Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)/030

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Die Kirchenbücher der bayerischen Pfalz (1925)
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Hinzweiler, Horschbach, Hundheim, Nerzweiler und Oberweiler i. Tal, die zum Teil aber auch im luth. KB von Bosenbach erscheinen.
abc 1708[1] (1710, 1710) -1755, d 1709 bis 1775: prot. PfA Bosenbach; ferner: abcd 1756[2] (1756, 1756, 1757) -1790 (1789, 1790,1787): prot. PfA Hinzweiler.
3. Die 1595 ref. gewordene Pfarrei wurde 1609 mit der Pfarrei Bosenbach vereinigt. Deren Sitz wurde 1637 nach Hinzweiler verlegt, wodurch die Ref. von E. zu dieser Pfarrei kamen. Bei ihr blieben sie, bis sie 1746 wieder nach Bosenbach verwiesen wurden.

StASp, Horstm. 14, 428. – Frey 3, 482. Gümbel 398; 404. Fabricius 356; 361; 504; 510; 512.

181. Esthal (BezA. Neustadt).

Diöz. Speier. – Frh. v. Dalberg.

Kath. 1699 der Pfarrei St. Lambrecht zugeteilt, 1713 E. selbst Pfarrei mit Elmstein, Iggelbach, Weidenthal (bis 1739) und später Appenthal nebst den zugehörigen Höfen Glashütte im Kirschtal, Breitensteinerhof, Sattelmühle, Erfensteinerhof, Helmbach, Spangenberger Sägemühle, Mückenwiese, Geiswies, Schafhof, Leinhof, ,in Felckel silva‘, ,im Beckertha‘, ,im Ungerthal‘, ,auf der Frankenweide' usw.
abc 1713[3]-1798, d 1728-1783: BgA Esthal.

StASp, Hochst. Speier fasc. 352. – Widder 4, 249. Frey 2, 546. Gümbel 428.

182. Etschberg (BezA. Kusel).

Diöz. Mainz. – Zweibrücken (OA Lichtenberg, Schulth Pfeffelbach).

Kath., Luth. und Ref. stets nach Kusel gepfarrt.

Frey 3, 414. Gümbel 347. Fabricius 360; 510.

183. Eulenbis (BezA. Kaiserslautern).

Diöz. Mainz. – Kurpfalz (OA Lautern, Gericht Weilerbach).

Kath. und Ref. zur kath. und ref. Pfarrei Weilerbach, letztere von 1698-1736 zu Katzweiler; Luth. zur Pfarrei Steinwenden. Einträge von Luth. auch im luth. KB von Wolfstein.

Widder 4, 289. Frey 3, 52. Gümbel 312. Fabricius 375; 538; 549.

184. Eusserthal (BezA. Bergzabern).

Diöz. Speier. – Kurpfalz (OA Germersheim, Pflege Eusserthal).

1. Das ehem. Kloster E. wurde 1560 von Kurpfalz aufgehoben. Die kath. Bewohner des wohl erst nach der Aufhebung des Klosters entstandenen Dorfes behielten in E. ihre Pfarrei, zu der Geilweiler und Gräfenhausen gehörten. Vorübergehend von Albersweiler aus versehen. Von 1709 an mit Siebeldingen und dessen Filiale Birkweiler vereinigt. 1758 beide Orte wieder abgetrennt und der Pfarrei Godramstein angegliedert. In den Kriegsjahren am Ende des 18. Jhdts. wurde die Pfarrei zeitweise von Gleisweiler aus versehen. Die älteren KB fehlen völlig. Sie scheinen nicht mit besonderer Sorgfalt geführt worden zu sein. 1787 klagt der Dekan des Landkapitels Arzheim in dem Bericht über die Visitation von 1784, daß „Pfarrer Feyer zu E. nebst vielen anderen Fehlern in seinen Einträgen ein so elendes Gemischmasch aufgestellt habe, daß ich ihn bei Einsehung der KB ernstlich ermahnet, die vorgefundenen Fehler sogleich zu verbessern“. Fast will es scheinen, als ob diese Mahnung den Verlust der älteren KB veranlaßte. Mit dem Jahre 1785 beginnt nämlich ein neues KB und erst von dieser Zeit an sind die KB erhalten.
abc 1785-1798 kath. PfA Eusserthal.
2. Luth. waren seit 1735 nach Albersweiler, seit 1780 nach Godramstein gepfarrt.
3. Die Ref. hatten 1591 in E. einen eigenen Pfarrer. Wie lange eine ref. Pfarrei bestand, darüber fehlen Nachrichten. 1771 hatte der ref. Pfarrer von Siebeldingen die Seelsorge der Pflege E. mit zu versehen.

