Bad Waldliesborn/Bildstöcke

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Inhaltsverzeichnis

Bildstöcke und Wegekreuze

Der Marien-Bildstock an der St. Josefskirche

Der versteckte Bildstock an der St. Josefskirche

Hinter der Kirche versteckt liegt dieser barocke Marien-Bildstock von 1739.

Geographische Lage
51.711427°N 8.333325°O


Das eingemeißelte Mariengebet im Sockel lautet
O, Du Mutter aller Gnaden, /
voll von Schmerzen, voll von Leid, /
hast auf Deinen Schoss geladen, den der unsre Seel erfreut. /
Wer wollt dann zu Dir nicht kommen /
schreien Dich um Hilfe an, denn von Dir, der ist genommen, /
der uns alle helfen kann.


Zwei Urkunden

Die bei den letzten Restaurierungsarbeiten entdeckten Urkunden geben folgende Auskunft

Die erste Urkunde, handschriftlich vom damaligen Pfarrer Bernhard Lohmeier (Pastor an St. Josef in Bad Waldliesborn von 1948-1954) verfasst, hat folgenden Wortlaut
„Urkunde - Aus Liebe zur Muttergottes wurde im Jahre 1739 neben der alten Kapelle in Liesborn-Suderlage, jetzt Bad Waldliesborn, ein Muttergotteshäuschen errichtet. Dieses wurde im Laufe der Jahre baufällig und stand auf einem wenigen günstigen Gelände.
Darum beschloss der Schützenverein in Bad Waldliesborn mit seinem Vorsitzenden Heinrich Nölke-Wieschhölter, seinem Obersten Joseph Roggenkamp und seinem Major Konrad Hammelbeck, diesen Bildstock zu renovieren und ihm eine bessere Lage zu verschaffen.
Am 13. September 1952 fand er dann eine neue Aufstellung am Rande des Pastorenwäldchens. Die drei Maurermeister Flütter, Ortkemper und Stöppel mit ihrer Gefolgschaft haben diese Arbeit aus Hingabe zur Gottesmutter kostenlos verrichtet.
Am 1. Sonntag im Oktober 1952 soll diese Gnadenstätte ihre feierliche kirchliche Weihe durch Pfarrer Lohmeier erhalten.
Bad Waldliesborn ist ein aufstrebender Badeort mit Kurdirektor Ewald Klinkhammer an der Spitze und zählt augenblicklich ca. 1100 Einwohner.
Die Sole, im Jahre 1900 entdeckt, kommt aus einer Tiefe von ca. 900 m, sehr heilkräftig, concurrierend mit Bad Nauheim; sie wird gern von Kranken und Erholungsbedürftigen aufgesucht, so dass bei günstiger Witterung wohl täglich 300 Bäder verabreicht werden.

Bad Waldliesborn, den 13.9.1952. Lohmeier, Pfarrer.“


Die zweite Urkunde ist von Josef Helfmeier (ehemals Ratsmitglied der Gemeinde Liesborn und Vorsitzender des Waldliesborner Schützenvereins) mit einer Schreibmaschine geschrieben. Sie lautet
„Bad Waldliesborn, 13. September 1952 - Dieses Muttergotteshäuschen wurde am 6. September an der alten Kapelle auseinandergenommen und an diesem Platz aufgestellt. Das Häuschen stand auf dem Grundstück von Herrn Heinrich Deimel, der es frei gab, um (es) auf einen besseren Platz zu versetzen. Die Arbeiten wurden unentgeltlich von den Maurermeistern Herrn Heinrich Flütter sen., Heinrich Ortkemper, Karl Stöppel, Heinrich Flütter jr., Hans Flütter, Bernhard Mönning, Frz. Eckernkemper durchgeführt.
Der Transport und (das) Anfahren von Sand, usw. wurde(n) von Herrn Franz Ernstheinrich ausgeführt. Die Muttergottesfigur wurde von Herrn Karl Stöppel und Heinrich Flütter jr. (umgestellt). Die neue Ausarbeitung der Figur machte Herr Franz Holtkötter.
Freiwillige Stiftungen, damit die Arbeiten gemacht werden konnten, gaben folgende Herren: Wilhelm Pötter, Hermann Wieck, Johannes Pöhling, Franz Ernstheinrich, Josef Helfmeier, Fritz Schulte, Wilhelm Grothues.
Die Badeverwaltung, Herr Direktor Klinkhammer, übernimmt die Bepflanzung, die durch den Gärtnermeister Franz Tilly ausgeführt wird.
Als diese Arbeiten gemacht wurden, war an der Gemeinde Bad Waldliesborn Herr Pastor Bernhard Lohmeier tätig.
Die Anregung und Schirmherrschaft über die Umsetzung des Häuschens wurde von dem Schützenverein gemacht, Vorsitzender (ist) Heinrich Nölke, Oberst (ist) Josef Roggenkamp. Josef Helfmeier (Haus Margarethe).“


So weit die zweite wieder entdeckte Urkunde.




Bildstock von 1869

Der Bildstock von 1868
Geographische Lage
°N °O


Die Inschrift lautet
O unbefleckt Empfangenene
Bitte für die Lebenden
und Tode diese Hofes.
Errichtet von
B. Rottkemper 1869



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