Die Doerriens/031

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Die Doerriens
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Die Doerriens.djvu
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ist am 14. Oktober 1603 als Tochter des Bürgermeisters Hanß Dörrien und der Anna Bex geboren. Die Ahnen bis auf den Großvater väterlicher Seits „den Wol-Ehren vesten und Wolfürnehmen Herrn Jacob Dörrien, Vornehmen Kauf- und Handelsmann in Hildesheim, ergeben sich aus der Leichenpredigt für ihren Bruder, den Riedemeister Hans Dörrien. „Der Eltervater von des Vaters Vatern Seiten war Herman Dörrien, Bürgermeister der Stadt Alvelde, die Eltermutter von derselben Seite, die Ehr- und Tugendsame Fraue Lucia Steins; Der Eltervater von des Vaters Mutter wegen der Wol-Ehrenvester und Wolfürnehmer Herr Hanß Wilckens, vornehmer Kauf- und Handelsmann in Hildesheim, die Eltermutter von dieser Seite die Ehr- und Viel-Tugendreiche Frau Ilsa Krohnen.“ Die Ahnen von mütterlicher Seite sind genau wie in der Leichenrede auf Anna Dörrien, geb. Bex, aufgeführt. Dann folgen die üblichen Angaben über ihre Taufe, ihre christliche und wirtschaftliche Erziehung. Am 4. September 1627 heiratete sie den Patrizier Justus Lüdeke, mit dem sie 28 Jahre in friedfertiger Ehe gelebt hat, und dem sie zwei Söhne und zwei Töchter schenkte, von denen der älteste Sohn und die älteste Tochter nur ein kurzes Alter erreichten, die beiden jüngeren aber noch am Leben waren, als sie starb, und sie in ihrer letzten Krankheit treu gepflegt haben. Während ihres glückhaften Ehestandes hatte sie das schwere Geschick zu tragen, daß ihr bei der Pappenheimschen Eroberung alle ihre Mobilien genommen wurden, und sie mit den Ihrigen aus der Stadt vertrieben wurde. Einige Jahre später (1665) starb ihr Mann. Von ihren christlichen Tugenden wird besonders ihre Mildtätigkeit gegen die Armen hervorgehoben.

      Obwohl sie einige Male früher krank gewesen war, haben sich ihre Krankheiten doch meistens bald gelegt, bis sie sechs Wochen vor ihrem Tode auf ein schweres Krankenlager geworfen wurde. Ihre Krankheit äußerte sich in Seitenstechen, Herzbeklemmungen, Schwachheit des magens und Zittern am ganzen Leibe. Drei Wochen vor ihrem Tode nahm sie das heilige Abendmahl und hielt trotz ihrer großen Angstzustände in Geduld an ihrem christlichen