StASp, Hochst. Speier fasc. 306 c/1; 310 b. GStAM, Kbl. 418/3. – Widder 2, 523. Frey 1, 348. Gümbel 153. Rotes Buch 124.

185. Falkenstein (BezA. Rockenhausen).

Diöz. Mainz. – Gfsch u. Herrsch Falkenstein.

1. Kath. nach Winnweiler gepfarrt.
2. Für die Luth. scheint im 16. Jhdt. bis zum 30jähr. Krieg bzw. bis zum Aussterben der Herren von F. (1628) eine eigene Pfarrei bestanden zu haben. KB nicht erhalten. Später gehörten die Luth. teilweise zu Marienthal[GWR 1], teilweise zu Winnweiler.
3. Die Ref. waren der Pfarrei Alsenbrück zugewiesen.

Frey 3, 144f. Gümbel 521. Fabricius 449; 555.

186. Fehrbach (BezA. Pirmasens).

Diöz. Metz. – Hanau-Lichtenberg (A Lemberg).

Noch im 17. Jhdt. kath. Pfarrei (mit Höh- und Thalfröschen), Ende dieses Jahrhunderts Filiale der kath. Pfarrei Rodalben. Luth. nach Pirmasens gepfarrt.

Frey 4, 265.

187. Feil (BezA. Rockenhausen).

Diöz. Mainz. – Sickingen (Herrsch Ebernburg) seit 1771 bezw. 1777 Kurpfalz (OA Kreuznach, UA Ebernburg).

1. Kath. zur Pfarrei Ebernburg-Norheim.
2. Die Luth., die bis 1751 Filialisten der Pfarrei Ebernburg waren, erhielten damals in F. selbst eine Pfarrei (mit Bingert, Ebernburg und Norheim).
abc 1751-1798: prot. PfA Freil.

Widder 4, 160. Frey 3, 330 Gümbel 452. Fabricius 341; 425; 532; 559.

188. Finkenbach-Gersweiler (BezA. Rockenhausen).

Diöz. Mainz. – Reichsherrschaft Reipoltskirchen.

1. Kath. von 1710-1729 nach Obermoschel, seit 1729 nach Bayerfeld gepfarrt.


  1. „Luth. KB Eßweiler Thals angefangen i. J. 1709.“
  2. „Evang. luth. KB derer hochrheingräfl. Grumbachischen Eßweiler Thals Dorfschaften als nemlich Hundheim, Nertzweiler, Hinßweiler, Oberweiler und Asbach.“ Dieses KB wurde begonnen von „Georgio Philippo Graecmanno p. t. pastore evangelico-Lutherano parochiae Offenbacensis ...“ Er hatte also offenbar die Seelsorge über die rheingräfl. Untertanen im Eßweiler Thal.
  3. „...baptizati, copulati atque defuncti huius ab immemorabili tempore vacantis parochiae in E. inchoatus a me pro tempore primo iterum parocho Joa. Mart. Schlencker .. die octava Junii 1713.“



Anmerkungen der GenWiki-Redaktion (GWR)

  1. Korrigiert aus »Mariental« gemäß Berichtigungen S. 130.