Uruguay

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Hierarchie

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Datei:Lokal Land Uruguay.png
Lokalisierung des Landes Uruguay innerhalb von Südamerika

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Flagge


Allgemeine Information

Uruguay liegt in Südamerika und wird im Süden von der Mündung des Rio de la Plata, im Osten vom Atlantik, im Norden von Brasilien und im Westen von Argentinien begrenzt. Die Grenze zu Argentinien bildet der Fluß Uruguay, der dem Land auch seinen Namen gab. Das Land umfaßt 176.215 Quadratkilometer und hat 3,1 Millionen Einwohner; Hauptstadt ist Montevideo mit 1,5 Millionen Einwohnern. Die Landschaft ist ziemlich eben; die höchste Erhebung findet sich in der Sierra de las Animas (514 m). Das Klima ist subtropisch bis gemäßigt und sehr feucht.

Politische Einteilung

Datei:Karte Land Uruguay.png


Geschichte

Von den Anfängen bis zur Einverleibung in das Vizekönigreich Rio de la Plata

1516 entdeckte der spanische Seefahrer Juan Diaz de Solis das Gebiet des heutigen Uruguay, aber erst 1624 erfolgte durch die Jesuiten eine ständige spanische Besiedelung. Aus Brasilien vordringende Kolonisten gründeten zwischen 1680 und 1683 entlang des Rio de la Plata mehrere Siedlungen, wurden aber Anfang des 18. Jahrhunderts von den Spaniern vertrieben. 1726 wurde Montevideo gegründet. Auch in der Folgezeit bildete Uruguay einen ständigen Zankapfel zwischen Spaniern und Portugiesen. 1776 kam Uruguay zum spanischen Vizekönigreich Rio de la Plata mit der Hauptstadt Buenos Aires, das neben Uruguay auch Argentinien, Bolivien und Paraguay umfasste.

Unabhängigkeit und Bürgerkrieg

1811 schlossen sich die uruguayschen Patrioten denen in Buenos Aires an und vertrieben 1814 die Spanier auch aus Montevideo. 1816 besetzte Brasilien die "Banda Oriental" und gliederte sie 1821 in sein Staatsgebiet ein. 1825 wurde in Uruguay die Unabhängigkeit ausgerufen, aber erst 1828 nach einem kurzen Krieg durch Brasilien anerkannt. Von 1835 bis 1865 (mit Unterbrechungen) wurde das Land von Bürgerkriegen zwischen den sog. "Weißen (Blancos)" und den "Roten (Colorados)" erschüttert. 1865 bis 1870 kämpfte Uruguay auf der Seite von Argentinien und Brasilien gegen Paraguay.

Einwanderung Deutscher

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Deutsche nur vereinzelt ins Land. Etwa ab 1850 kauften sie in den südlichen und östlichen Landesteilen eine Reihe von Estanzien auf, auf denen sie mit Erfolg Viehzucht und Ackerbau betrieben. An verschiedenen Stellen bildeten diese Estanzien kleine Streusiedlungen wie: San Juan (Dep. Kolonia), Cardoso (Dep. Rio Negro), Santa Teresa (Dep. Rocha), Nuevo Berlin, Alemannia, Nueva Germania. 1857 entstand in Montevideo eine deutsche evangelische Kirchengemeinde mit eigener Schule. 1862-63 kamen Schweizer aus den Kantonen Bern, St. Gallen, Appenzell und Luzern nach Nueva Helvecia in Südwest-Uruguay. Auch Badener und Elsässer vermehrten mit der Zeit den alten Stamm der Kolonisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden erneut viele Deutsche aus dem zerstörten Mutterland und aus den Vertreibungsgebieten hier eine neue Heimat.


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