Geschichte der Pfarreien des Dekanates Grevenbroich/276

aus GenWiki, dem genealogischen Lexikon zum Mitmachen.
Zur Navigation springen Zur Suche springen
GenWiki - Digitale Bibliothek
Geschichte der Pfarreien des Dekanates Grevenbroich
Inhalt
<<<Vorherige Seite
[275]
Nächste Seite>>>
[277]
Erzdioecese Koeln 1883.djvu
Hilfe zur Nutzung von DjVu-Dateien
Texterfassung: unkorrigiert
Dieser Text wurde noch nicht korrekturgelesen und kann somit Fehler enthalten.


die Familie von Eseln in Neuenhoven ausgestorben. Dieselbe hatte in der Pfarrkirche zu Bedburdyck vor dem Nicolaus=Altare ihr Erbbegräbniß. Ein Jahrgedächtniß wird noch heute dort zu deren Seelentrost abgehalten, wobei ein Licht vor jenem Altare brennt. 1560 ist die Familie von Hundt im Besitze des Neuenhovener Hauses. In diesem Jahre bekunden die Gebrüder Werner, Gerard und Daem Hundt von Neuenhoven, daß Elisabeth von Henneberg ihnen 21 Malter Hafer, welche das Haus Neuenhoven auf's Schloß Dyck liefern mußte, für 539 Goldgulden verkauft habe.

1650 wohnte daselbst Elisabeth von Hundt, Wittwe von Caspar Diederich von Lipperheide, welche 1654 starb. 1674 nennt sich als Besitzer von Neuenhoven Conrad Werner von Bonnen zum Oberhaus.

1682 finden wir dort den Rittmeister Thomas von Wedding, er heirathet Christina Elisabetha von Proff???, Vogt zu Jüchen und Grevenbroich, und Cordula von Boetz. Diese starb 1709 und liegt in St. Niclas begraben. Nach ihrem Tode schreitet ihr Gemahl zur zweiten Ehe mit der Wittwe Anna Gertrud von Klaudt in Erkelenz und starb 1728 am 8. October, 76 Jahre alt. 1770 ist der Hofrath Johann Theodor von Wedding mit Johanna Josepha von Kylmann Eigenthümer. 1798 starb N. von Wedding, verheirathet mit Maria Theresia von Kylmann, welche 1808 das Zeitliche segnete. Deren Bruder, Theodor von Kylmann, nahm zur Ehe Theresia von Hagens, welche 1849 am 12. Juni in Derendorf starb und zu Erben ihres Vermögens die Kinder ihres Bruders Franz von Hagens und ihre Schwester, die Geheimräthin von Fran, einsetzte.[1] Von diesen ist das Neuenhovener Haus in die Hände des jetzigen Besitzers, Anton Essers, durch Kauf übergegangen.


Kapelle, jetzt Pfarrkirche.

Die Kapelle zu Neuenhoven bildete in ältern Zeiten ein beneficium simplex. Es geht dieses aus der Präsentations=Urkunde vom 16. März 1688 hervor, worin es heißt: "Quando quidem sacellum s. Georgii in Neuenhoven per liberam resignationem R. D. Ioannis Fausten, pastoris in Nievenheim, vacat et ad nos ius patronatus spectare dignoscitur, hinc … Wilhelmum Fausten ad vacans hoc beneficium simplex praesentandum duximus .. E. Comes de Salm."

Die Kapelle, vor Alter zerfallen, wurde im hessischen Kriege von Grund aus zerstört, das beneficium simplex nach der Pfarrkirche zu Bedburdyck transferirt und dessen Güter mit der dortigen Nicolai=Vicarie



  1. Kirchenbücher zu Bedburdyck