Geschichte der Pfarreien des Dekanates Grevenbroich/241

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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Grevenbroich
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Erzdioecese Koeln 1883.djvu
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2) Die Bruderschaft vom unbefleckten Herzen Mariä zur Bekehrung der Sünder. Auch sie ist der Pariser Erzbruderschaft aggregirt.

2) Die Bruderschaft zur Verehrung des h. Erzengels Michael.

Der Kirchof gehört der kirchlichen Gemeinde. Er ist ein Geschenk von Balthasar Lauterborn und wurde am 2. December 1856 feierlich eingeweiht. Das große gothische Kirchhofskreuz hat die Gemeinde ebenfalls den mehrgenannten Familien Lauterborn und Zillikens zu verdanken. Vor demselben ruht der erste Pastor Froelich. Die einfache Inschrift des Grabsteines, überragt von einem weißen marmornen Kelche sagt: "Hoc sub marmore diem resurrectionis exspectant reliquiae rev. I. mi pastoris in Jackerath, Paschalis Josephi Froelich, nati 8. Febr. 1820 in Eupen, pie defuncti 23. Sept. 1862. R. i. p." An der Südostseite der Kirche haben die Eheleute Sieber und Pannes 1864 ein Kreuz errichten lassen, welches als Repositorium bei den von Ostern bis Pfingsten üblichen Processionen dient. Zum Andenken an die 1867 stattgehabte Mission wurde von einigen Wohlthätern ein Kreuz aufgestellt und am 20. November 1870 eingesegnet.

Ein anderes Kreuz an der Landstraße gegen Garzweiler bei der Wohnung der Wittwe Joseph Bodewig mit der Inschrift: Betet für den achtbaren Jüngling Johann Schnapphaan, geboren zu Röhe am 5. März 1821, gestorben am 4. Februar 1870, erinnert daran, daß dieser Unglückliche, ein Fuhrmann, überfahren wurden.


Pfarrstelle.

Das Pfarrhaus ist von der Gemeinde erbaut. Grund und Boden hat die Wittwe Fleuster hergegeben. Das Dotationsvermögen besteht theils in Capitalien, theils in Ländereien, und rührt größtentheils aus der Zeit der Erhebung der Pfarre her.

Reihenfolge der Vicare resp. Pfarrer.

Heinrich Dreimüller aus Münstereifel, am 10. September 1853 als erster vicarius residens in Jackerath ernannt, trat um Ostern 1858 in den Orden des h. Franciscus zu Warendorf, nachdem er Vieles zur Erbauung des Gotteshauses und mehr noch zum geistigen Aufbaue von Jackerath beigetragen hatte.

Es folgte der letze Rector und erst Pfarrer, Pascal Joseph Froelich aus Eupen. Er studirte auf den Universitäten Bonn, Münster und München und empfing am 31. August 1845 die Priesterweihe. Seine erste Anstellung fand er als Vicar in Walhorn, dann als Professor in Rolduc und als Rector des Progymnasiums in Erkelenz, von wo er nach Jackerath befördert wurde. Ohne Frömmigkeit war ihm,