Geschichte der kleinen deutschen Höfe 1/109
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später am 26. Januar 1622 ward, weil dieser beständige Ausschuß zu
stark war, der sogenannte „Engere Ausschuß von Ritterschaft und
Städten“ gestiftet, er kam in Rostock zusammen. Es wurden
dazu sechs Personen gewählt: die beiden Landräthe Gebhard Moltke zu Toitendorf und
David Reventlow zu
Gnemern und aus den drei Kreisen des Landes Barthold von der Lühe zu Pansow,
Matthias Linstow zu
Bellin und Hans von
Blankenburg[1] zu Prilwitz, endlich wegen der
sämmtlichen See- und Landstädte die Stadt Rostock.[2]
Der Ausschuß drang „um des Landes Heil und Wohlfahrt willen“ auf die Beibehaltung der Gemeinschaft. Die Herzoge remonstrirten: „es könne mit des Landes Heil und Wohlfahrt nicht noch schlimmer werden, als es in der vielgepriesenen bisherigen Gemeinschaft schon geworden, indem bekanntlich die Ritterschaft verarmt, die Städte ohne Nahrung und Herren und Unterthanen arg entzweit seien.“ Gegen neue umfassende Assecurationsreverse in neunundvierzig Artikeln, ausgestellt von den bedrängten Herzogen zu Güstrow am 23. Februar 1621, verwilligte die Ritter- und Landschaft endlich zu Abtragung der trefflichen fürstlichen Schuldenlast
