Tappensches Familienbuch (1889)/038

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Tappensches Familienbuch (1889)
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und Helene Tappen mit unterzeichnet. Sein Siegel zeigt ein Monogramm mit der Umschrift: H. T. D. E. (Heinrich Tappen Der Eltere.)


      9. (?) Hans,, Ratsverwandter zu Hildesheim, (geboren um 1550 ?) lebte noch 1605.

      War verheiratet mit Ilse Jordan[1] .

      Er hat 1581 als Zeuge die Ehepakten zwischen Friedrich Tappen (Nr. 6) und Ilse vom Hagen unterschrieben, wonach die Annahme nicht unberechtigt ist, dass er ein Bruder Friedrichs gewesen sei. Sein Siegel enthält ein Monogramm mit der Beischrift: H. T.

      1566. Sonnabend nach Matthäi, schreibt Hans Tappen an den Rat und die 24-Mann: Ihnen sei wohl bekannt, dass er ihretwegen "tho der steinbrugen" (zu Steinbrück) bekummert sei (Schaden erlitten habe). und doch hätten sie ungeachtet seines wiederholten Anhaltens sich seiner nicht angenommen. Unter Berufung auf seine Eigenschaft als Bürger, wonach er Anspruch auf den Schutz und die Verwendung des Rates habe, bittet er, dass der Rat den Schaden, welchen er, Hans Tappen, erlitten, auf sich nehme und ihn vergüte.

      Er besitzt 1596 ein Haus in der Eckmeckerstrasse neben demjenigen des Hinrich Tilingk.

      Nach der Kämmerei-Rechnung der Stadt Hildesheim vom Jahre 1574 hat Hans Tappen Littkaufsgelder bezahlt.

      1570 erklärt Hans Tappe, seine Klage gegen Paulus Lachentries prosequieren zu wollen.

      1593 Mai 25 leiht Hans Tappen dem Hans Wildefeuwer auf dessen Haus in dem langen Hagen 480 Pfd. (120 Goldfl. 30 gr.)

      Er wird 1602 Oct. 15 "in den Keller gesetzt", weil er den Schreiber des Abta zu St. Godehard beinah erstochen hätte.

      Im Jahre 1605 wird er als "Hans Tappe senior" aufgeführt.


      10. Jakob, Superintendent und Pastor zu Schöningen, geboren zu Hildesheim (um 1560 ?), verstorben zu Schöningen im Jahre 1630.

      War verheiratet (vor 1603) mit Margarethe Kersten, (Kersteins) welche im Jahre 1647 in Helmstedt verstarb. Ihre Eltern waren Johann Kerstenius, Prediger zu Campen, - "qui divum Lutherum, summum et incomparabilem virum, nec non Phillipum, communem in Germania humanioris literaturae dictatorem, vidit et audivit,"' - und Mechthildis Ludewigs, ihre Grosseltern väterlicherseits Abraham Kerstenius, Amtmann zu Steuerwald, und Elisabetha Rucks.

      Nach der Studentenmatrikel der Universität Helmstedt ist Jacobus Tappius Hildesiensis - von anderer Hand ist am Rande bemerkt: "pastor et superintendens Schoeningensis" - dort immatrikuliert den 1. Oct. 1592[2] .


  1. Am 8. Decbr. 1556 ist "Joannes Jordens Hildesheimensis Magister artium Erfurdensis" auf der Universität Marburg immatrikuliert
  2. Auffallend ! Da Jakob gleich seinem im Jahre 1543 geborenen Bruder Friedrich ein Sohn Rötgers und der Ilsa Jagaw war, Rötger sich aber nach dem Tode der letzteren gegen das Ende seines Lebens († Febr. 1564) nochmals verheiratet hat, so kann Jakob's Geburtsjahr kaum später als 1560 gesetzt werden. Bei seiner Immatrikulation in Helmstedt war Jakob mithin bereits etwa 32 Jahre alt. Das Studium dauerte damals freilich meistens 10 Jahre.