Kirchenlanze

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Regional > Sprache > Amtssprache im Fürstbistum Münster > Kirchenlanze

Haltern, St. Sixtus: Kirchenschweizer Johann Albers (+22.04.1934 in Haltern) in vollem Ornat mit "Kirchenlanze".

Amtssprache

  1. Lanze, Ableitung von lancea (lat.) = Speer, Hellebarde


Bedeutung
Nach Art der "Schweizergarde" im Vatikan trug der Kirchenschweizer bei der Ausübung seines Amtes ein festliches Gewand, meist eine lange rote Robe mit rotem Barett und eine Kirchenlanze als Zeichen seiner Amtswürde. Die Lanze, die er bei der Ausübung seines Amtes bei sich trug, sollte seine „Macht“ symbolisieren und wurde früher in tatsächlich in Form einer Hellebarde präsentiert und später in abgemilderter symbolischer Form als langer schwarzer Holzstab, welcher von einem mit Ornamenten geschmückten abgerundetem Kopf gekrönt war.
Kirchenschweizer
Ehrenamtlich war der Kirchenschweizer in katholischen Kirchen als Türhüter und Aufseher für die Ordnung in der Kirche verantwortlich. Bei früher oft fest vergebenen Kirchenbankplätzen (mit Namenschild) war er bei der Suche freier Plätze behilflich. Er kümmert sich bei feierlichen Anlässen um Ein- und Auszüge in der Kirche und um einen würdevollen Verlauf in der heiligen Messe im sonntäglichen "Hochamt" z.B. bei der Austeilung der Kommunion.


Beispiel der Lanzenpflege

  • Kirche zu Hamm: 1797: der Küster in Hamm erhält für`s Läuten 3 Rt und 1 Rt zur Instandhaltung der Kirchenlanze. [1]


Fußnoten

  1. Quelle: Archiv der Pfarre Hlg. Kreuz Kirche zu Hamm
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