Die Doerriens/060

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Die Doerriens
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Die Doerriens.djvu
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49. Ursula Hedwig Dörrien [1]

wurde zu Hildesheim am 24. Sept. 1674 um 5 Uhr abends als Tochter des Patriziers und Ratsherrn der Altstadt Hildesheim Melchior Dörrien und der Hedwig Lucia Tweboms geboren. Ihre aufgeführten acht Ahnen sind aus den Leichenreden auf ihre Eltern ersichtlich. Ihre Eltern und die mütterliche Großmutter, die bei ihnen lebte, hatten ihre Freude an der „frommen, gehorsamen und wolgeratenen Tochhter.“

      Am 17. Juni 1690 führte sie der Seelsorger an St. Paul zu Hildesheim Magister Ludwig Hansen als Gattin heim und ließ sich in der St. Georgskirche mit ihm trauen; aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor, von den zwei Töchter noch am leben, davon die Jüngste erst 15 Wochen nach ihres Vaters Tode geboren wurde. Am 28. Februar 1694 wurde ihr der Gemahl durch einen unverhofften Tod von der Seite gerissen, so daß sie noch nicht zwanzigjähring Witwe wurde. Nach dem Tode des Gatten zog sie wieder mit ihren kleinen Kindern zu ihrer Mutter und Großmutter in deren Behausung. An den damals häufig in Hildesheim grassierenden Masern erkrankte


  1. Betrübter Eltern Trost und Lust über ihrer Kinder Tod und Verlust Bey höchst-trauriger Leich-Begängnis Zweyer höchst-beliebter Kinder, Der weiland Wol-Edlen, Groß-Ehr- und Tugendreichen Frauen Ursula Hedewig Dörrien, Des weiland Wol-Ehrwürdigen, Groß-Achtbaren und Wolgelahrten Herrn, Hn. M. Ludovici Hansen, Bey hiesiger Evangelischer Gemeine St. Pauli treu-fleißigen Seelsorgers und wolverordneten Rahts-Predigers Alter Stadt Hildesheim Nachgelassener Frau Wittwen. Wie auch Der weiland Edlen, Groß-Ehr- und Tugendreichen Jungfern Sophia Elisabeth Dörrien, Des weiland Edlen, Wolweisen und Wolgelahrten Herrn Melchior Dörrien, Vornehmen Patrici und Rahtsverwandten hieselbst, Nachgelassener eheleiblicher Jfr. Tochter, Als Sie den 11. Junii itztlauffenden 1697sten Jahres, mit gewohnlichen Ceremonien beygesetzet worden, Denen Anwesenden bey Volckreicher Versammlung in einer kurtzen und einfaltigen Trauer-Rede vorgestellet von Johanne Justo Hilpert, Pastore ad D. Pauli. Hildesheim, druckts Michael Geißmar, im Jahr 1698.
          Denen Hinterbliebenen Hochbetrübten Vater- und Mutterlosen Waisen, Jungfer Ursula Hedewig Hansen und Jungfer Anna Catharina Hansen, Der Edlen Groß-Ehr- und Tugendreichen Frauen Hedewig Lucien Twebohms, des Vorwolgemedten Hr. Melchior Dörrien hinterlaßener Frau Wittwen, und der Seel. Verstorbenen Frau Mutter; Der Wol-Edlen, Groß-Ehr- und Tugendreichen Frauen Ursula Hoffmeisters, Des weyland Wol-Ehrwürdigen, Groß-Achtbaren und Wolgelahrten Hn. M. Petri Ernesti Twebohms, Treifleißigen Seelsorgers der Evangelischen Gemeine St. Martini hieselbst, Nachgelassener Fr. Wittwen, und der Seel. Verstorbenen Frau Groß-Mutter; Der Edlen, Groß-Ehr- und Tugendreichen Jungfer Catharina Maria Dörrien, Als der Seelig-Verstorbenen Jungfer Schwester, Und Dero wolanlassenden Bruder Peter Ernst Dörrien. Meinen respective geneigten Gönnerinnen und Freunden. Erbitte ich . . . . Und übergebe . . . Johann Justus Hilpert.
          Dahinter eine Abdankungsrede: „Der Tod eine Heimführung der Gesponsen Christi“ von M. Johann Christoph Losio, Gymnasii Andreani Directore.
          Trauergedichte aus der Verwandschaft von: M. Joh. Ulr. Dörrien, Pastor zu S- Michael, M. Jacobus Dörrien, Pastor zu S. Lamb. (seinen werthgeschätzten Frauen Wasen). Dem einzigen Bruder Petrus Ernestus Dörrien, Gymn. Andr. Alumnus.