Handbuch der praktischen Genealogie/321

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Handbuch der praktischen Genealogie
Inhalt
Band 2
Tafel: I • II • III • IV • V • VI • VII • VIII • IX • X • XI
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auf gewisse Gegenden beschränkt blieben. Man hat daher mit vollem Recht die Topographie eine „genealogische Hilfswissenschaft" genannt.[1]

Historisch geographische Wörterbücher.      Sehr häufig kommt daher der Familienforscher in die Lage, sich historisch-geographischer Wörterbücher bedienen zu müssen. Im allgemeinen muß für das deutsche Sprachgebiet diesbezüglich auf die reiche Literatur verwiesen werden, die bei Dahlmann-Waitz, Quellenkunde der deutschen Geschichte, 8. Aufl. von Herre, S. 8 ff. verzeichnet ist. Hier sei nur auf folgende Werke aufmerksam gemacht:

      Neumann, G., Geographisches Lex. d. deutschen Reichs, Leipzig, 4. Afl. 2 Bde. 1905, die neueste Auflage erschien u. d.Tit.: Meyers Orts- u. Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reiches. 5. Aufl., hrsg. v. E. Uetrecht. 2 Bde. Leipzig u.Wien 1912-13; Brunkow, O., D. Wohnplätze d. deutschen Reichs, 8 Bde., Berlin 1880-1885, 2. Afl., Bd. 1-3, ebenda 1889; Ritter's Geographisch-statistisches Lex., 9. Afl. v. Johann Penzier, I. 1905; II. 1906, vgl. auch den Index zu R. Andrees Allgemeinem Handatlas; H. Oesterley, Historisch-geographisches Wörterbuch d. deutschen MA, Gotha 1881-83 (unvollständig); Beschorner, Hans, Stand u. Aufgaben d. histor. Topographie in Sachsen, 1900, S. 138 ff.; Allgemeines Ortschaftsverzeichnis der im Reichsrate vertretenen Königreiche u. Lander nach d. Ergebnissen d. Volkszählung vom 31. Dez. 1900, hrsg. von d. K. K. Statist Zentralkomm., Wien 1902 ff.; Topographie von Niederösterreich, hrsg. v. Ver. f. Länderku. v. Niederösterreich, Wien 1871 ff.; Vancsa, Max, Histor. Topographie mit besonderer Berücksichtigung Niederösterreichs, DGB III (1902), S. 97 ff.; 129 ff.

      Außer den genannten allgemeinen Handbüchern, die viele kleine Örtlichkeiten nicht mitverzeichnen, gibt es auch territoriale Wörterbücher topographischen Inhaltes. Das ausführlichste, das in Deutschland existiert, sind die 64 Bände der Oberamtsbeschreibungen Württembergs, die vom Jahre 1824-1886 erschienen sind. Die meisten anderen derartigen Unternehmungen wollen nur knapp gefaßte Handbücher bieten. Vorbildlich wurde Frankreich mit seinem Dictionnaire topographique de la France, das einerseits nach einzelnen Departements geordnet die Örtlichkeiten mit ihren urkundlich nachweisbaren Namensformen, andererseits diese Namensformen mit Rückverweis auf die ihnen heute entsprechenden Örtlichkeiten verzeichnet.[2] Einen Band dieses Werkes bildet das Topographische Wörterbuch des Ober-Elsaß


  1. Hashagen,W.Z.XXVIII (1909), S.544. Hier seien auch erwähnt: R. Kötzschke, Quellen u. Grundbegriffe d. histor. Geographie Deutschlands u. snr. Nachbarländer, in Meisters Grundriß d. Geschichtswft. I 1906; K. Kretschmer, Histor. Geographie von Mitteleuropa (Handb. d. mittelalterlichen u. neueren Gesch., hrsg. von G. v. Below u. F. Meinecke, Abt. IV, Bd. 6), 1904, überall mit reichlichen Literaturangaben; A. Werminghoff, Neuere Literatur ü. histor. Geogr., KGV Jg. 53, 1905, S. 109 ff.; Robert Sieger, Z. Behandlung d. histor. Landerku., MIÖG XXVIII (1907), S. 209 ff.
  2. Dictionaire topographique de la France, compren. les noms de lieu anciennes et modernes. Publ. p. ordre de Ministre de Instruction publique 1861-1907. (E. Merlet, Département d'Eure et Loire. — M. Quantin, Dép. de L'Yonne. — P. Raymond, Département des Basses-Pyrénées. — E. Thomas, Département de l'Hérault etc.)