Nachrichten über Adelige Familien und Güter - 1/052

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Nachrichten über Adelige Familien und Güter
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Mémoire, worin der alte Prozess recapitulirt und die gegenwärtige Forderung motivirt wird; sodann auch noch ein Schreiben des Herrn J. Juppen in Düsseldorf, welcher längere Zeit Gräflicher Geschäftsführer gewesen. Dieser bescheinigt am 22.JuIy 1834, dass er zu Niederzier neben einigen andern Documenten den Original-Kaufbrief über Bettgenhausen vom 21. December 1694 erhalten habe - zu Behuf eines neuen Prozesses. Die Bescheinigung beginnt nämlich also: „Da der Herr Marquis von Hoensbroich durch den Advokat-Anwalt Kemmerich sich nach der Familie von Hochsteden über deren Wohnort und Leben hat erkundigen lassen, und mir genannter Kemmerich eröffnet hat, dass Seitens des Marquis von Hoensbroich der Prozess gegen die Gräfinnen von Hochsteden reassumirt werden soll, so habe ich bei dem Dr. Kramer in Cöln das von dem Appellations-Hof zu Lüttich am 16. August 1810 ergangene Endurtheil erhalten, und bei demselben eine Berechnung von Dr. Rittmann aufgestellt gefunden, nach welcher die Gräfinnen von Hochsteden an dem Marquis von Hoensbroich noch die bedeutende Summe von 149618 Livres[1] zu fordern haben sollen“. Herr Juppen hat sich die Documente von der Gräfin Josina von Hochsteden verabfolgen lassen, damit (wie er sagt) der so lange geschwebte Prozess beendigt werden könne. Die Sache ist mir aber nicht klar. Im J. 1810 handelte es sich doch wohl um das Capital von 3143 Rthlr, und scheint das Urtheil zu Gunsten der Gräfinnen ausgefallen zu sein, ohne dass sie jedoch zu ihrer Forderung gekommen. Wenn nun Marquis von Hoensbroich im J. 1834 von neuem procediren will, so folgt wohl, dass die Ducati Romani di Camera von dem Herrn von Fürstenberg eben so wenig wie von dem Grafen von Hochsteden retradirt worden sind. Ich wäre nun begierig zu wissen, ob die Ducati oder die Livres triumphirt haben.


  1. GenWiki-Red.:Währung, vgl. Artikel Livre