Reichskleinodien

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Beschreibung

Die Reichskleinodien waren die Kronjuwelen des Heiligen Römischen Reiches. Sie bestanden aus einer Sammlung von Insignien und Schätzen, die den höchsten Herrscher des Reiches repräsentierten. Zu den Reichskleinodien gehörten unter anderem die Reichskrone, das Reichsschwert, der Reichsapfel und der Heilige Lanze.
Die Reichskrone war die Krone des Heiligen Römischen Reiches und symbolisierte die Herrschaft und Autorität des Kaisers. Sie wurde mit kostbaren Edelsteinen und Perlen verziert und war ein wichtiges Symbol für die Legitimität des Kaisertums.
Das Reichsschwert repräsentierte die weltliche Macht des Kaisers und wurde als Zeichen seiner Autorität verwendet. Es war ein prächtig verziertes Schwert mit einem goldenen Griff und einer mit Edelsteinen besetzten Scheide.
Der Reichsapfel war ein globusförmiges Objekt, das die Herrschaft über die Welt symbolisierte. Er wurde oft als Symbol für die universale Macht des Kaisers verwendet.
Die Heilige Lanze war ein Relikt, das angeblich die Lanze war, mit der Jesus Christus während der Kreuzigung verwundet wurde. Sie wurde als mächtiges Symbol der christlichen Legitimität und des Schutzes des Kaisers angesehen.
Die Reichskleinodien wurden streng gehütet und bei besonderen Anlässen wie Krönungen und anderen kaiserlichen Zeremonien präsentiert. Sie waren ein wichtiger Teil der Zeremonialkultur des Heiligen Römischen Reiches und symbolisierten die politische und religiöse Macht des Kaisers. Heute werden die Reichskleinodien in der Schatzkammer der Wiener Hofburg aufbewahrt und gelten als bedeutende historische Artefakte.

Fußnoten


Artikel Reichskleinodien. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.