und errichteten die Pfarrei von neuem, die zuerst auf Veranlassung der Franzosen vom Pfarrer in Bornheim versehen wurde. Sie bestand bis 1808. Am Ende des 18. Jhdts. wurde sie einige Zeit von Großfischlingen aus versehen (Einträge im kath. KB von Gr. vom Okt. bis Dez. 1798). Die älteren KB fehlen.
abc 1785-1793: BgA Essingen (hinterlegt im StASp).
2. Im 30jähr. Krieg flohen die beiden luth. Pfarrer. Bis 1657 waren beide Pfarreien nicht besetzt. Dann war bis 1692 wieder ein Pfarrer im Amt. Von 1692-1694 wurde die Pfarrei von Freimersheim aus versehen. Aus den Zeiten der Erledigung finden sich Einträge auch im luth. KB von Dammheim.
a 1704-1790, b 1705-1791, c 1705-1790, d 1706-1795: BgA Essingen (hinterlegt im StASp). Der erste Band enthält im Anhang eine Geschichte der luth. Pfarrei.

Frey 1, 159f. Gümbel 379.

180. Eßweiler (BezA. Kusel).

Diöz. Mainz. – Wild- u. Rheingrafen von Kyrburg, seit 1595 Zweibrücken (OA Lichtenberg, Schulth Konken).

1. Die Kath. des Eßweiler Thals, die nach der Reformation von Offenbach a. Glan aus pastoriert wurden, kamen nach dem Ryswyker Frieden zur Pfarrei Lauterecken.
2. Durch die Reformation (1542) war zunächst das luth. Bekenntnis eingeführt worden. Luth. Pfarrei für das Eßweiler Thal war Hinzweiler, die Kirche in Hirschau. 1595 wurde an Stelle der luth. die ref. Lehre angenommen. Erst 1709 wurde wieder eine luth. Pfarrei „Eßweiler Thals“ errichtet, „nachdem die Kirchen Eßweiler Thals, Ulmet und Bosenbach erstlich sind bedienet worden von Herrn Konrad Schlidder, ev.-luth. Pfarrer zu Lichtenberg, ungefähr ein Jahr und von Herrn Hannibal Spindler, ev. luth. Pfarrer zu Kusel (der in Diedelkopf wohnte), ungefähr 10 Jahre.“ Die Pfarrer Eßweiler Thals hatten ihren Sitz teils in Hundheim, teils in Hachenbach, teils in Hinzweiler. Der Umfang der Pfarrei war sehr groß. 1709 gehörten zu ihr von heute pfälz. Orten: Altenglan (wohl nur vorübergehend zur Aushilfe), Aschbach, Bosenbach, Eisenbach, Elzweiler, Erdesbach, Eßweiler,[2] Friedelhausen, Gumbsweiler, Hachenbach,[3] Hinzweiler,[4] Horschbach, Hundheim, Nerzweiler, Niederstaufenbach, Oberweiler i. Tal, Patersbach, Rathsweiler, Ulmet und Welchweiler, ferner die Schrammenmühle[GWR 1] und „auf dem Spieß“ bei Eßweiler. 1723 wurden Bosenbach und Ulmet und die ihnen zunächst liegenden Orte „vom Eßweiler Thal abgesondert und teils einem zeitlichen Pfarrer zu Baumholder, teils zu Lichtenberg übergeben, nunmehr aber 1744 wiederum zur Pfarrei Eßweiler Thals gezogen“. Beide Orte hatten seitdem ihre eigenen KB. In den KB Eßweiler Thals erscheinen jetzt nur noch Aschbach, Elzweiler, Eßweiler, Hachenbach,


  1. „Erpolzheimer [und Ungsteiner] KB angefangen Ao 1704 durch mich Joh. Adam Schäffer p. t. reform. Pfarrer allhier.“
  2. „... hat ... eine Kirche und haben ev. luth. vollkommen Macht selbige zu besuchen; es können auch (bey denen casualien) ordentliche Predigten daselbst gehalten werden.“
  3. Zwischen Hachenbach und Hundheim „liegt die ordentliche Pfarrkirche gen. Hirschau“.
  4. „hat eine Kirche, allwo die ev. luth. die casualien verrichten dörfen“.



Anmerkungen der GenWiki-Redaktion (GWR)

  1. Korrigiert aus »Schrannenmühle« gemäß Berichtigungen S. 130.
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