Genealogie der Herren und Freiherren von Bongart/043
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ausserordentlich vergrössert hatte, so wurden seine Söhne alle
beide reiche Herren. Die Nutzniesserin der Herrschaft zur Heyden
starb im J. 1563. Am 2. Mai 1564 empfing Werner von dem Bongart zu
seinem und seines Bruders Wilhelm Behuf von Herzog Wilhelm die
Belehnung mit dieser Herrlichkeit. Am 14. September 1564 schritten
dann beide Brüder zur Theilung, worin dem Werner Haus und
Herrlichkeit Herwinandsrode nebst dem Hause Paffendorf zuerkannt
wurde. So trat denn Wilhelm die Herrschaft, die er bisher als sein
Kindtheil besessen, am 9. October 1564 an Werner ab, wogegen dieser
unter gleichem Datum bekannte, dass er auf die Lehen und alle
zugehörenden Güter zu der Heyden und Blyt zu Gunsten seines Bruders
verzichte .[1] In einem nachträglichen Vergleiche v. J,
1566 wurden endlich alle Punkte geschlichtet, worüber man sich noch
nicht recht hatte einigen können. So musste Wilhelm von dem Bongart
seinem Bruder noch 300 Thaler zahlen für seinen Abstand auf den Hof
Nuynhem zu Vlodrop. Ferner solle Wilhelm seinem Bruder Werner ohne
Widerrede seinen Flachs- und Rübsamen, sammt den Gereiden, so ihm
zuständig und er auf dem Haus und Schloss zu Bergerhausen
verlassen, folgen lassen. Dagegen solle Werner von dem
Holzgräven-Amt zu Blatzheim und Manheim, sofern sein Bruder der
Erben und Nachbaren Willen erhalten könnte, darzu ihm Werner
behülflich sein solle, abstehen .[2] Desgleichen
solle Werner die Gereide, die Wilhelm auf dem Hause und Schloss
Paffendorf verlassen, ohne einige Verhinderung folgen und
hinwegführen lassen.
Nachdem nun so die beiden Brüder getheilt und sieh geeiniget haben, könnte ich jetzt zur Darstellung der Linie zur Heyden übergehen. Allein es bleibt noch eine Angelegenheit zu besprechen, betreffend das Erbkämmerer-Amt.
- ↑ Wilhelm von dem Bongart empfing die erste Belehnung mit Heyden am 17. November 1566.
- ↑ Die zeitlichen Herrn zu Bergerhausen bekleideten dies Amt bis zur neuern Zeit. Die zeitlichen Herren zu Paffendorf (seit Johann Bernard Frh. von dem Bongart) waren Holzgräven der adligen oder Burgen-Büsche Elsdorfer Quartiers.
